Archiv 2010
- Internationaler dualer Bachelor-Studiengang Business Administration/ Logistics and Transportation ist gestartet
- 27. Deutscher Logistik-Kongress „Intelligent wachsen, Growing intelligently“
- Besuch einer Studentengruppe des Bereiches Logistics and Transportmanagement der Hogeschool Rotterdam
- Tag der offenen Tür 2010
- „Erfolgskonzepte für Logistiknetzwerke“ am Tag der Logistik
- Dualer Studiengang auf Englisch: Business Administration/Logistics and Transportation Plätze frei für den Start im Oktober 2010
- Fachrichtung Spedition und Logistik bei der Jahrestagung 2010 des Landesverbandes des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes e. V. (LBBV)
- Exkursion nach Hamburg des Jahrgang 2007
- „Logistik trifft Politik“ – Gemeinschaftsveranstaltung der BVL und der IHK Berlin
- Deutschland bleibt Weltspitze bei Ausund Weiterbildung im Logistiksektor
- Tag der Logistik 2010
Internationaler dualer Bachelor-Studiengang Business Administration/ Logistics and Transportation ist gestartet
Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist der erste englischsprachige duale Studiengang für Logistik am 25.10.2010 an den Start gegangen.
Der Präsident der HWR Berlin, Prof. Dr. Reissert, begrüßte die über 80 Teilnehmer, die zum Opening des Studiengangs gekommen waren.
Bernhard Simon, Geschäftsführender Gesellschafter der Dachser GmbH und Co. KG, hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Nachwuchs-arbeit für Unternehmen hervor, die auch morgen noch erfolgreich am Markt agieren wollen. Deutschland mit seiner weltweit leistungsfähigsten Logistikbranche die über ein hervorragendes Know-How auf diesem Gebiet verfügt, muss, um diese Position zu halten, intensiv in die Mitarbeiterentwicklung investieren. Dabei ist, aufgrund der globalen Wirtschaftsverflechtungen, schon im Studium eine internationale Ausrichtung unbedingt erforderlich. Dachser selbst ist weltweit heute bereits an 306 Standorten vertreten. Das Unternehmen engagiert sich durch Kooperationen mit unterschiedlichsten Ausbildungs¬anbie¬tern. Ein solch breites Portfolio an Ausbildungs- und Studienangeboten ermöglicht, so Simon, die Verfügbarkeit von qualifizierten Nachwuchs¬kräften in allen Unternehmensbereichen. Im Rahmen der Kooperation mit der HWR Berlin stellt die Dachser GmbH & Co. KG für diesen Studiengang eine Stiftungsprofessur zur Verfügung.
Sabine Gehrig, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, überbrachte die Grußworte der Berliner Wirtschaft. Sie unterstrich die Bedeutung der internationalen Ausrichtung des Logistikstudiums und würdigte dabei besonders das duale Lernkonzept mit seiner Verknüpfung von Hochschule und Unternehmen als Praxispartner.
Die Studierenden wurden schließlich von der Dekanin des Fachbereichs II, Prof. Dr. Dorle Linz, begrüßt und zu ihrer gelungenen Wahl für den ersten englischsprachigen dualen Logistikstudiengang beglückwünscht. Dies fördert zugleich das internationale Profil der Hochschule und des Fachbereichs in besonderem Maße.
In seiner Eröffnungsvorlesung zeigte Prof. Dr. Harald Gleißner, Leiter des neuen Studienprogramms und Direktor des Instituts für Logistik der HWR Berlin, die wirtschaftspolitischen Hintergründe und Zusammenhänge der Globalisierung auf. Neben den traditionell erzeugniss- und produktionsorientierten weltweiten Verknüpfungen nehmen mehr und mehr auch verbrauchs- und konsumorientierte Güterbewegungen das logistische Leistungsspektrum in Anspruch. Die HWR Berlin kommt damit konkret dem Bedarf deutscher und internationaler Unternehmen nach logistisch ausgebildetem Managementnachwuchs für Einsätze in europaweiten und globalen Netzwerken nach. Sie leistet damit als eine der ersten deutschen Hochschulen mit einem dualen Studiengang auch einen Beitrag im Sinne der von der Bundesregierung Ende 2008 im „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ vorgeschlagenen Maßnahme (F4) zur internationalen Profilierung der Logistik-Hochschulausbildung in Deutschland.
