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Europas Zukunft im Dialog

vom 17. Mai 2017

© HWR Berlin / Hallatschek


„Europe: Integration and/or Disintegration“ lautet das Motto der Summer School 2017 des Instituts für Verwaltungsmodernisierung und Polizeireform in Mittel- und Osteuropa (IMO) der HWR Berlin. Vom 15. Mai an diskutieren polnische, ukrainische und deutsche Studierende Europas Gegenwart und Zukunft.

Die Summer School am IMO kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Vor 25 Jahren fand erstmals das Forum deutscher und polnischer Universitäten und Verwaltungshochschulen statt (damals noch an der FHVR Berlin). Das Netzwerk wurde über die Jahre ständig erweitert und der Austausch intensiviert. Seit 2009 findet im Rahmen des Ukraine-Netzwerkes ebenfalls jährlich eine rechts- und verwaltungswissenschaftliche Summer School an der HWR Berlin statt. Die diesjährige Summer School vereint erstmals beide Traditionen.

Neben vier Studierenden der HWR Berlin nehmen je zwei Studierende der Hochschule Kehl, der FHSV Meißen und der FHöVPR Güstrow teil. Aus der Ukraine sind insgesamt 16 Studierende in verwaltungs- und rechtswissenschaftlichen Masterstudiengängen von 8 verschiedenen Hochschulen/Akademien zu Gast. Insgesamt 6 Studierende kommen von polnischen Universitäten: der Universität Warschau, der Universität Rzeszów, der UWM Olsztyn und der Universität Szczecin. Die Teilnehmer/innen werden begleitet von vier Professor/innen aus der Ukraine und drei Professor/innen aus Polen, die die Summerschool aktiv mit gestalten.

Im Rahmen der offiziellen Begrüßung kam Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin, auf die 25-jährige Tradition zu sprechen und rief die Studierenden auf, ihre Erfahrungen über die Ländergrenzen hinweg zu teilen und auszutauschen. Dieser Austausch sei der Grundstein für eine Gemeinschaft ohne Vorurteile, in der von- und miteinander gelernt werde.

Danach hielt der Botschafter der Republik Polen Prof. ord. Dr. habil. Andrzej Przyłębski eine kurze Ansprache an die Teilnehmer/innen. Als Professor der Philosophie sehe er die ideale Internationalisierung als eine Art „learning dialogue“, sie müsse sich aus dem Gespräch, genauer: aus einer wissenschaftlichen Diskussion heraus entwickeln. Die Summer School lobte er als sehr gelungenes Beispiel für einen solchen Ansatz.

Als dritte hieß die ukrainische Botschäftsrätin Oksana Kozlovska die Teilnehmer/innen willkommen. Sie betonte, wie wichtig die EU für die Ukraine sei: als größter Handelspartner, als Investor, als unterstützender Berater bei der Reformierung des öffentlichen Systems.

Die Begrüßungsveranstaltung schloss Prof. Dr. Oesten Baller, spiritus rector des IMO und der Summer School, mit einem Willkommen der Gäste auf Polnisch und Ukrainisch. Er bat die Studierenden, die Summer School als „student conference“ zu betrachten: als einen Austausch der Studierenden, in dem die Professor/innen nicht als Lehrende im eigentlichen Sinne, sondern als Ratgeber bei Fragen zur Seite stünden.

In den kommenden 10 Tagen werden die Studierenden und Professor/innen in 4 Arbeitsgruppen grundlegende Fragen zu EU und ihrer Zukunft erarbeiten und gemeinsam ein Planspiel durchführen, zu dem auch ein Professor aus Serbien kommt. In der Freizeit stehen verschiedene Exkursionen zu Berliner Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

 

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