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Prof. Dr. Helmut Jarosch

FB Wirtschafts­wissen­schaften
Professur für Betriebswirtschaftliche Informations- und Kommunikationssysteme
Professor

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Postanschrift
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
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Wissenschaftlicher und beruflicher Werdegang

  • 1971 Diplom der Physik an der TU Dresden
  • 1971-1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter an der Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • 1975-1989 Lehrbeauftragter an der TH Ilmenau
  • 1979 Promotion zum Dr.-Ing. an der TH Ilmenau
  • 1989 Habilitation zum Dr. sc. techn. an der TH Ilmenau
  • 1990-1991 Wissenschaftlicher Berater bei der Thyssen Edelstahlwerke AG in Krefeld
  • 1991-1992 Leiter der Abteilung Software-Technik im Hahn-Meitner-Institut Berlin
  • Seit 1992 Professor für betriebswirtschaftliche Informations- und Kommunikationssysteme an der FHW Berlin

Expertin/Experte für

  • Information-Retrieval-Systeme,
  • Künstliche Intelligenz,
  • Datenmodellierung.

Schwerpunkte in der Lehre

  • Betriebliche Informationssysteme
  • Anwendungen zur Künstlichen Intelligenz im Datenbankumfeld
  • Modellierung von Anwendungssystemen

Forschungsprojekte und -gebiete

  • Verwendung von Methoden des maschinellen Lernens zur Erleichterung der Kommunikation mit einem Information- Retrieval-System
  • Objektorientierte Modellierung von Informationssystemen
  • Information Retrieval in verteilten heterogenen Informationsquellen mit Hilfe kooperativer intelligenter Agenten

Forschungsprojekt Abstracts

1. Expertensysteme und deduktive Datenbanken - Konzept und Anwendungen Zwei wesentliche Aspekte der Wissensverarbeitung - die Expertensysteme und die deduktiven Datenbanken - werden im Forschungsbericht näher betrachtet. Nach der Erläuterung zentraler Begriffe der Wissensverarbeitung wird die Architektur von Expertensystemen behandelt. Regelbasierte Systeme werden als die häufigste Realisierungsform von Expertensystemen vorgestellt. Eine Diskussion der Einsatzgebiete von Expertensystemen sowie die Vorstellung praktischer Anwendungen von Expertensystemen - insbesondere bei der Kreditwürdigkeitsprüfung in Banken - runden die Darlegungen ab. Deduktive Datenbanken werden als eine Weiterentwicklung von Datenbanksystemen eingeführt, die die Grenzen relationaler Abfragesprachen überwinden sollen. Beispielhaft wird die deklarative Datenbanksprache F-Logic als eine Horn-Logik-Sprache vorgestellt, die zwei Konzepte miteinander verbindet: den deduktiven und den objektorientierten Ansatz. Eine kurze Betrachtung über die Möglichkeiten des Einsatzes von deduktiven Datenbanken im World Wide Web schließt den Forschungsbericht ab. Dabei werden deduktive Datenbanken im Web als eine Informationskategorie betrachtet, die zwischen SQL-Datenbanken und HTML-Dokumenten angesiedelt ist. 2. Objektorientierte Datenbank-Managementsysteme und Anwendungsentwicklung mit der Unified Modeling Language Der Forschungsbericht befasst sich mit wesentlichen Aspekten der objektorientierten Systementwicklung. Nach der Darlegung der Grundlagen der Objektorientierung folgt als zweiter Schwerpunkt die Beschreibung der Wesenszüge und Perspektiven objektorientierter Datenbank-Managementsysteme. Schließlich folgt eine kurze Darlegung der Unified Modeling Language (UML), die heute als Quasistandard für die objektorientierte Beschreibung von Informationssystemen gilt. Objekte können nicht nur simple Datentypen wie Zahlen oder Zeichenketten sein, sondern beispielsweise auch ein kompletter elektronischer Schaltplan. Durch die Möglichkeit, andere Objekte in ein Objekt einzubetten, ergibt sich eine außerordentliche Flexibilität beim Datenbank-Design. Da gemeinsam mit den Daten auch die auf ihnen ausführbaren Methoden erfasst werden, müssen diese nicht mehr in der Applikation implementiert werden. Die Methoden können von allen Applikation, die mit dem Objekt arbeiten, gemeinsam genutzt werden. Diese Herangehensweise verlagert die Implementierung des Verhaltens der Objekte in den Bereich des Datenbank-Designers und erleichtert dadurch dem Programmierer das Erstellen der Anwendung. In objektorientierten Datenbank-Managementsystemen können neue Datentypen durch Bildung einer Unterklasse und Vererbung eingeführt werden. Ebenso können komplexe Operationen durch Vererbung und Overloading elementarer Operationen gebildet werden. Das Konzept der Vererbung reduziert somit die Entwicklungs- und Wartungskosten einer Datenbank-Anwendung. Die objektorientierten Methoden haben sich heute zu einer ausgereiften Softwaretechnologie entwickelt. Seit 1997 bildet die objektorientierte Modellierungssprache UML (Unified Modeling Language) einen Quasistandard für die Analysephase der objektorientierten Systementwicklung.


Ausgewählte, aktuelle Publikationen

  • Grundkurs Datenbankentwurf. Eine beispielorientierte Einführung für Studenten und Praktiker. 3. Auflage. Wiesbaden: Vieweg + Teubner, 2010. 411 S.,
  • ISBN 978-3-8348-0955-1.
  • Information Retrieval und Künstliche Intelligenz. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag, 2007. 234 S., ISBN 978-3-8350-0598-3.
  • mit V. Schnauder und M. Mages: Datenbankgestützte Vertriebs- und Informations¬systeme. E-Commerce per Open Source. Berlin: Logos Verlag, 2004. 246 S.,
  • ISBN 3 8325-0407-9.
  • mit V. Schnauder und I. Thieme: Praxis der Softwareentwicklung. Techniken, Instrumente, Methoden. Renningen: Expert-Verlag, 2001. 226 S., ISBN 3-8169-1600-7.
  • mit H.-D. Müller: Intelligente Benutzerführung bei der Informationssuche: Mensch-Maschine-Kommunikation mit Information-Retrieval-Systemen. Berlin: Wissenschaft und Technik Verlag, 1997. 123 S., ISBN 3-89685-502-6.

Ausgewählte Themen von Abschlussarbeiten

  • Bewertung der Instrumente des Supply Chain Management auf Grund der Simulation von Logistikketten.
  • Konzeption einer Datenbankanwendung zur Wettbewerbsanalyse in der Forschung und Entwicklung der Volkswagen AG.
  • Analyse der anwendungsfall-basierten objektorientierten Modellierung an Hand von Praxisbeispielen.
  • Optimierung des Datenmodells eines Data Warehouse für die Auswertung der Geschäftsdaten von Prepaid Card Services.
  • Entwicklung eines Dokumenten-Management-Systems zur Verwaltung von Referenzbauvorhaben und Fachliteratur aus dem Bereich Spezialtiefbau.