Institut für angewandte Forschung Berlin e. V. (IFAF)
Um den Transfer von Forschungsergebnissen der Fachhochschulen zu bündeln, zu mobilisieren, leichter zugänglich und noch sichtbarer zu machen, hat die HWR Berlin im September 2009 zusammen mit den drei anderen staatlichen Berliner Fachhochschulen, der Alice-Salomon-Hochschule für Sozialpädagogik und Sozialarbeit, der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin das "Institut für angewandte Forschung Berlin e. V." gründet, das aus Mitteln des Masterplans "Wissen schafft Berlins Zukunft" des Senats in den Jahren 2010 und 2011 jährlich mit 2 Mio. Euro gefördert wird.
Das Institut wird geleitet durch den Vorstand des Trägervereins. Mitglieder des Vorstandes sind qua Amt die Forschung zuständigen Mitglieder der Hochschulleitung der beteiligten Hochschulen. Dies sind:
Prof. Dr. Theda Borde, ASH, Vorsitzende
Prof. Dr. Matthias Knaut, HTW, stellv. Vorsitzender
Prof. Dr. Clemens Arzt, HWR Berlin, Schatzmeister
Prof. Dr. Sebastian von Klinski, Beuth HS, Schriftführer
Weitere Organe des Trägervereins sind die Mitgliederversammlung und das Kuratorium. Das Kuratorium gibt Empfehlungen zur Förderungspraxis (Förderstatut).
Das Kuratorium entscheidet über Anträge auf Förderung von Projekten einschließlich der Förderhöhe auf der Grundlage von fachlichen Begutachtungen, die vom Vorstand einzuholen und dem Kuratorium vor der Beschlussfassung vorzulegen sind.
Vorsitzender des Kuratoriums ist Werner Gegenbauer, der ehemalige Präsident der IHK Berlin.
- Kompetenzzentren
- Förderfähige Vorhaben
- Projekte des IFAF unter Federführung des Kompetenzzentrums für Wirtschaft und Verwaltung
Kompetenzzentren
Im Rahmen des Instituts für angewandte Forschung haben die vier beteiligten Hochschulen Kompetenzzentren eingerichtet. Die Kompetenzzentren bündeln die für die Wissensvermittlung in die Anwendung insbesondere durch KMU notwendigen Aktivitäten und sollen die Drittmittelfähigkeit der Hochschulen stärken. Darüber hinaus leisten die Kompetenzzentren einen Beitrag für die Vernetzung der angewandten Hochschulforschung mit den universitären und außeruniversitären Forschungskompetenzen in Berlin.
Eingerichtet wurden
- das Kompetenzzentrum Ingenieurwissenschaften an der Beuth Hochschule,
- das Kompetenzzentrum Angewandte Informatik an der die Hochschule für Technik und Wirtschaft,
- das Kompetenzzentrum Wirtschaft und Verwaltung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht,
- das Kompetenzzentrum Integration und Gesundheit an der Alice-Salomon-Hochschule.
Das Kompetenzzentrum „Wirtschaft und Verwaltung“ an der HWR Berlin wird geleitet vom Vizepräsidenten für Forschung und Datenschutz.
Er wird unterstützt durch einen aus Mitteln des IFAF finanzierten Forschungskoordinator, für das KTZ Wirtschaft und Verwaltung, Jens Westerfeld.
Förderfähige Vorhaben
Ab der 7. Förderrunde (frühsmöglicher Projektbeginn 1.10.2011) werden durch das Institut gefördert:
Verbundprojekte eines Kompetenzzentrums (Förderlinie 1)
Es werden Projekte gefördert, an denen mindestens 2 der am Institut beteiligten Hochschulen und mindestens 1 externer Partner beteiligt sind. Der externe Partner muss sich mit mindestens 10 % des Fördervolumens beteiligen, wobei diese Mittel auch durch Eigenleistungen erbracht werden können.