Prof. Dr. Gleißner dankte allen Beteiligten für die geleistete Aufbauarbeit und dem Unternehmen Dachser in besonderem Maße für die partnerschaftliche Unterstützung in Form der Stiftungsprofessur.
Das Studium hat zwei wesentliche Markenzeichen. Erstens können die 21 deutschen und ausländischen Studienanfänger aus zehn Nationen bereits im Studium Erfahrungen in der interkulturellen Zusammenarbeit machen. Zweitens kommen die an der Hochschule gelernten theoretischen Grundlagen in den jeweils sich anschließenden Praxisphasen in ihrem Partnerunternehmen direkt zur Anwendung.
Die Studierenden haben außerdem die Möglichkeit ein Semester an einer der Partner¬hochschulen der HWR Berlin im Ausland durchzuführen.
Das Studium findet vollständig in englischer Vorlesungssprache statt und führt in sechs Semestern zum Bachelor of Arts mit 210 ECTS-Credit-Points.
Nach ihrem Studium können die Absolventen ohne weitere Einarbeitungs-zeit direkt im internationalen Bereich ihres Unternehmens in Deutschland oder in ausländischen Dependancen und Niederlassungen eingesetzt werden. Ein späteres Masterstudium ist mit diesem Abschluss ebenfalls möglich.
Ausbildungspartner im dualen Studiengang Business Administration / Logistics and Transportation sind Logistik-, Industrie- und Handelsunternehmen, die Wert auf eine qualitativ hochwertige und zielgerichtete Ausbildung mit dem konsequenten Wechsel zwischen Theorie und Praxis legen. Die HWR Berlin kann interessierte Unternehmen noch als Ausbildungspartner aufnehmen.
Das Studium Business Administration/ Logistics and Transportation in Berlin ist frei von Studiengebühren.

Weitere Bilder finden Sie unter userpage.fu-berlin.de/fhwwebm/galerien/Opening_SPI_2010/
27. Deutscher Logistik-Kongress „Intelligent wachsen, Growing intelligently“
Auch in diesem Jahr war die HWR Berlin mit der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik auf dem großen deutschen Logistik-Kongress vom 20.10.-22.10.2010 im Hotel Intercontinental vertreten. Die Fachrichtung präsentierte sich auf dem Gemeinschaftsstand des Logistiknetzes Berlin/ Brandenburg. Neben dem Leistungsangebot der Fachrichtung interessierten sich die Kongressteilnehmer vor allem für das neue Studienangebot Business Administration/ Logistics and Transportation, das am Stand vorgestellt wurde. 13 Studierende des 3. Semesters unterstützten die Kongressorganisation als Helfer und erhielten so die Chance, einen Blick hinter die Kulissen des Logistik-Kongresses zu werfen.
Auf dem ersten Logistikkongress nach der wirtschaftlichen Krise war der Optimismus der Unternehmen ganz deutlich zu spüren. Mit 3.400 Gästen und ca. 200 Ausstellern knüpfte die Veranstaltung wieder an das Vorkrisenniveau an. Da die Logistik ein innovativer und allgegenwärtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung ist und die Branche nach der Krise wieder deutlich wächst, war das Kongressmotto „Intelligent wachsen“ entsprechend treffend gewählt. Der positive Aufschwung der Logistikbranche wird insbesondere in dem von der BVL herausgegebenen Logistikindikator (http://www.bvl.de/Service/Logistik-Indikator/2-Quartal-2010/Logistik-Indikator-2-Quartal-2010) deutlich.
Ein wichtiges Thema des Kongresses war die humanitäre Logistik im Katastrophenfall und ihre Optimierungsmöglichkeiten. Gastländer waren in diesem Jahr die nordischen Nachbarn von Finnland bis Island. Aufgrund ihrer geografischen Lage und der besonderen klimatischen Bedingungen stellen die Logistik immer wieder vor große Herausforderungen. So sind die nordischen Länder pragmatische Vorbilder in vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen.
