„Schein oder Sein“-Tagung zu Tourismus, Forschung und Flughäfen

vom 09. Dezember 2016

© HWR Berlin, Knoll

Aller guten Dinge sind drei – so hat sich das dritte Semester des Studiengangs BWL/Tourismus der HWR Berlin nun schon zum dritten Mal unter dem Motto „Schein oder Sein“ mit spannenden Projekten befasst und die Ergebnisse am letzten Novembertag präsentiert.

 

Für die gesamte Organisation der Tagung, einschließlich der spritzigen Moderation, sowie das leibliche Wohl unserer 50 Gäste sorgte unsere Projektgruppe in enger Zusammenarbeit mit Herrn Wudtke. Nach der Begrüßung durch den Fachrichtungsleiter Prof. Dr. Dr. habil. Soller und der Kurzpräsentation des Fachbereichs Duales Studium durch den Dekan Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner berichtete die erste Projektgruppe über ihre Forschung zum Buchungsverhalten von Hotelgästen und deren Auswirkungen auf die Hotelmarke und die -finanzierung. Besonders bereichernd war der Gastvortrag der Vertreterinnen der Staatlichen Wirtschaftsuniversität St. Petersburg, Frau Dr. Maleewa und Prof. Dr. Dr. habil. Stepanowa, zu der gleichen hotelbezogenen Forschung in St. Petersburg.


Anschließend stellte die zweite Projektgruppe ein kreatives Marketingkonzept für die geplante Namensänderung der Freien Volksbühne e.V. vor, welche Anfang nächsten Jahres vorgenommen wird. Es folgte ein Bericht über die Auswirkungen politischer Instabilitäten im Tourismus am Beispiel der Türkei. Betreut wurde diese Gruppe von dem Reiseveranstalter JT Touristik. Die vierte Projektgruppe hatte sich mit der Kreativdestination Fläming befasst und verschiedene Pakete für neue Zielgruppen erarbeitet. Die letzte präsentierende Gruppe, betreut von der technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft, hatte die Konkurrenz im näheren Umfeld des geplanten Oderland Camps in Falkenhagen analysiert.

 

Einen interessanten und durchaus amüsanten Abschluss bildete der mittlerweile traditionelle Vortrag von Hans-Henning Romberg, der seine Rede über die aktuelle Situation des BER-Flughafens mit „Es hat sich nichts verändert“ begann. Es folgten neue Thesen zur Kapazität des Flughafens (geplante Kapazität ist halb so groß wie das reale Passagieraufkommen) sowie eine neue Prognose der vermutlichen Eröffnung (Mitte Mai 2018). Geschmückt wurde der Vortrag von völlig widersprüchlichen Zitaten der BER-Verantwortlichen.  Die geplante Schließung des Flughafens Tegel bezeichnete Romberg als „völlig irre“. Da die offizielle Eröffnung des BER erst im Dezember 2017 geplant ist, freuen wir uns schon auf den vierten Vortrag Rombergs im November nächsten Jahres.

 

Kathleen Kohlmeyer & Isabell Kunert