Angst im Sozialstaat – Sozialstaat in Angst?

Flüchtlingskrise, Gewalt im öffentlichen Raum und rechts­populistische Angstrhetorik als Wahlkampfstrategie - seit Monaten diskutieren Medien und kritische Zeit­beo­­bach­ter/innen über Dynamiken emotionaler Verun­si­che­rung. Dabei geht es auch um die Zu­kunft des Wohlfahrtsstaats. Ungeachtet der in Deutschland seit einiger Zeit wieder wachsen­den volks­­wirt­­schaft­lichen Prosperität scheinen die sozialen Lebens­ver­hält­nisse wie auch die auf sie einwirkenden Poli­tiken bei vielen für Irritationen und Unruhe zu sorgen.

 

Aber welche Rolle spielen Ängste, Sorgen und erlebte Unsicherheit tatsächlich im Kontext von zeitgenössischer So­zial­politik und beschleunigtem sozialen Wandel?

 

Was ha­ben die Refor­men der jüngeren Vergangenheit in verschiedenen sozialen Schichten und Lebenslagen konkret be­wirkt? Inwiefern wurden durch sie Ängste eher befördert denn besänftigt, und wie werden diese sub­jektiv erfahren und ver­arbeitet? Werden Leistungsver­sprechen des Wohl­fahrtsstaats prinzipiell unsicherer bzw. angstbesetzt, und mit welchen Folgen für den sozia­len Zusammenhalt? Die von der Sektion Sozialpolitik der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ausgerichtete Fachtagung hat zum Ziel, die multiplen Facetten der mit diesen Fragen angerissenen Transformationsprozesse näher aus­zu­leuch­ten.

 

Der Blick richtet sich dabei auf übergeord­nete Entwicklungsdynamiken sowie konkrete Felder sozialer Sicherung, Interventionen und Problem­stellungen (Migration; Arbeitslosigkeit; Familie und Jugendhilfe; Altersversorgung). In­tegriert wird zudem – im Kon­text der Debatten zur Bundes­tags­wahl im September 2017 – eine Podiumsdis­kussion mit Vertreter/innen der aktuell im Bundestag ver­tretenen Parteien.

 

 

Veranstaltungsdetails im Überblick

Datum und Uhrzeit

22.-23.06.2017

13 Uhr

 

Veranstaltungsadresse

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Campus Schöneberg

 

Veranstalter

HWR in Kooperation mit Sektion Sozialpolitik der DGS und
Friedrich-Ebert-Stiftung

 

Verantwortlich

Prof. Dr. Sigrid Betzelt
Prof. Dr. Ingo Bode

Hotelübernachtungen

 

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