Besuch einer Studentengruppe des Bereiches Logistics and Transportmanagement der Hogeschool Rotterdam
Ein einwöchiger Besuch Rotterdamer Logistikstudenten in Berlin machte für die Fachrichtung BWL/Spedition und Logistik der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) an einem Tag einen Austausch von Studiengangserfahrungen zwischen Holland und Deutschland möglich.
Prof. Dr. Harald Gleißner erläuterte in einem Vortrag das Prinzip des dualen Studiums, das in Holland in dieser Form weniger bekannt ist. Besonderes Interesse zeigten die Gäste aus Rotterdam an der engen Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis und an der festen Studienzeit von 6 Semestern.
Die Perspektive, dass es ab Oktober 2010 einen internationalen englischsprachigen Kurs in der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik geben wird, stieß auf allgemeines Interesse, vor allem in Hinblick auf angestrebte Kooperationsaktivitäten der Hogeschool Rotterdam im Bereich Logistik mit dem Fachbereich 2 der HWR.
Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen wurden rege die Erfahrungen mit den unterschiedlichen Studienformen und –inhalten zwischen Studierenden und Dozenten ausgetauscht und miteinander verglichen. Auch die kulturellen Unterschiede zwischen den benachbarten Ländern und die Vorzüge der Hauptstadt Berlin verglichen mit den Möglichkeiten der bedeutenden Hafenstadt Rotterdam, waren Inhalt lebendigen Austausches.
Der Besuch der holländischen Studentengruppe war eine sehr gelungene Idee, dem Gedanken der Internationalität in der Logistik gerecht zu werden.
Die Verbindung zwischen der HWR und der Hogeschool Rotterdam soll durch Studierenden- und Dozentenaustausch ausgebaut werden.
Tag der offenen Tür 2010
Logistik nicht nur aus dem Augenwinkel.
Am 27.05.2010 öffnete der Fachbereich 2 der HWR Berlin traditionsgemäß seine Pforten, um vorwiegend Schülern der Oberstufen aus der Region einen umfassenden Überblick über das Angebot der 16 verschiedenen Disziplinen im Hause zu geben.
Ca. 700 Besucher informierten sich vor Ort direkt bei Studierenden und Ausbildungsunternehmen.
Die Fachrichtung BWL/Spedition und Logistik präsentierte sich zusammen mit einigen ihrer Partnerunternehmen: Personalverantwortliche von Dachser, Kraftverkehr Nagel, Kaufland, Lidl und der Bahn. Sie standen zusammen mit ihren Studierenden sowie dem Fachleiter und den Mitarbeiterinnen der Fachrichtung den Besuchern Rede und Antwort.
Die Fragen reichten von den Bewerbungsmodalitäten bis zu ganz persönlichen Fragen an die Studierenden über „do’s“ und „don’t’s“ im Studium, Arbeitspensum und Vereinbarkeit von Praxis und Studium sowohl zeitlich, als auch räumlich.
Die Unternehmen stellten die Vielfalt und Bandbreite von Logistik und die Verzahnung der ausstellenden Unternehmen plastisch dar und so mancher begriff wohl zum ersten Mal, wie jeder Einzelne selbst im Alltag bereits in logistische Prozesse involviert ist.
Die Studierenden überzeugten durch ihre Fachkenntnis und die unmittelbare Nähe zu den Schülerinnen und Schülern. Sie stellten die Vorteile der Verzahnung von Theorie und Praxis in diesem hochkomplexen Genre dar.
Schwerpunkt der diesjährigen Präsentation war das internationale Studienangebot „Business Administration/ Logistics and Transportation“, das im Herbst erstmals angeboten wird. Es ist der einzige in Deutschland angebotene duale, englischsprachige Bachelorstudiengang und richtet sich an Studierende aus dem In- und Ausland.
„Erfolgskonzepte für Logistiknetzwerke“ am Tag der Logistik
Neben 332 anderen Veranstaltungen zum Tag der Logistik am 15. April 2010, fand in diesem
Jahr ein Logistik-Praxisseminar im DB Tower am Potsdamer Platz mit dem Titel
„Erfolgskonzepte für Logistiknetzwerke“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Bereich Logistik der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit DB Schenker organisiert und durchgeführt.
