Semesterfahrten und Exkursionen


Modul 2 - Exkursion zum Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“

Vor den Toren Berlins befindet sich eines der größten Bauprojekte Deutschlands, der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“. Der noch im Bau befindliche Airport war Ziel einer am 08.01.2012 stattfindenden Exkursion im Rahmen der Veranstaltung „Vollzug und Vollstreckung“, durch welche unser Kurs die Möglichkeit bekam, sich vor Ort ein Bild von den eindrucksvollen Ausmaßen des Projekts zu machen. Die Exkursion wurde von unseren beiden Dozenten Herrn Machalz und Herrn Kirstein organisiert. Der neue Großflughafen, mit dessen Planung bereits im Jahr 1996 begonnen wurde, soll noch Mitte dieses Jahres (voraussichtlich am 3. Juni 2012) in Betrieb genommen werden.

 

Nach Anreise der Teilnehmer ging es um 10.30 Uhr mit dem Reisebus über die neuangelegte Autobahn A 113 zum Flughafen „Willy Brandt“. Während der Fahrt erhielten wir durch eine Tourleiterin einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Flughafens. Darüber hinaus erfuhren wir weitere interessante Details zum Bauprojekt selbst, die nur wenigen von uns bekannt waren. So existierten bereits seit den 60er Jahren Pläne für den Ausbau des Flughafens Schönefeld. Nach der Wiedervereinigung wurde immer wieder Bedarf für eine großflächige Kapazitätserweiterung in Erwägung gezogen und erst am 13. August 2004 beschloss das Brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung den Ausbau des Flughafens.

 

Das erste Ziel der Flughafenbesichtigung war das Infocenter, in dem wir uns vor dem Miniaturmodel des fertigen Flughafens versammelten und an dem uns die Tourleiterin über die neuen technischen Möglichkeiten des Flughafens „Willy Brandt“ informierte.

 

Anschließend ging es auf die Aussichtsplattform des Infotowers, wo wir die Großbaustelle aus einer Höhe von 32 Metern komplett überblicken konnten. Erst hier wurde uns die ganze Dimension des Bauprojekts bewusst. Mit dem Reisebus ging es weiter zu einzelnen Stationen wie der Airport-City, dem Terminalgebäude sowie der Start- und Landebahn, von welcher man zudem einen sehr guten Blick auf den neuen Tower der Deutschen Flugsicherung sowie die Gangways zu den Flugzeugen hatte. Durch die Glasfassade des Terminalgebäudes sahen wir, dass auch sonntags fleißig gearbeitet wird, um rechtzeitig zur planmäßigen Inbetriebnahme fertig zu werden. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Flughafens „Willy Brandt“ wird Berlin zum drittgrößten deutschen Flughafenstandort werden. Die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel werden ihren Betrieb einstellen.

 

Die Exkursion endete gegen 12 Uhr mit neuen Erkenntnissen und positiven Erfahrungen.

 

(Sergej Dorn & Andreas Schultke)

 

Seitenanfang


Modul 2 - Exkursion zur „Schwarzen Pumpe“

Im Rahmen der Vorlesungen des Moduls 2 beschäftigen wir, Studentinnen und Studenten des Masterstudiengangs Recht für öffentliche Verwaltung, uns am Beispiel des Umweltrechts mit den Themen Vollzug und Vollstreckung.
In diesem Zusammenhang unternahmen eine kleine Gruppe von uns gemeinsam mit unseren Dozenten, den Herren Machalz und Kirstein, am 08. Januar 2011 eine Exkursion nach Spremberg im südlichen Brandenburg, wo eines der modernsten Braunkohlekraftwerke zu finden ist.

 

Unter der Bezeichnung Kraftwerk Schwarze Pumpe wird heute das in den Jahren 1993 bis 1998 errichtete und von Vattenfall Europe betriebene Braunkohle-Großkraftwerk verstanden. Es besteht aus zwei Kraftwerksblöcken mit einer Leistung von je 800 MW und befindet sich auf dem Areal des Industrieparks Schwarze Pumpe.

Im März 1993 erfolgte die offizielle Eröffnung der Baustelle „Neubaukraftwerk Schwarze Pumpe“ und im April 1993 wurden die erforderlichen Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt.

 

Am 3. Juni 1998 wurde das neue Braunkohlekraftwerk offiziell in Betrieb genommen, unter anderem in Anwesenheit von Bundeskanzler Helmut Kohl und dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe.

