Videoüberwachung von Versammlungen: Demonstrierende im Dilemma - Polizei und Recht im Konflikt?

Videoüberwachung als Symbol der „Überwachungsgesellschaft“ ist auf Demonstrationen steter Quell von Konflikten. Der Vortrags am Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) beleuchtet u. a., welche Erwartungen die Polizei damit verbindet und wie ihr praktischer Einsatz zur Stärkung der „Definitionsmacht der Polizei“ beiträgt.

 

Zugleich geht es um die Auswirkungen von Videotechnik im Protest-Policing auf die Demonstrierenden, die weit mehr als nur Abschreckung beinhalten. Auch Aggressionsspiralen, Feindbildproduktion und subtile Kontrolleffekte sind nachweisbar. Eine der frappierendsten Folgen: in einer Spirale von Überwachung und Gegenüberwachung tragen beide Seiten, teilweise unintendiert, zur Vertiefung der Überwachungsgesellschaft bei.

 

Mit diesem Vortrag werden die zentralen Ergebnisse des eben abgeschlossenen DFG-Projektes „Videoüberwachung von Versammlungen und Demonstrationen. Praxis und Wissensformen von Polizei und Protestierenden (ViDemo)“ vorgestellt.


Mitwirkende:
Dr. phil. Dr. rer. med. Peter Ullrich, Soziologe und Kulturwissenschaftler, ist Ko-Leiter des Forschungsbereichs „Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte“ am „Zentrum Technik und Gesellschaft“ der Technischen Universität Berlin.

 

Seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Antisemitismusforschung und Protestforschung, v.a. gouvernementalitäts-theoretische Perspektiven auf soziale Bewegungen und Protest, Überwachung und Protest-Policing.

 

Veranstaltungsdetails
im Überblick

Datum und Uhrzeit

11. Juli 2017

17 Uhr

 

Veranstaltungsadresse

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Campus Lichtenberg

Alt-Friedrichsfelde 60

10315 Berlin


Haus 6B, Raum 259

 

Veranstalter

Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit

 

Kontakt

benjamin.schmidt(at)hwr-berlin.de

 

Eintritt
kostenfrei

 

Anfahrt

 

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