Eingeladen waren Praktiker und Studierende aus verschiedenen Hochschulen Berlins, auch Studierende der Fachrichtung BWL / Spedition und Logistik der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin nutzen diese Gelegenheit.
Zu den Hauptvorträgen der Referenten aus der Wirtschaft gab es Co-Referate durch Professoren der TU und der HWR Berlin zu verwandten Themen. Vorgestellt wurden Erfolgsbeispiele für Logistikkonzepte in der Praxis. Dazu gehörten das Logistikkonzept der Würth Gruppe, dem Gewinner des Logistikpreises 2009, vertreten durch Andreas Nögel und ein Konzept für integrierte Lösungen für nachhaltige Transportketten, vorgestellt durch Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics.
Des Weiteren referierte Dr. Stefan Kasperowski, Vertreter von BMW Motorrad, zum Thema Kundenorientierung in der Logistik, das themenverwandte Co-Referat zu diesem Thema wurde von Prof. Dr. Harald Gleißner präsentiert.
Im letzten Teil des Seminars lag der Schwerpunkt auf ressourceneffizienter Logistik. Geschlossen wurde dieses Thema durch eine Podiumsdiskussion unter anderem mit den o. g. Vertretern aus Lehre und Praxis.
Im anschließenden Get-Together bestand für alle Beteiligten die Möglichkeit mit einigen Vertretern der Unternehmen in Kontakt zu treten und unbeantwortete Fragen zu diskutieren.
Autor: Sven Bewer, Studierender der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik, Jg. 2009
Dualer Studiengang auf Englisch: Business Administration/Logistics and Transportation Plätze frei für den Start im Oktober 2010
Mit einem neuen englischsprachigen Studienangebot im dualen System startet die HWR Berlin im Oktober 2010. Am Fachbereich Berufsakademie wird erstmalig in der Fachrichtung BWL/Spedition und Logistik das Programm Business Administration / Logistics and Transportation in englischer Sprache angeboten. Interessierte können sich ab sofort für dieses internationale Studium bewerben.
Das Studienangebot wird der ständig wachsenden Nachfrage nach englischsprachigen und international ausgerichteten Studienmöglichkeiten im Bereich Logistik gerecht. Das Angebot erfüllt insbesondere den konkreten Bedarf deutscher und internationaler Unternehmen an logistisch ausgebildetem Managementnachwuchs für Einsätze in deren europaweiten bzw. globalen Netzwerken.
Mit diesem Studienangebot erfüllt die HWR Berlin darüber hinaus als eine der ersten deutschen Hochschulen die von der Bundesregierung Ende 2008 im „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ vorgeschlagene Maßnahme (F4) zur internationalen Profilierung der Hochschulausbildung in der Logistik. Das Studium basiert auf den qualitativen hochwertigen und akkreditierten Lehrinhalten der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik des Fachbereiches 2 (mit 210 Credits).
Angesprochen sind deutsche und ausländische Studierende für die nach dem Studium eine Berufstätigkeit im internationalen Bereich in Deutschland bzw. in ausländischen Dependancen und Niederlassungen vorgesehen ist. Durch das duale Studienmodell können die Studierenden an das deutsche Mutterunternehmen und möglicherweise weitere ausländische Tochterunternehmen herangeführt werden.
Desweiteren stehen für Studierenden das Angebot der Partnerhochschulen der HWR Berlin für die Absolvierung von Auslandsstudiensemestern offen. Alle Vorlesungen, Übungen, Klausuren, Studien- und Abschlussarbeiten etc. werden ausschließlich in Englisch angeboten.
