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Semester an der HWR Berlin feierlich eröffnet

vom 21. April 2017

© HWR Berlin, Hallatschek

Der Beginn des Sommersemesters wartete am 19. April mit einem hochaktuellen Thema auf. Der mehrfach ausgezeichnete Staatsrechtler Prof. Dr. Christoph Möllers referierte im Rahmen des Studium Generale über den "Schutz der Verfassung durch Recht in Zeiten des Autoritarismus".

 

Der Vortrag zur Semestereröffnung steht in einer Reihe von Veranstaltungen zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Themen, zu denen das Studium Generale der HWR Berlin in regelmäßigen Abständen einlädt.

 

Der Präsident der HWR Berlin, Prof.Dr. Andreas Zaby, eröffnete offiziell das Semester und dankte der für das Studium Generale verantwortlichen Vizepräsidentin  Prof. Dr. Susanne Meyer. Herzlich begrüßte er die Neuimmatrikulierten am Campus Lichtenberg. Mit einem Studium an der HWR Berlin hätten diese ein gute Wahl getroffen, da die Lehre praxisorientiert ist und vielfältige Zusatzangebote wahrgenommen werden können. Als weiteren Pluspunkt hob er hervor, dass Absolventinnen und Absolventen der Hochschule, vor allem im öffentlichen Sektor, sehr nachgefragt seien und beste Berufsaussichten hätten.

 

Im Hinblick auf das hochaktuelle Vortragsthema betonte Zaby, dass gerade die Hochschulen ein Ort der Demokratie seien, der Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden verschiedenste Möglichkeiten der Mitbestimmung und Beteiligung böte. Damit seien sie die Basis zur Entwicklung von demokratischem Denken und Handeln. Gerade deswegen freue er sich, dass die Hochschule einen ausgezeichneten Festredner zum Thema gewinnen konnte.

 

Im Verlauf seines Vortrags stellte Möllers, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, die These auf, den Schutz der Verfassung nicht nur den Institutionen zu überlassen. Im Zuge dessen widmete er sich der Frage, ob eine Verfassung das Abgleiten einer Demokratie in eine autoritäre Ordnung verhindern könne. Auf der einen Seite schiene sie gerade dafür gemacht zu sein, auf der anderen Seite ließe sich das Abgleiten demokratischer Ordnungen in Geschichte und Gegenwart beobachten. Sein Vortrag beleuchtete weiterhin die verschiedenen Rollen und die Verantwortung von Bürger/innen, Staatsdiener/innen und nicht zuletzt von staatlichen Institutionen für den Schutz des Grundgesetzes. Prof. Dr. Susanne Meyer, Vizepräsidentin für  Studium und Studierendenservice, dankte Möllers abschließend und eröffnete eine lebhafte Fragerunde.

 

Der nächste Termin des Studium Generale widmet sich ebenfalls einem topaktuellen Thema: Hass und Lügen im Netz. Renate Künast, Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages, und Prof. Niko Härting diskutieren am 22. Mai 2017, welche Strategien es gibt, um gegen die Verbreitung von „Hate Speech“ und „Fake News“ – nicht nur juristisch – vorzugehen.

 

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