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CO2-Emissionen von Facility Services ermitteln

Transparenz in die Nachhaltigkeit von Facility Services bringen: Dieses Ziel hat sich ein gemeinsames Forschungsteam der HWR Berlin und der HTW Berlin gesetzt.

17.12.2018

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 verpflichten sich alle unterzeichnenden Staaten zu einer substanziellen Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Seither gilt die Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten als generelle Forderung für alle Wirtschaftszweige in Deutschland. Daher sind auch Serviceanbieter aufgefordert, ihre Leistungen hinsichtlich der CO2-Emission zu prüfen und zu optimieren.

Als Nachfrager von Energie und Produkten können die Dienstleister indirekt zum Umbau der Wirtschaft auf CO2-arme Produktion beitragen. Allerdings fehlen bisher Methoden und Benchmarks zur Berechnung der Treibhausgasemissionen im Dienstleistungsbereich. Abhilfe schafft das Projekt „CarMa – Carbon Management für Facility Services“, in dem erforscht wird, wie die CO2-Bilanz solcher Services verbessert werden kann.

Am Beispiel der sehr vielfältigen Dienstleistungen im Bereich des Facility Managements (FM) erarbeitet das Forschungsteam einen Leitfaden sowie ein IT-gestütztes Benchmark und Assistenztool, welches Anwenderinnen und Anwender ohne ökologisches Expertenwissen in die Lage versetzt, die CO2-Emissionen für Facility Services wie z.B. Reinigung oder Wartung zu ermitteln. Das Forschungsprojekt „CarMa“ wird vom Institut für angewandte Forschung Berlin e.V. zwei Jahre lang finanziell gefördert. Die beiden Berliner Hochschulen kooperieren dabei mit GEFMA - Deutscher Verband für Facility Management sowie den Praxispartnern Apleona HSG BS, BIM Berliner Immobilien Management, iffm und intep - Integrale Planung. Das Projekt läuft noch bis Ende März 2020 und wird von Prof. Andrea Pelzeter (HWR Berlin) und Prof. Michael May (HTW Berlin) geleitet.

Erklärungen und Benchmarks zur Nutzung von Betriebsmitteln und -stoffen, Transportmitteln sowie Büroräumen erlauben einen komfortablen und effizienten Einsatz des geplanten webbasierten Tools. Mithilfe der zu entwickelnden Carbon-Management-Methode und des zugehörigen Tools können Anbieterinnen und Anbieter von Facility Services (FM-Dienstleister) identifizieren, welche Aspekte in ihrer Wertschöpfungskette wie intensiv zur CO2-Emission beitragen. Zudem erhalten sie Empfehlungen und Hinweise, wie durch ihre Tätigkeiten verursachte Emissionen reduziert werden können. Die Berechnungen bringen Transparenz in den Wettbewerb um „ökologische“ Facility Services.

Das Carbon-Management-Tool soll zukünftig nicht nur im Bereich des Facility Management, sondern auch in anderen Bereichen zur Anwendung kommen. Es ist wahrscheinlich, dass das Tool auch auf zahlreiche andere Dienstleistungen übertragen werden kann, so etwa IT-Services, Gastronomie oder Eventmanagement.

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