Zugelassen werden Studierende, die, wie bei den anderen dualen Studiengängen auch, einen Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen nachweisen und die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen für das Studieren an der HWR erfüllen. Zusätzlich ist ein Sprachnachweis in Englisch (ELSA- oder TOEFEL-Test) zu erbringen. Zur Studiengangsseite
Fachrichtung Spedition und Logistik bei der Jahrestagung 2010 des Landesverbandes des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes e. V. (LBBV)
Am 27. März 2010 fand im WISTA-Tagungszentrum des Wissenschaftszentrums in Berlin Adlershof die Jahrestagung vom Landesverband des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes e. V. (LBBV) statt. Der LBBV (www.lbbv.de) ist ein mitgliederstarker Branchenverband, der vor allem das klein- und mittelständische Verkehrsgewerbe und seine Interessen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik vertritt. Der Verband ist unter anderem dem Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung e. V. (BGL) (www.bgl-ev.de), dem Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV) (www.dslv.org) und dem Bundesverband Möbelspedition und Logistik e. V. (AMÖ) (www.amoe.de) angeschlossen. Er informiert Regierungen, Behörden, Öffentlichkeit und Medien über die Bedeutung und Probleme des gewerblichen Straßengüterverkehrs. Zusammen mit den Bundesverbänden initiiert der LBBV Image-Kampagnen in Funk und Medien und organisiert Veranstaltungen zur Erzielung höherer Akzeptanz des Lkw in der Öffentlichkeit.
Im ersten Teil der Tagung fand die jährliche Mitgliederversammlung mit Bericht des Vorstandes statt.
Im zweiten Teil hielt der Leiter der Fachrichtung BWL/Spedition und Logistik aus dem Fachbereich Berufsakademie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Professor Dr. Gleißner, einen Vortrag zum Thema „Erfolgreich durch die Krise – Logistikunternehmen im Mittelstand“. Prof. Dr. Gleißner, der als Direktor des Instituts für Logistik der HWR seine Forschungs- und Praxistransferschwerpunkte vor allem auf klein- und mittlere Unternehmen (KMU) der Logistikdienstleistungsbranche legt, referierte über die Entwicklung der KMU in der derzeitigen Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Herausforderungen. Interessant ist, dass deutsche Kleinunternehmen mit einem Umsatz unter 1 Million Euro pro Jahr, nach einer Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes aus dem Jahre 2009, mit rund 10 % eine weitaus höhere Umsatzrendite aufweisen als Großunternehmen, die im Durchschnitt nur knapp über 2 % erzielen. Professor Gleißner zeigte danach Erfolgstrategien auf, mit denen die Branche nicht nur in Krisenzeiten auf Erfolgskurs bleiben kann. Im Zentrum dieser Erfolgsstrategien stehen Maßnahmen zur Liquiditätssicherung, Kooperationen und Netzwerkpartnerschaften und ein Engagement in der Personalentwicklung und Ausbildung. Dabei ging Professor Gleißner auch auf das deutsche und internationale duale Studienangebot an der HWR Berlin ein.
Als zweiter Redner konnte Hans Wall, als Gründer der Wall AG weithin bekannt, die Zuhörer mit seiner persönlichen Erfolgsstory begeistern. Die Kernbotschaft von Hans Wall lautete: „Wenn man etwas wirklich will, wird man es auch schaffen“. Er hat dies in seinem Bestseller „Aus dem Jungen wird nie was“ für alle nachlesbar in brillanter Weise im Detail dokumentiert.
Die gesamte Veranstaltung wurde begleitet von einer Ausstellung rund um die Logistik und das Verkehrsgewerbe, auf der Unternehmen der und für die Branche ihre Dienstleistungen mit Messeständen vorstellen konnten. Die Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik war mit ihrem Messestand ebenfalls vertreten. Der Messestand wurde von Joana Latorre, Assistentin der Fachrichtung, und den Studierenden des 1. Semesters Lisa Birkholz und John-Vincent Gerstner betreut. Die Studierenden konnten den Besuchern ihre positiven Erfahrungen über das duale Studium aus erster Hand schildern.
Die Jahrestagung des LBBV war eine gelungen Veranstaltung auf der die Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik als wichtige Bildungseinrichtung der Region Flagge zeigen konnte.
Exkursion nach Hamburg des Jahrgang 2007
Vom 3. bis 5. März 2010 unternahm das 6. Semester der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik unter Leitung von Prof. Dr. Gleißner seine traditionelle Seehafenexkursion nach Hamburg. Mit dabei waren Prof. Dr. Frank Giesa, Prof. Dr. Hans Dieter Schulze, die Assistentin der Fachrichtung Frau Joana Latorre und weitere Studierende der Fachrichtung Industrie.