Kofinanzierungen in Forschungsprogrammen
(Förderlinie 2)
Werden im Rahmen von EU- oder nationalen Programmen oder durch Organisationen, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Forschungsförderung gehört, geförderten Forschungsprojekten Kofinanzierungen durch eine der am Institut beteiligten Hochschulen fällig, so können diese grundsätzlich auch dann übernommen werden, wenn es sich nicht um einen Verbundantrag nach Förderlinie 1 handelt, wenn alle anderen der am Institut beteiligten Hochschulen der Übernahme einer möglichen Kofinanzierung vor Antragstellung zugestimmt haben. Die Kofinanzierung darf einen Anteil von 20 % der Gesamtkosten der antragstellenden Hochschule nicht übersteigen.
Kofinanzierung im Rahmen von europäischen Strukturfondsmitteln (Förderlinie 3)
Bei durch den Europäischen Strukturfond geförderten Forschungsvorhaben kann eine Kofinanzierung übernommen werden:
- bis zu 30 %, wenn 2 der am Institut beteiligten Hochschulen Antragsteller sind,
- bis zu 50%, wenn mindestens 3 der am Institut beteiligten Hochschulen
Antragsteller sind.
Der Vorstand des IFAF hat in Einvernehmen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung entscheiden, ab der 6. Förderrunde keine Anträge in der Förderlinie anzunehmen.
Lehrdeputatsreduktion (Förderlinie 4)
Professorinnen und Professoren der am Institut beteiligten Hochschulen können zur Durchführung von Vorhaben gemäß Buchstabe (a) längstens für die Dauer des Projektes eine Lehrdeputatreduktion von bis zu 9 SWS (derzeit gemäß § 9 Abs. 6 LVVO) beantragen. Das Institut finanziert den Ersatz für die Lehre. Das Einverständnis der Hochschule muss bei Entscheidung über den Antrag durch das Kuratorium vorliegen.
Sabbaticals und anteilige Freistellungen (Förderlinie 5)
Professorinnen und Professoren der am Institut beteiligten Hochschulen können eine Freistellung von der Lehre für 1 oder 2 Semester oder eine Lehrdeputatreduktion bis zu 9 SWS (derzeit gemäß § 9 Abs. 6 LVVO) für maximal 4 Semester im Rahmen eines zuvor extern und unabhängig begutachteten und durch Drittmittel geförderten Forschungsprojekts beantragen, für das nicht ausreichende Mittel für Lehrdeputatsermäßigungen durch den Fördergeber zur Verfügung gestellt werden. Voraussetzung hierfür ist die Beteiligung von mindestens einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mindestens einem externer Partner an diesem Forschungsprojekt sowie die Übereinstimmung des Forschungsprojektes die mit den Förderzielen des IFAF. Das Institut finanziert den Ersatz für die Lehre. Das Einverständnis der Hochschule muss bei Entscheidung über den Antrag durch das Kuratorium vorliegen.
Hochschulübergreifende ‘freie Forschungsprojekte‘ (Förderlinie 6)
Unter ´freie Forschungsprojekte´ fallen solche Projekte, die finanziell nicht im Rahmen von Drittmittelprogrammen und auch nicht durch regionale Partner unterstützt werden. Freie Forschungsprojekte bedürfen der Zustimmung aller am Institut beteiligten Hochschulen.
Projekte des IFAF unter Federführung des Kompetenzzentrums für Wirtschaft und Verwaltung
- Therapiebedingte Versorgungsbedarfe ambulant behandelter onkologischer PatientInnen im häuslichen Umfeld und deren ökonomische Implikationen
Projektleitung: Prof. Dr. Jochen Breinlinger-O´Reilly - Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgerlücke im Mittelstand (MINA),
Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Felden - "Bloß keine Schulden?" - Geschlechterdifferenzen in der Gründungsfinanzierung,
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Gather. - DIVITEC: Gestaltbare Technologien & Diversity im Berliner KMU-Sekto (Text im Anhang)
Projektleitung: Prof. Dr. Heike Wiesner - Social Media in der Unternehmenskommunikation (SMUK)
Projektleitung: Prof. Dr. Dirk-Mario Boltz - CCM:Cross-Cultural Mentoring für KMU - ein Beitrag zur Integration
Projektleitung: Prof. Dr. Pakize Schuchert-Gülery


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