 

Es wurde eine 2×800-Megawatt-Doppelblockanlage für den Grundlastbetrieb auf Basis von Rohbraunkohle errichtet, die die Kohle aus dem benachbarten Tagebau bezieht. Im Groben besteht die Anlage aus zwei Dampferzeugern, einer Turbine, einem Generator und zwei Kühltürmen, die zusammen mit dem Hauptgebäude (mit seiner Aluminium-Fassade), von dessen Dach mit Aussichtspunkt in ca. 160m Meter Höhe man einen weiten Blick ins Land genießen kann, für eine imposante Erscheinung sorgen.

 

Neben der Erzeugung von Elektroenergie gehört die Bereitstellung von Prozessdampf für Unternehmen im nahe gelegenen Industriepark Schwarze Pumpe sowie die Versorgung des Ortes Schwarze Pumpe und der Städte Spremberg und Hoyerswerda mit Fernwärme zu dessen wichtigsten Aufgaben. Seit 2006 wird neben dem Großkraftwerk ein Pilotkraftwerk zur CO2-Abscheidung errichtet.

 

Die Besichtigung der Anlage ist übrigens für alle Interessierten, auch ohne Anmeldung, kostenlos möglich.

Seitenanfang


Modul 10 - Schloß Wendgräben

„Ich will“, ertönt es lauthals aus einem Mund eines Studenten des Masterstudienganges „Recht für die öffentliche Verwaltung“. Dies ist weder eine vermeintliche Antwort auf einen Heiratsantrag, noch eine Antwort auf eine in den letzten Tagen heiß diskutierte Fusion. Dieser Ausruf ist Bestandteil einer stimmbildenden Übung des Kommunikationstrainings, welches in der Zeit vom 3. – 5. Dezember 2007 im Haus der Konrad- Adenauer- Stiftung „Schloß Wendgräben“ stattfand. Im Rahmen des Seminars „Zusammenarbeit im Team- Juristische Entscheidung als komplexer Vorgang“, wurde es 13 RöV- Studenten des 3. Semesters ermöglicht, an sprachlichen, körpersprachlichen, als auch teambildenden Übungen aktiv teilzunehmen. In vielerlei Hinsicht wurden die Teilnehmer geschult: Präsentationsübungen (Wie wirke ich auf die Zuhörer?), als auch die Übungen der Artikulationen (Welches Stimmvolumen habe ich eigentlich?) sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire des besuchten Seminars. Fern von jeglichen Verkehranbindungen und Netzempfang konnten sich so gut wie alle Teilnehmer vollständig auf die Kunst der Rhetorik einlassen. Auch zwischen den Kursinhalten war es in einer vertrauten Atmosphäre möglich die anderen Kommilitonen näher kennen zulernen, als es sonst im Alltag des Studentenlebens üblich wäre. Fernab von beruflichen Zwängen und dem Alltagsstress konnten alle die angebotenen Übungen nutzen, ihre rhetorischen Fertigkeiten und ihre Teamfähigkeit auszubauen sowie wichtige Hinweise zu bekommen, in welchen Teilen eines Vortrages die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich noch verbessern könnten. Insgesamt gesehen war das Seminar, gerade im Hinblick auf die vielfach diskutierten Schlüsselqualifikationen, ein Gewinn für jeden Teilnehmer und sollte weiterhin ein fester Bestandteil des hiesigen Seminars sein. Denn wann sonst, wenn nicht im Rahmen eines solchen Seminars, wird es einem Studenten ermöglicht, seine außerfachlichen Kompetenzen zu stärken und gleichzeitig eine Verknüpfung mit dem fachbezogenen Sachverstand zu erreichen.

 

Janine Hempke (RÖV Team)