Das Ziel des ersten Exkursionstages war die Produktionsstätte des Fördertechnikherstellers Jungheinrich AG in Norderstedt, wo die Studenten miterleben konnten, wie Jungheinrich seine Produktionsprozesse, u. a. von Gabelstaplern, gestaltet und auf die individuellen Kundenanforderungen eingeht. Anschließend besuchten die Studierenden die Peter Kölln KGaA Haferflockenfabrik. Neben einer Führung bis unter das Dach des Hochregallagers und durch die Müsliproduktion wurde den Studierenden das Firmenprofil und die Marketing- und Vertriebsphilosophie präsentiert.
Am 4. März, dem zweiten Exkursionstag, besuchte ein Teil der Gruppe das Logistikzentrum der Gebr. Heinemann KG, der andere Teil war zu Gast im Europalager von Hennes & Mauritz. Gebr. Heinemann versorgt von ihrem Logistikzentrum in Hamburg – Allermöhe Duty Free Shops an ca. 50 Flughäfen in 18 Ländern. Es können täglich bis zu 200 LKW abgefertigt und 3.500 Paletten umgeschlagen werden. Besonders imposant waren der hohe Automatisierungsgrad und die moderne Technik, die zur Lagerung und zum Umschlag der Waren eingesetzt werden. Im Europalager von H&M, einem der führenden Textileinzelhandelsunternehmen, wurde den Studierenden das weltweite Logistikkonzept des Unternehmens vom Produktionsort der Kleidung bis in die Verkaufsfilialen vorgestellt. Das Logistikzentrum von H&M wurde mit Planungsunterstützung des Beratungsunternehmens Pierau Planung in Hamburg erstellt. Geschäftsführer Arne Pierau erläuterte die Planungsphasen zu dem Projekt H&M und stellte die unterschiedlichen logistischen Prozesse vor. Im Anschluss konnten die Studierenden selbst die Logistikabläufe und ihre Komplexität in Augenschein nehmen.
Am Nachmittag besichtigten die Studierenden die durch Kühne & Nagel AG Co. KG betriebene Logistik der Firma Beiersdorf AG und das Matrialwirtschaftszentrum (MWZ) der Stute Verkehrs-GmbH. Kühne & Nagel betreibt in Hamburg eines der weltweit sieben Versorgungslager für Pflege- und Wellnessprodukte von Beiersdorf. Das bekannteste Produkt der Firma Beiersdorf ist Nivea, es jedoch nur eines von vielen, die in Hamburg gelagert und umgeschlagen werden. Die Stute Verkehrs-GmbH betreibt am Standort Hamburg-Hausbruch ein Materialwirtschaftszentrum exklusiv für die Airbus Deutschland AG. Konzipiert für die Produktion des Airbus A380 werden hier primär Kleinteile für die Produktionsversorgung gelagert, kommissioniert und die direkt an die Produktion angeliefert. Die Studierenden bekamen die Möglichkeit die Logistikabläufe im MWZ zu erkunden und die enge Verzahnung der Abläufe mit der Airbus Deutschland AG nachzuvollziehen.
Das Highlight der Exkursion war eine Hafenrundfahrt durch die großen Hafenbecken der Hansestadt und der sich daran anschließende Besuch des Container Terminals Burchardskai (CTB) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Nach einem einführenden Vortrag zur Entstehung und Erweiterung des Terminals fuhr die Besuchergruppe durch die Anlagen des Terminals und erlebte die Be- und Entladung der großen Containerschiffe sowie die logistischen Abläufe im Containerterminal.
Traditionell wurde in Hamburg auch der mit der Exkursion verbundene „Heimatabend“ zelebriert. Hier kamen Studierende und Ehemalige der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik in gemütlicher Atmosphäre zusammen. Die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches wurde im Sinne des Alumnigedankens genutzt, um über Zukunftsperspektiven und Erfahrungsberichte der Studenten des 6. Semesters und der Ehemaligen zu sprechen, aber auch um an die „gute alte Zeit“ zu erinnern.
„Logistik trifft Politik“ – Gemeinschaftsveranstaltung der BVL und der IHK Berlin
Am 24.02.2010 fand das 104. Treffen der BVL- Regionalgruppe Berlin/ Brandenburg statt, eröffnet wurde die Veranstaltung durch stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin Christian Wiesenhütter und den BVL Regionalgruppensprecher und Leiter der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik Prof. Dr. Harald Gleißner.
