Auszeichnungen

Total E-Quality Award 2017

Die Chancengleichheit der Geschlechter in der Hochschul- und Personalpolitik zu etablieren ist erklärtes Ziel der HWR Berlin. Als Anerkennung dieses Engagements erhielt die Hochschule am 27. Oktober 2017 erneut das Prädikat Total E-Quality.

 

Das für die Dauer von drei Jahren verliehene Prädikat wurde von Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin und Viola Philipp, zentrale Frauenbeauftragte der Hochschule bei der feierlichen Verleihung in Gelsenkirchen entgegengenommen. Es ist bereits die sechste Auszeichnung für die Hochschule.


Die vom Verein Total E-Quality Deutschland e. V.  jährlich verliehene Auszeichnung würdigt bereits seit 1997 Unternehmen und Organisationen, die eine vorbildliche Chancengleichheit in ihrer Personal- und Organisationspolitik praktizieren. Die Verleihung des Prädikats bescheinigt den Ausgezeichneten ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf und Studium.

 

Die Jury lobte 2017 insbesondere folgende Aktivitäten der HWR Berlin:

  • Die HWR konnte sich im 7. Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten (CEWS) in vielen Bereichen in der Spitzengruppe behaupten
  • Das nicht nachlassende Engagement der HWR Berlin in Sachen Chancengleichheit über alle Aktionsfelder hinweg
  • Die weibliche Besetzung von (Gast-)Professuren
  • Die Zertifizierung mit dem audit familiengerechte hochschule
  • Das passgenaue neue Gleichstellungskonzept
  • Die Umsetzung der Satzung zur Chancengleichheit
  • Die einzigartige institutionalisierte Genderforschung am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung
  • Die hohen Frauenanteile an der HWR Berlin (Wissenschaft: 42%, wissenschaftsstützender Bereich: 80%, Studierende: 51%, Professuren: 39% )

Eine erfolgreiche Zertifizierung erfolgt mit Hilfe von Selbstbewertungsfragebögen, mit denen die Institution kontinuierliche Leistungen auf folgenden Gebieten nachweist: Personalbeschaffung und Stellenbesetzung, Karriere- und Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienverantwortung (Work-Life-Balance), Institutionalisierte Gleichstellungspolitik, Planungs- und Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung, Organisationskultur, Forschung, Lehre und Studium, Moralische Belästigung, sexualisierte Diskriminierung und Gewalt 

 

Der Total E-Quality Deutschland e. V. wurde im Jahr 1997 von Vertreter/innen großer deutscher Unternehmen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründete. Seither wurden über 670 Prädikate für fast 300 Organisationen verliehen.

Rund 2,5 Millionen Beschäftigte und 900.000 Studierende profitieren von einer chancengerechten Personalpolitik. Das Prädikat wird von renommierten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und seit 2001 von der Bundesregierung empfohlen.

 

(© Totale E-Quality Deutschland e. V., Range)


Zertifikat zum „audit familiengerechte hochschule“

Im Rahmen einer großen Veranstaltung mit rund 650 Teilnehmenden wurde der HWR Berlin am 20.  Juni 2017 das Zertifikat „familiengerechte hochschule“ übergeben.  Am 15. Dezember 2016 war die HWR Berlin mit dem Zertifikat ausgezeichnet worden. Damit hat sie sich für die nächsten drei Jahre verbindliche umfangreiche Ziele für eine noch bessere Vereinbarkeit der verschiedenen Lebens- und Familienphasen aller Mitglieder der Hochschule gesetzt.

 


Aktuelles Gleichstellungsranking 2017

Das Center of Excellence Women and Science (CEWS) am Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) hat die HWR Berlin im Hochschulranking 2017 (Datenbasis 2015) insgesamt im Mittelfeld platziert.

 

Alle zwei Jahre erstellt das Kompetenzzentrum ein Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten. Beim achten bundesweiten "Gleichstellungsranking"des CEWS konnte die HWR Berlin in der Gesamtbewertung ihre Spitzenposition des letzten Rankings aus 2015 nicht mehr behaupten. In die Bewertung fließen unter anderem der Frauenanteil bei den Professuren und beim wissenschaftlichen Personal sowie die Steigerungsraten im Vergleich zum Jahr 2010 ein.

 

Positiv hervorzuheben ist, dass an der HWR Berlin mehr als ein Drittel aller Professuren (38,9 Prozent) mit einer Frau besetzt ist. Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 23 Prozent, in Berlin aktuell bei 31,3 Prozent. Damit steigerte die HWR Berlin den Anteil der Professuren im Vergleich zum vorherigen Hochschulranking um rund 3,5 Prozent. Ein schwächeres Ergebnis erlangte die HWR Berlin lediglich beim Frauenanteil des wissenschaftlichen Personals unterhalb der Professur und bei den Steigerungsraten. Insgesamt bestätigt Berlin auch in diesem Jahr im Bundesländervergleich seine Führungsrolle auf dem Gebiet der Gleichstellung an Hochschulen.