Cover des Buches

Boltz, Dirk-Mario

Medienheimat. Die Zukunft von Marken.

Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2007

ISBN 978-3-87439-722-3

 

Medienheimat. Was soll das sein?

Diese Frage wird durch die seltsame Allianz aus Medien und Heimat provoziert. Wird mit Medienheimat nicht Unvereinbares zusammengebracht? Hier die aufregende Gegenwart einer vernetzten Mediengesellschaft, dort der verkitschte Blick in eine „Früher-war-alles-besser“-Zeit? YouTube, iPod und „Bild“-Leserreporter gegen Hirschgeweih, Bergidylle und Stammtisch? Technik-Optimismus versus Zurückgebliebenheit?

 

Festzuhalten bleibt: Heimat wird vermisst, Heimat wird gesucht. Wenn durch Medien jeder Ort des Lebens verrückt werden kann, wird sich kein Ort der Welt mehr von selbst verstehen. Aus dieser Perspektive ist die Sehnsucht nach Heimat ein Heimweh nach Sicherheit, Orientierung und Stabilität. Erfolgreiche Medienangebote bedienen solche Bedürfnisse, indem sie verlässlich, selektiv und nach einem stabilen journalistischen Prinzip von der Welt berichten. Aber: Welche Zukunft hat Qualitätsjournalismus, wenn im Internet die „Weisheit der Vielen“ umsonst zu haben ist? Wie wirken sich die Konvergenzprozesse auf Medienplattformen und Medieninhalte aus? Welche Marketing- und Kommunikationsstrategien entwickeln Unternehmen für ihre Marken angesichts einer veränderten Medienwelt? Wie sieht die Zukunft der Marke aus? Welche Marken werden bleiben, welche kommen, und welche gehen? Wie wird sich das Verhältnis zwischen Sendern uns Empfängern, zwischen Produzenten und Konsumenten entwickeln? Schließlich: Wie ist der SPIEGEL für diese Zukunft aufgestellt? Wird er eine Medienheimat für Mediennutzer bleiben?

 

Das 60-jährige Jubiläum des SPIEGEL war der Anlass, mit dem vorliegenden Buch Antworten auf diese Frage zu suchen.

 

Dirk-Mario Boltz ist Professor für Markering an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin.


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