POLITEIA-Preis der HWR Berlin für studentische Arbeiten
POLITEIA-Preis der HWR Berlin für studentische Arbeiten
Zweck des POLITEIA-Preises ist die Auszeichnung schriftlicher Arbeiten von Student/innen und Absolvent/innen aus allen Studienfächern der HWR Berlin auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung. Dabei werden gleichermaßen hervorragende Hausarbeiten, Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Vergeben werden jährlich ein POLITEIA-Preis zu 1.000 Euro und bis zu drei POLITEIA-Medaillen zu jeweils 400 Euro. Dieses Instrument fördert die Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung.
Antragsberechtigt sind Student/innen und Absolvent/innen aller Studieneinrichtungen der Hochschule.
Bewerbungen sind einzureichen mit:
- Kurzbeschreibung der Arbeit (15 Zeilen) und vorliegender Arbeit
- Preisbezogenes Gutachten einer Lehrkraft
- Angaben zur Person
Termin der Ausschreibung: 30. November jährlich
POLITEIA-Preisverleihung 2012
Mit dem POLITEIA-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung wurde in diesem Jahr Carolin Beyreuther-Weißflog für ihre Abschlussarbeit „Begünstigt die deutsche Rechtsordnung den in Europa überdurchschnittlich hohen Gender Pay Gap?“ geehrt. Frau Beyreuther-Weißflog ist Absolventin des Studiengangs Recht (LL.B) an der HWR Berlin.
In ihrer Arbeit fragt sie nach Ursachen und möglichen Überwindungsansätzen für die große Entgeltdiskrepanz von Frauen und Männern in Deutschland, die bereits seit vielen Jahrzehnten verboten ist. Dabei bezieht sie die Entwicklung ein, dass Frauen in den letzten Jahrzehnten erheblich bei den Schul- und Berufsqualifikationen aufgeholt und Männer teilweise überflügelt haben. Nach der umfangreichen Analyse und Datenaufbereitung der Situation in der BRD sowie in Schweden bündelt die Preisträgerin bereits vorgeschlagene, jedoch nicht durchgesetzte Maßnahmen und macht deutlich, dass einzelne Maßnahmen allein die Überwindung der hohe Gender Pay Gap in Deutschland nicht leisten können.
Den Preisträgerinnen zu Ehren hielt Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin eine Festrede, in der sie viele Bezüge zu den Fragestellungen der prämierten Arbeiten festhielt. Frau Kolats Qualifikations- und Berufsweg verzeichnet ein fortwährendes Interesse an Fragen der Chancengleichheit von Männern und Frauen. Durch ihre langjährige Arbeit als Berliner Abgeordnete hat sie Grundlagen für die aktive Umsetzung von Gleichstellung der Geschlechter in Verwaltung und Arbeitswelt befördert.
Weitere Preise, die POLITEIA-Medaillen gingen an:
Tülay Obay, Studiengang: Business Administration (B.A.), Bachelorarbeit: „Der Einfluss von Wohlfahrtsstaaten auf die Realisierung von Kinderwunsch“
Stephanie Schönwetter, Studiengang: Economics (B.A.), Bachelorarbeit: „Eine komparative Analyse zur geschlechterspezifischen beruflichen Segregation: Die zeitliche Entwicklung regionaler Diskrepanzen in Berlin und Brandenburg vor dem Hintergrund der Tertiärisierung zwischen 1995 und 2010
Maria Teresa Thaens, Studiengang: International Business (B.A.), Bachelorarbeit: „Frauenförderung im Unternehmen – Auswirkungen auf die Markenstärke“
Die Preisverleihung fand im historisch renovierten Sitzungssaal der HWR Berlin am Campus Schöneberg statt. Der Präsident führte durch die Veranstaltung und vergab die Preise. Das Landespolizeiorchester Brandenburg untermalte die feierliche Stimmung mit einem Flötenspiel.



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