Herr, Hansjörg
Hübner, Kurt
Währung und Unsicherheit in der globalen Ökonomie.
Eine geldwirtschaftliche Theorie der Globalisierung
edition sigma, Berlin 2005
ISBN 3-89404-993-6
Die facettenreiche Globalisierungs-Debatte stellt vielfach Handels- und Finanzströme, die Migration von Menschen, die Internationalisierung von kulturellen Mustern bzw. medialen Inhalten - oder eine Mischung solcher Faktoren - als Hauptcharakterisierung ins Zentrum. Sofern Globalisierungstheorien strikt ökonomisch ausgerichtet sind, stoßen sie oft rasch an die Grenzen der Erklärungskraft herkömmlicher Paradigmen; und nur selten wird dabei die Rolle von Währungen speziell gewürdigt. Herr und Hübner betreten hier Neuland, indem sie eine geldwirtschaftliche Theorie der Globalisierung entfalten, die das Zusammenspiel von Unsicherheit, Währungsmärkten und globaler Stabilität in den Mittelpunkt rückt. Ausgehend von einer Analyse und Kritik heute verbreiteter theoretisch-ökonomischer Ansätze untersuchen sie, wie sich die steile Zunahme der Zahl von Finanz- und Währungskrisen seit den 1970er Jahren erklären lässt und welchen Beitrag der Umbau globaler Finanz- und Währungsmärkten zu einer stichhaltigen Globalisierungstheorie leistet. Fallanalysen zu der Währungskrise der südostasiatischen 'Tigerökonomie', zum Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems sowie zum Revival der Hegemonialökonomie der USA veranschaulichen und vertiefen diesen innovativen Ansatz.
Hansjörg Herr ist Professor für Supranationale Wirtschaftsintegration an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin.
Kurt Hübner ist derzeit Gastprofessor an der York University in Toronto, Kanada.



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