Instrumente
Basierend auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die auf der Startseite der Frauenbeauftragten der HWR Berlin bereits unter „Grundlagen“ genannt werden, setzt die Hochschule im Geschäftsbereich der ehemaligen FHW Berlin folgende Instrumente ein.
- Frauenförderrichtlinie der HWR Berlin (bzw. der FHW Berlin)
- Zielvereinbarungen zur Gleichstellung für den Zeitraum 2008–2009
Frauenförderrichtlinie der HWR Berlin (bzw. der FHW Berlin)
Die FHW Berlin hat sich 1992/1993 mit Unterstützung der Frauenbeauftragten eine Frauenförderrichtlinie gegeben, in der frauenpolitische Ziele und Maßnahmen festgehalten sind. Damit hat sich die FHW Berlin zum Ziel gesetzt, auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Hochschule hinzuwirken. Strukturelle Benachteiligungen von Frauen sollen beseitigt und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten sichergestellt werden. Angestrebt wird insbesondere eine höhere Repräsentanz von Frauen in der Lehre und die Veränderung der Lerninhalte durch die Integration geschlechtsspezifischer Fragestellungen. Diese Frauenförderrichtlinie ergänzt und konkretisiert die gesetzliche Verpflichtung zur Gleichstellung der Geschlechter.
Die Frauenförderrichtlinie (FFR) enthält u. a. Bestimmungen zu folgenden Aspekten:
Stellenausschreibung und Auswahlverfahren; Einstellungen und Aufstiegsmöglichkeiten; Arbeitszeit; Qualifizierungsmaßnahmen; Schwangerschaft und Kinderbetreuung; Frauenrat und Frauenbeauftragte; Beanstandungs- und Beschwerderechte; sexuelle Belästigung; Geschlechterparität und Sprachform.
In § 7 (2) FFR heißt es zum Beispiel:
Frauenspezifische Themen werden als integraler Bestandteil in die Studienordnung aufgenommen; sie sind als Inhalte in Pflicht- und Wahlpflichtfächern zu verankern.
Auch soll die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie durch geeignete Maßnahmen erleichtert werden (vgl. § 8 FFR), was sich in der Terminierung von Lehrveranstaltungen, der Einrichtung einer Kindertagesstätte und der Änderung der Studien- und Prüfungsordnung niederschlägt oder bereits niedergeschlagen hat.
Die vollständige Frauenförderrichtlinie ist im Frauenbüro erhältlich und ist im Mitteilungsblatt 08/1993 (FFRL) veröffentlicht worden.
Zielvereinbarungen zur Gleichstellung für den Zeitraum 2008–2009
Zwischen der Hochschulleitung, den beiden Dekanen bzw. Dekaninnen der Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften und Berufsakademie sowie dem Institutsdirektor des Institute of Management (IMB) Berlin sind Zielvereinbarungen für den Zeitraum 2008/09 abgeschlossen worden. Folgende Ziele für den Bereich der Gleichstellung und Chancengleichheit wurden entwickelt:
Zielvereinbarungen zur Chancengleichheit
Fachbereich Wirtschaftwissenschaften (FB 1)
- Professorinnenanteil weiter steigern
Erhöhung des Professorinnenanteils auf mindestens 50 % unter Fortführung der Frauenförderung. Besetzung der Professorenstellen mit Frauen durch vorgezogene Berufungen im Rahmen des Masterplans sowie aus dem Berliner Chancengleichheitsprogramm. - Frauenanteil bei Lehrbeauftragten steigern
Erhöhung des Anteils weiblicher Lehrbeauftragter auf 35 %. - Genderaspekte in Modulbeschreibungen umsetzen
Verankerung der Genderaspekte in Modulbeschreibungen fortführen und abschließen mit Unterstützung der Lehrenden bei der Umsetzung: Angebot von Fortbildungen zu „Methodenfragen und Genderaspekten“ sowie die Erarbeitung fachspezifischer Lehr-/Lernpakete, die Genderaspekte thematisieren.
Fachbereich Berufsakademie (FB 2)
- Erstellung eines neuen Frauenförderplans
Bis Mitte des Jahres 2009 wird ein neuer Frauenförderplan vom Fachbereich erstellt (Zeitraum: 5 Jahre). Der Plan soll sich an gesetzliche Regelungen und auch an den Zielen des Fachbereichs (u. a. Personalentwicklung) orientieren. - Weitere Erhöhung des Anteils weiblicher Studierender im Bereich Technik
Durch die Fortführung des Girls’Days sowie Kooperationen mit Gymnasien soll der Anteil weiblicher Studierender erhöht werden. - Erhöhung der Professorinnenquote in den Bereichen Wirtschaft und Technik
Erhöhung des Professorinnenanteils (derzeit 30 %). Besetzung von Professorenstellen durch vorgezogene Berufungen im Rahmen des Masterplans sowie aktuelle Frauenförderprogramme – eine Professur davon im Bereich Technik.
Institute of Management Berlin (Zentralinstitut)
- Fortführung der Frauenstipendien
Die MBA-Frauenstipendien sollen angeboten werden. - Anregung eines Querschnittthemas „Female Leadership“ oder „Leadership & Gender“
Diese Themen könnten als Veranstaltungsinhalte bearbeitet oder als Wahlpflichtfach in den MBA-Studiengängen angeboten werden.
Für die Fachbereiche 3 – 5 wurden für das Jahr 2008 ebenfalls Zielvereinbarungen abgeschlossen, die Ziele für den Bereich der Gleichstellung und Chancengleichheit erbringen sollen. Diese Zielvereinbarungen gelten auch für das Jahr 2009.
Folgende Zielvereinbarung wurde von allen drei Fachbereichen abgeschlossen:
- Die Fachbereiche werden insbesondere bemüht sein, bei ihren Berufungen durch gezielte Ansprache von qualifizierten Frauen auf eine Steigerung des Anteils von Frauen an den bestehenden Professuren des Fachbereichs hinzuwirken.
Fachbereich Allgemeine Verwaltung (FB 3)
- Der Fachbereich wird in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten die Module seiner Studiengänge auf die differenzierte Integration von Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung hin überprüfen.
- Der Fachbereich bemüht sich, durch gezielte Ansprache von qualifizierten Frauen auf eine Steigerung des Anteils von Studentinnen im Studiengang „VI“ hinzuwirken.
Fachbereich Rechtspflege (FB 4)
- Der Fachbereich wird in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten die Module des Studiengangs „ReMa“ auf die differenzierte Integration von Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung hin überprüfen.
Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement (FB 5)
- Der Fachbereich wird in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten die Module des Studiengangs „SiMa“ und „gPVD“ auf die differenzierte Integration von Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung hin überprüfen.
- Der Fachbereich bemüht sich, durch gezielte Ansprache von qualifizierten Frauen auf eine Steigerung des Anteils von Studentinnen im Studiengang „SiMa“ hinzuwirken.


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