Auszeichnungen

Zertifikat zum „audit familiengerechte hochschule“

Im Rahmen einer großen Veranstaltung mit rund 650 Teilnehmenden wurde der HWR Berlin am 20.  Juni 2017 das Zertifikat „familiengerechte hochschule“ übergeben.  Am 15. Dezember 2016 war die HWR Berlin mit dem Zertifikat ausgezeichnet worden. Damit hat sie sich für die nächsten drei Jahre verbindliche umfangreiche Ziele für eine noch bessere Vereinbarkeit der verschiedenen Lebens- und Familienphasen aller Mitglieder der Hochschule gesetzt.

 


Aktuelles Gleichstellungsranking 2017

Das Center of Excellence Women and Science (CEWS) am Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) hat die HWR Berlin im Hochschulranking 2017 (Datenbasis 2015) insgesamt im Mittelfeld platziert.

 

Alle zwei Jahre erstellt das Kompetenzzentrum ein Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten. Beim achten bundesweiten "Gleichstellungsranking"des CEWS konnte die HWR Berlin in der Gesamtbewertung ihre Spitzenposition des letzten Rankings aus 2015 nicht mehr behaupten. In die Bewertung fließen unter anderem der Frauenanteil bei den Professuren und beim wissenschaftlichen Personal sowie die Steigerungsraten im Vergleich zum Jahr 2010 ein.

 

Positiv hervorzuheben ist, dass an der HWR Berlin mehr als ein Drittel aller Professuren (38,9 Prozent) mit einer Frau besetzt ist. Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 23 Prozent, in Berlin aktuell bei 31,3 Prozent. Damit steigerte die HWR Berlin den Anteil der Professuren im Vergleich zum vorherigen Hochschulranking um rund 3,5 Prozent. Ein schwächeres Ergebnis erlangte die HWR Berlin lediglich beim Frauenanteil des wissenschaftlichen Personals unterhalb der Professur und bei den Steigerungsraten. Insgesamt bestätigt Berlin auch in diesem Jahr im Bundesländervergleich seine Führungsrolle auf dem Gebiet der Gleichstellung an Hochschulen.

 

 

 


Total E-Quality Award

Für ihre an erfolgreiche Chancengleichheit orientierte Hochschul- und Personalpolitik wird die HWR Berlin mit dem Prädikat Total E-Quality ausgezeichnet. Damit erzielt die Hochschule zum sechsten Mal eine Anerkennung ihrer Politik (2017, 2014, 2011, 2008, 2005 und 2002) und erhält einen Nachhaltigkeitspreis.

 

Die vom Verein Total E-Quality Deutschland e. V. jährlich verliehene Auszeichnung würdigt bereits seit 1997 Unternehmen und Organisationen, die eine vorbildliche Chancengleichheit in der Personal- und Organisationspolitik praktizieren. Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein das TOTAL E-QUALITY Prädikat. Es bescheinigt seinem Träger/seiner Trägerin ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf und Studium.

 

 


© Total E-Quality e. V.
Viola Philipp, die zentrale Frauenbeauftragte, und Dr. Bernd Reissert, Präsident der HWR Berlin, nehmen das Prädikat Total E-Quality entgegen.

Eine erfolgreiche Zertifizierung erfolgt mit Hilfe von Selbstbewertungsfragebögen, mit denen die Institution kontinuierliche Leistungen auf folgenden Gebieten nachweist: 

  • Personalbeschaffung und Stellenbesetzung
  • Karriere- und Personalentwicklung
  • Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienverantwortung (Work-Life-Balance)
  • Institutionalisierte Gleichstellungspolitik
  • Planungs- und Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung
  • Organisationskultur
  • Forschung, Lehre und Studium
  • Moralische Belästigung, sexualisierte Diskriminierung und Gewalt

Die Jury im Auftrag des TEQ lobte 2014 insbesondere folgende Aktivitäten:

 

Die HWR konnte sich im 6. Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten (CEWS) in der Spitzengruppe behaupten.

  • Die Hochschule war im Professorinnenprogramm I und II erfolgreich.
  • Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Studium/Beruf mit Familie werden kontinuierlich ausgebaut, etwa mit einem Pilotprojekt zur flexiblen Kinderbetreuung.
  • Schwerpunkt und Angebote des Harriet Taylor Mill-Institutes für Ökonomie und Geschlechterforschung werden ausgeweitet, u. a. mit Qualifizierungs- und Vernetzungsprogrammen für Aufsichtsrätinnen.
  • Ein Chancengleichheitsfond soll installiert werden, aus dem Fachbereichsaktivitäten zur Umsetzung von Gleichstellungszielen unterstützt werden.

Sechsmal ausgezeichnet zu werden, ist der nachhaltige Beweis des starken Engagements für Chancengleichheit. Als Best Practice Beispiel trägt die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zur positiven Entwicklung von Chancengleichheit in unserer Gesellschaft bei.

 

Weitere Informationen


HWR Berlin erneut erfolgreich beim Professorinnen-Programm

Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen systematisch zu steigern, legte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern 2007 das Professorinnen-Programm (PP) auf, das den Universitäten, Fachhochschulen und künstlerischen Hochschulen insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

 

Für eine Bewerbung im Nachfolgeprogramm "Professorinnenprogramm II" konnten die bundesdeutschen Hochschulen im ersten Schritt im März 2013 erneut ihre evaluierten und fortgeschriebenen Gleichstellungskonzepte einreichen. Aufgrund der guten Erfahrungen und des Erfolgs der HWR Berlin (FHVR und FHW) mit den angebotenen Förderungsmaßnahmen im ersten Durchlauf hat sich unsere Hochschule erneut beteiligt.

 

2013 wurde bekanntgegeben, dass das Gleichstellungskonzept der HWR Berlin positiv bestätigt wurde: Im Jahre 2014 hat die Hochschule eine vorgezogene Nachfolgeberufung sowie zwei Regelberufungen weiblich besetzt und beim Programm eingereicht.

 

Mittlerweile sind alle Professuren besetzt und damit weitere gleichstellungspolitische Maßnahmen umgesetzt:

 

  1. Einstellung einer Leiterin des Schwerpunktgereiches „Recht und Geschlecht“ im Harriet Taylor Mill-Instiut, Frau Dr. Jana Hertwig

2) Erstauditierung zur familiengerechten Hochschule

3) Förderfonds für wissenschaftliche arbeitenden weiblichen Nachwuchs: Bereitstellung von Mitteln für Reisekosten, Weiterbildung und Druckkosten