Die traditionelle Gemeinschaftsveranstaltung der BVL Regionalgruppe Berlin/ Brandenburg und der IHK Berlin bot etwa 100 Interessenten drei spannende Vorträge unter dem Motto „Logistik trifft Politik“ und die Verleihung einer Ehrenurkunde. Auch viele Studierende der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik nutzten diese Gelegenheit.
Nach der Eröffnung machte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, den Anfang. Er erläuterte die Güterverkehrs- und Logistikpolitik der Bundesregierung in der neuen Wahlperiode. Mücke rief die Anwesenden auf, durch Beiträge an die Politik mitzuhelfen, die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandortes Deutschland weiter zu steigern. Schließlich gilt es Platz 1 als Logistikweltmeister, so die Weltbank-Studie „Connecting to Compete“, zu verteidigen.
Dr. Bernd Pahnke, Vice President Business Development der DB Mobility Logistics AG, zeigte anschließend die DB Schenker Logistikstrategien des neuen Jahrzehnts auf. Er erläuterte Trends, die DB Schenker für seine Logistiksparte identifiziert hat und verfolgen will.
Den Abschluss bildete der Vortrag über die Zukunftsperspektiven der Logistikregion Berlin/ Brandenburg von Prof. Dr. Herbert Sonntag. Neben seiner Funktion als Vizepräsident der TH Wildau und Leiter des Studienganges Verkehrslogistik ist Prof. Dr. Sonntag auch Vorstandsvorsitzender des Logistiknetzes der Region Berlin/ Brandenburg.
Die anschließende Diskussion zeigte deutlich das Interesse der Zuhörer, da viele Fragen gestellt wurden, denen sich das Podium annahm.
Die BVL Regionalgruppe Berlin/ Brandenburg erhielt aus den Händen von Christian Wiesenhütter eine Ehrenurkunde für die mittlerweile 25-jährige Tradition einer gemeinsamen Veranstaltung mit der IHK Berlin und die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit.
Ebenso traditionell war das Get-Together der Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung, hier konnten die vorangegangenen Referate und die Diskussion noch einmal in Einzelgesprächen reflektiert werden.

- Jan Mücke (Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVBS), Prof. Dr. Harald Gleißner (Leiter der Fachrichtung BWL/ Spedition und Logistik), Dr. Bernd Pahnke (Vice President Business Development der DB Mobility Logistics AG), Prof. Dr. Herbert Sonntag (Vizepräsident der TH Wildau, Leiter des Studienganges Verkehrslogistik)
Deutschland bleibt Weltspitze bei Ausund Weiterbildung im Logistiksektor
Branche investiert auch in der Krise in Bildung
von Ingrid Kudirka erschienen im Semester Journal 2/2009
Deutschland hat die weltweit größte Bildungsvielfalt im Bereich Logistik: 44 Universitäten, 71 Fachhochschulen und 14 Berufsakademien vermitteln logistisches Wissen. Damit gehört Deutschland gemessen an der Angebotsdichte zur Weltspitze. Die HWR Berlin bietet einen internationalen Bachelorstudiengang "Business Administration / Logistics and Transportation" mit Englisch als Vorlesungssprache an. Ausgewiesene und international anerkannte Expert/innen unterrichten dieses Fachgebiet, das auch in anderen Studienprogrammen verankert ist.
Tag der Logistik 2010
Der Tag der Logistik der Bundesvereinigung für Logistik e.V. (BVL) findet auch in diesem Jahr, am 15. April 2010, mit zahlreichen Veranstaltungen logistischen Schwerpunkts u.a. in Berlin und Brandenburg statt. Nach der erfolgreichen Veranstaltung 2009, als die Fachrichtung Spedition und Logistik der HWR Berlin erstmalig mit der TFH Wildau kooperierte und gemeinsam eine der Veranstaltungen durchführte, werden auch 2010 Veranstaltungen in Kooperation stattfinden. Eine Übersicht der Veranstaltungen sowie Hinweise zur Anmeldung stehen auf der Homepage der BVL zur Verfügung.











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