Gender in Lehre und Forschung

An der HWR Berlin werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt:

Viele wissenschaftliche Aktivitäten werden am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung gebündelt. Das Institut hat seit 2012 einen Schwerpunkt für Recht, Justiz und Verwaltung.


Die ersten zwei Durchgänge des Weiterbildungsprogramms „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“, dass sich an amtierende und potentielle Mandatsträgerinnen in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien wendet, sind erfolgreich abgeschlossen worden. Ein dritter Durchgang beginnt ab 2017.


Gender-Professuren

Als explizite Genderprofessuren lehren und forschen

  • Professur für „Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Geschlechterverhältnisse“ (Prof. Dr. Claudia Gather)
  • Professur für „Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht“ (Prof. Susanne Sonnenfeld)

Weitere Professuren decken Genderaspekte in der Lehre und Forschung an der HWR Berlin ab:

  • Professur für „Betriebspsychologie“ (Prof. Dr. Beate Klutmann)
  • Professur für „Strukturwandel und Wohlfahrtsstaat in internationaler Perspektive“ (N. N.)
  • Professur für „Volkswirtschaftslehre, insbesondere Verteilung und Sozialpolitik“ (Prof. Dr. Friederike Maier)
  • Professur für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationssoziologie (Prof. Dr. Sigrid Betzelt)
  • Professur für „Wirtschaftsrecht, insbesondere Arbeitsrecht und Sozialrecht“ (Prof. Dr. Stefanie Lorenzen)
  • Professur für „Institutionenökonomik und Angewandte Mikroökonomik“ (Prof. Dr. Tim Lohse)
  • Professur für „Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme, Fachgebiet: Wissensmanagement, eLearning 2.0 (Prof. Dr. Heike Wiesner)
  • Professur „Volkswirtschaftslehre“ (Prof. Dr. Antje Mertens)
  • Professur „Organisation, Personal- und Informationsmanagement“ (Prof. Dr. Monika Huesmann)

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Gender Studies

In den vergangenen Jahren konnten an der HWR Berlin unterschiedliche Aktivitäten entwickelt und umgesetzt werden, die auf die Bedeutung des Geschlechterverhältnisses in den Wirtschaftswissenschaften gerichtet sind. So war es 1991 möglich, den Studienbereich "Frauen und Wirtschaft" als Wahlpflichtfach im Hauptstudium zu etablieren, der, wie alle anderen Schwerpunkte interdisziplinär - aus gesamtwirtschaftlicher, betriebswirtschaftlicher, gesellschaftlicher und rechtlicher Perspektive - angelegt ist. Dieser Studienschwerpunkt wurde mit der Verabschiedung der Studienordnung im Sommersemester 1997 nicht nur unter neuem Titel "Ökonomie und Geschlechterverhältnis" aufgenommen, sondern konnte in konzeptioneller und quantitativer Hinsicht im Fachbereich 1 erweitert und in seiner institutionalisierten Qualität bestätigt werden. Neben diesem Kern der geschlechtsspezifischen Lehrangebote werden Sonderveranstaltungen im Studium Generale durchgeführt.

 

Das derzeitige Themenfeld "Ökonomie und Geschlechterverhältnis" ist im Bachelor-Studiengang „Business Administration“ am Fachbereich 1 „Wirtschaftswissenschaften“ angesiedelt und hat als Wahlpflichtfach und damit als "kleines Tätigkeitsfeld" 12 Semesterwochenstunden. Es ist fest in der Studien- und Prüfungsordnung institutionalisiert und wird regelmäßig einmal im Jahr angeboten. Darüber hinaus gibt es auch eine aktive Kooperation mit dem Studiengang "Gender Studies" der Humboldt Universität zu Berlin, deren Studierende dieses Studienangebot an der HWR Berlin studieren und anschließend an der HU Berlin anerkannt bekommen.

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Wahlpflichtfach: Ökonomie und Geschlechterverhältnis

Zielsetzung: Der inhaltliche Leitgedanke ist, geschlechtsspezifische Strukturierungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zu untersuchen sowie verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung und Verfestigung des Geschlechterverhältnisses auf ihre Relevanz/Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Dabei wird deutlich, dass nur durch Veränderungen in der betrieblichen, ökonomischen, gesellschaftlichen und juristischen Praxis Chancengleichheit erreicht werden kann. Die theoriegeleitete Vermittlung und empirisch/praxisorientierte Erarbeitung der Studieninhalte soll die Absolvent/innen des Studiengangs Wirtschaft in die Lage versetzen, diskriminierende Strukturen und Praxen analysieren zu können und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

 

Lehrinhalte: Vier thematisch orientierte Lehrveranstaltungen knüpfen an den bisherigen Schwerpunkten des Studiums an, erweitern und vertiefen die nachstehenen Aspekte. Beispielsweise wurden folgende Veranstaltungen angeboten:

  • Geschlechterverhältnis im Betrieb
  • Gesamtwirtschaftliche Aspekte der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung
  • Geschlechterverhältnis und Gesellschaft
  • Rechtliche Aspekte der Gleichstellung

Lehrmethode: seminaristischer Unterricht mit Referaten, Vorträgen und Exkursionen.

 

Lehrende in den Gender Studies waren in den letzten Jahren:

Prof. Dr. Miriam Beblo, Prof. Dr. Sabine Berghahn, Dr. Andrea H. Carl, Prof. Dr. Claudia Gather, Prof. Dr. Hildegard Heise, Prof. Dr. Marita Körner, Dr. Anna Krehnke, Prof. Dr. Gisela Landrock, Prof. Dr. Stefanie Lorenzen, Prof. Dr. Friederike Maier, Dr. Renate Ortlieb, Dr. Hildegard Theobald, Prof. Dr. Heike Wiesner, Prof. Dr. Monika Huesmann

 

Die Verankerung des Wahlpflichtfaches "Ökonomie und Geschlechterverhältnis" ist in mehrspurige Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten eingebettet und kann auch heute noch als Novum an einer Fachhochschule gewertet werden.

 

Die wirtschaftswissenschaftliche Geschlechterforschung sowie die Praxiskontakte sind seit 2000 im Harriet Taylor Mill-Institut der HWR Berlin gebündelt.

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