ERASMUS Plus Strategische Partnerschaften 2014-17

Entwicklung innovativer, transnationaler Lehrinhalte und didaktischer Methoden unter Einbeziehung von blended und peer learning

Die Finanzierung dieses Projektes erfolgte durch die Europäische Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; weder die Kommission noch die NA DAAD haftet für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Projektdauer: 3 Jahre (Sept. 2014 – Aug. 2017)
Projektleitung: Prof. Dr. Heinrich Bücker-Gärtner (bis Sept. 2016) Prof. Dr. Dörte Busch
(seit Okt. 2016)

Projektpartner: Universiteit Gent (Belgien), Fachhochschule Kärnten (Österreich), Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu (Polen), Linnéuniversitetet Kalmar-Växjö (Schweden)
Die HWR Berlin (vertreten durch das IMO) ist die koordinierende Hochschule, die das Projekt beantragt hat und gegenüber der EU vertritt.

Projekthintergrund und -ziele: Die beteiligten Hochschulen kooperieren seit vielen Jahren und haben bereits mehrere ERASMUS-Projekte durchgeführt. Ein Merkmal der beteiligten Hochschulen besteht darin, dass Sie Studiengänge anbieten, in denen sich junge Menschen auf eine Berufstätigkeit in der öffentlichen Verwaltung vorbereiten. Für diese Studierendengruppe ist eine vergleichsweise geringe internationale Mobilität charakteristisch.

Der zentrale Fokus der strategischen Partnerschaft liegt in der konkreten Umsetzung eines Internationalisierungskonzeptes zur Förderung einer virtuellen Mobilität der Studierenden durch die Nutzung von E-Learning-Tools. Dazu wurden Lehrinhalte identifiziert, die für die Curricula der Partnerhochschulen in auf die öffentliche Verwaltung bezogenen Studiengängen nutzbar sind. Für vier Module wurden E-Learning-Tools entwickelt.

Arbeitsschritte / Maßnahmen:

Jedes Jahr fanden zwei transnationale Projekttreffen statt, um zunächst die einzelnen Arbeitsschritte abzustimmen und sodann sukzessiv die vorgelegten Arbeitsergebnisse zu diskutieren, Ergänzungs- und Korrekturbedarfs zu identifizieren. Es wurde darauf geachtet, dass an jeder Partnerhochschule ein solches Treffen stattfand; die HWR organisierte das erste und das letzte Treffen.

Die aktive Einbeziehung von Studierenden wurde durch drei „Intensivprogramme für Lernende“ realisiert. Während der Projektlaufzeit fand jedes Jahr im März ein zweiwöchiges Studierendenseminar statt, das sich jeweils auf einen inhaltlichen Schwerpunkt des Moduls soziale Stadt bezog. 2015 wurde an der HWR Berlin der Schwerpunkt „Infrastruktur“ (Quartiersmanagement und Stadtteilzentren, Bürgerbeteiligung sowie soziale Integration von Migrantinnen und Migranten), 2016 an der Universität Gent der Schwerpunkt „Maßnahmen gegen öffentliche und private Verschuldung“, 2017 an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen der Schwerpunkt „Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit“ behandelt.

Bei diesen Seminaren haben die Studierenden in national gemischten Teams jeweils spezifische Aufgaben und Fragestellungen erarbeitet. Dabei wurden zugleich Materialien erstellt, die in E-Learning-Tools integriert werden sollen.

Die Projektergebnisse wurden in zwei „Multiplier-Events“ einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Am 23.3.2017 wurden mit vielen Vertretern der polnischen Arbeitsverwaltung und einigen Vertretern aus dem Bereich der Jugendhilfe die Ergebnisse des Seminars zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit debattiert. Am 24.5.2017 wurden an der HWR mit Vertretern von Berliner und mehrerer europäischer Hochschulen Erfahrungen Wechselwirkungen zwischen E.Learning und Peer-Learning ausgetauscht.

Projektergebnisse

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Hochschulen haben E-Learning-Tools und Lehrmaterialien in englischer Sprache für die Module: Europäische Integration, interkulturelle Kompetenz, Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und soziale Stadt erstellt, die im Sinne der angestrebten virtuellen Mobilität von den Studierenden der beteiligten Hochschulen genutzt werden können. Zugleich stehen diese Instrumente auch für Kooperationen mit weiteren Partnerhochschulen zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Erfahrungen aus dem Projekt in Bezug auf die Wechselwirkungen zwischen E.Learning und Peer-Learning in einer englischsprachigen Buchveröffentlichung einer breiten Leserschaft zur Verfügung gestellt.