Seitenanfang


Modul 2 - Großflughafen Berlin und Brandenburg

Im Rahmen des Studiengangs „Recht der öffentlichen Verwaltung“ (RÖV) am Fachbereich 3 beschäftigte sich der Kurs im Modul „Vollzug und Vollstreckung“ unter anderem mit dem Fall des neuen Großflughafens für Berlin und Brandenburg, dem BBI (Berlin-Brandenburg-International). Um neben dem theoretischem Wissen auch Verwaltungshandeln in der Praxis und seine Konsequenzen für Bevölkerung und Industrie besser verstehen zu können, organisierten unsere Dozenten (Andreas Schlitt und Denis Kirstein) mehrere Exkursionen. Dadurch erhielten wir die Möglichkeit uns die Seite der Verwaltung (Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung in Potsdam), sowie die Seite der betroffenen Gemeinden (Mahlow/Blankenfelde) als auch die der Flughafenbetreiber (BBI-Airport-World) anzuhören. Am 10.12.2007 besuchten wir daher zunächst das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung in Potsdam. Dort erhielten wir durch zwei Mitarbeiter des Ministeriums einen Einblick in das Planfeststellungsverfahren, welches beim Bau von besonders komplexen Vorhaben mit großem räumlichem Koordinierungsbedarf, die öffentlich - rechtliche Zulassung darstellt. Aber auch einigen Aspekte des Umweltschutzes und der Verkehrsanbindung beim Bauvorhaben wurden hier kurz erläutert. In der darauffolgenden Woche (17.12.2007) führte uns unsere Exkursion zunächst in die Gemeinde Mahlow/Blankenfelde. Mahlow/Blankenfelde ist eine Gemeinde, in der Nähe des neuen Großflughafens, die durch die negativen Begleiterscheinungen (hauptsächlich Fluglärm) stark betroffen ist. Durch ein Gespräch mit zwei Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung erhielten wir Gelegenheit die Bedenken, welche die dort lebenden Menschen dem Projekt entgegen bringen, aus erster Hand zu erfahren. Um auch der Gegenseite, also der Seite des Flughafenbetreibers, eine Äußerungsmöglichkeit zu geben, fuhren wir anschließend zur BBI-Airport-World auf dem Gelände des jetzigen Flughafens Schönefeld. Neben der zu erwartenden positiven Darstellung des Projekts aus Unternehmenssicht, hatten wir hier auch die Möglichkeit mittels technischer Simulationen einen realistischen Eindruck von der späteren Geräuschbelästigung zu erhalten. Insgesamt gesehen, erhielten wir durch die drei Exkursionen einen kleinen, aber breit gefächerten Eindruck und würden uns freuen, wenn dieses Element der Vorlesungsgestaltung auch in anderen Modulen Einzug findet.

 

Susann Becker (RÖV Team)

Seitenanfang


Modul 2 - Windkraftanlage Pankow

In diesem Jahr widmete sich das Modul 2 „Vollzug und Vollstreckung“ des Studiengangs „Recht für die öffentliche Verwaltung“ (RöV) schwerpunktmäßig dem Umweltrecht und dessen Umsetzung in der Praxis.

Zu Beginn der Veranstaltung haben wir einen überaus interessanten und zugleich anschaulichen Vortrag von Herrn Dr. Sadler - Leitender Magistratsdirektor a. D. - über das Verwaltungszustellungs- und Verwaltungsvollstreckungsgesetz gehört. Im weiteren Verlauf der Vorlesung führten uns unsere Dozenten - Herr Machalz und Herr Kirstein - in die Materie des Umweltrechts sowie dessen Vollzug und Vollstreckung ein. Schwerpunkte waren hierbei das Bundesimmissionsschutzgesetz, das Bundesbodenschutzgesetz, das Wasserhaushaltsgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

Um den Praxisbezug in dieser Vorlesung zu erhöhen, hat uns Herr Strohbusch – Diplom-Verwaltungswirt aus der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz – alternative Konfliktlösungsmethoden der Verwaltung an Hand eines Fallbeispiels (Regattastrecke Berlin-Grünau) in einem Vortrag mit anschließender Gruppenarbeit aufgezeigt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die erste Windkraftanlage (WKA) Berlins thematisiert. An Hand dieses Beispiels sollten wir das erworbene theoretische Wissen in der Praxis besser verstehen lernen. Dazu hielt Herr Vach – Geschäftsführer der umweltplan projekt GmbH –einen Vortrag über die technischen Daten der WKA, dem Ablauf des Genehmigungsverfahrens nach dem BImSchG und die Probleme, die sich während des Baus ergaben. Im Dezember haben wir uns dann die WKA Pankow, die sich im äußersten Norden Berlins an der Grenze zum Land Brandenburg befindet, angeschaut. Ein Mitarbeiter der umweltplan projekt GmbH nahm sich an diesem kalten Dezembertag die Zeit und klärte uns Vor-Ort über die WKA samt ihrer technischen Daten sowie den Bau von WKA der Firma Enercon auf. Durch die Vor-Ort-Begehung konnten wir uns ein umfassendes Bild über die Anlage machen, so dass uns die Tragweite jener immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren durchaus näher gebracht wurde bzw. besser verständlich wurde.

Die Studierenden, welche als Leistungsnachweis den Exkursionsbericht verfassen, hatten des Weiteren die Möglichkeit ein persönliches Gespräch mit der für das Genehmigungsverfahren zuständigen Sachbearbeiterin aus der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz zu führen und so einen noch umfassenderen Einblick in das Verfahren zu erlangen.

 

Lysann Gordner & Mandy Wegner (RöV – Jahrgang 2008/2009)

 

 

Seitenanfang