Förderinstrumente und Programme

An der HWR Berlin gibt es folgende Fördermöglichkeiten zur Herstellung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern:

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Gleichstellungszukunftskonzept 2018

Im Gleichstellungszukunftskonzept der HWR Berlin sind die gleichstellungspolitischen Ziele der Hochschule festgelegt. Anhand einer Stärken-Schwächen-Analyse werden die bisherigen positiven Entwicklungen sowie die gleichstellungspolitischen Herausforderungen und Handlungsbedarfe herausgearbeitet. Ausgehend von der Analyse werden konkrete Ziele festgelegt sowie Maßnahmen, mithilfe derer die Ziele erreicht werden sollen.

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Chancengleichheitsfonds der HWR Berlin

Zur Unterstützung des Gleichstellungszukunftskonzeptes wurde 2018 an der HWR Berlin ein Chancengleichheitsfonds eingerichtet, aus dem finanzielle Mittel zur Durchführung von Maßnahmen beantragt werden können. Der Chancengleichheitsfonds besteht aus zwei Strängen: Individual- und Projektförderung. Die zentrale Frauenbeauftragte berät im Vorfeld.

Die Individualförderung soll sowohl Nachwuchswissenschaftlerinnen als auch Berufspraktikerinnen die Möglichkeit eröffnen, sich im Rahmen von Stipendien auf eine Promotion vorzubereiten. Der Chancengleichheitsfonds ermöglicht zu diesem Zweck Anschub- sowie Abschlussstipendien, mit denen Wissenschaftlerinnen der HWR Berlin finanziell unterstützt werden, die damit ihr geplantes Promotionsvorhaben umsetzen bzw. abschließen können. Das Antragsformular erhalten Sie im Rahmen einer Beratung bei der zentralen Frauenbeauftragten.

Förderbedingungen

  • Anschubstipendien: Absolventinnen der HWR Berlin können ein Anschubstipendium beantragen, wenn die Betreuung durch eine/n Hochschullehrer/in der HWR Berlin zugesichert ist.
  • Abschlussstipendien: Wissenschaftlerinnen, die bereits mit professoraler Betreuung der HWR Berlin promovieren, können ein Abschlussstipendium beantragen, wenn die Betreuung ein Gutachten mit zeitlicher Prognose über den Abschluss der Arbeit einreicht.

Die Projektförderung sieht vor, dass die Fachbereiche und die Berlin Professional School einzeln oder im Verbund über ihre Dekanate oder das Direktorium einen schriftlichen Antrag an das Auswahlgremium für Fördermittel aus dem Chancengleichheitsfonds stellen. Die Höhe für jede einzelne Maßnahme soll in der Regel maximal 10.000,00 € betragen und kann über ein Jahr geplant werden.

Beispiele für förderungswürdige Maßnahmen:

  • Scouting- und Head-Hunting-Maßnahmen, um mehr qualifizierte Bewerberinnen für Professuren zu gewinnen
  • Veranstaltungen zum Karriereweg Professur an einer Fachhochschule
  • Projekte zur Förderung von qualifizierten Bewerberinnen auf Professuren
  • Projekte zur Familienfreundlichkeit und Pflege sowie Mentoringprogramme

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Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen (BCP)

Das Berliner ChancengleichheitsProgramm (BCP) wurde 2001 vom Berliner Senat eingerichtet und hat sich seit dem zu einem wichtigen Instrument der Hochschulgleichstellungspolitik entwickelt. Ziel ist es, den Frauenanteil auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen und in Führungspositionen zu verbessern und die Verankerung von Gender in Studium und Lehre zu fördern. Mithilfe von Mitteln des Berliner ChancengleichheitsProgramms sollen strukturelle Barrieren abgebaut und somit die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wissenschaft verbessert werden.

An der HWR Berlin wurden durch Mittel des Berliner ChancengleichheitsProgramms verschiedene Maßnahmen erfolgreich umgesetzt:

Das mit Mitteln des BCP 2010 begonnene und erfolgreiche HWR-Stipendienprogramm für Absolventinnen von Berliner Fachhochschulen zur Vorbereitung und Erstellung von Dissertationen wird seit 2016 auf Basis von Promotionsstellen fortgeführt. Ziel des HWR-Stipendienprogramms ist die Qualifizierung einzelner Frauen für eine Professur und somit langfristig die Bildung eines eigenen Rekrutierungspotentials für Professorinnen an Fachhochschulen herauszubilden. Der Erfolg des HWR-Stipendienprogramms zeigt sich durch die erfolgreiche Realisierung mehrerer Promotionen im Rahmen des Programms und zahlreichen Berufungen auf reguläre Professuren, Gast- und Vertretungsprofessuren. Ansprechpartnerin zu den Promotionsstellen ist die zentrale Frauenbeauftragte.

Weitere Maßnahmen und Projekte, die durch das BCP gefördert wurden, stellen der Aufbau des Harriet Taylor Mill-Institutes dar, der ebenso wie die Entwicklung des am Institut entwickelten Weiterbildungsstudiengangs „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“ durch das BCP gefördert wurde. Die HWR Berlin beteiligt sich zudem an einem Berlin hochschulübergreifenden Graduiertenprogramm zum Thema „Digitalisierung“, mit dem u.a. die Promotionsmöglichkeiten für Absolventinnen von Fachhochschulen in Berlin verbessert werden sollen.

04

Weitere Förderprogramme

Das Gleichstellungszukunftskonzept der HWR Berlin wurde im November 2018 durch eine externe Begutachtung zur Weiterführung empfohlen. Somit können drei Professuren durch das Bund-Länder-Programm Professorinnenprogramm III gefördert werden.

Im Wettbewerb mit anderen Hochschulen konnte die HWR Berlin (bzw. ihre beiden Vorgängereinrichtungen) die Fördermittelgeber von Bund und Land bereits zweimal mit ihrem Gleichstellungskonzept überzeugen: Seit 2009 konnten durch die Vergabe von Fördermittelgeldern sechzehn Wissenschaftlerinnen für Professuren an der HWR Berlin gewonnen werden. Finanziert wurden die temporär zusätzlichen Professuren durch das Professorinnenprogramm des BMBF, das BCP (siehe oben) sowie eine Programmlinie des Berliner Masterplans „Ausbildungsoffensive“ und Eigenmittel der Hochschule.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte im Rahmen des Professorinnenprogramms drei vorgezogene Berufungen für die Fachgebiete Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre sowie eine Regelprofessur für Verwaltungsinformatik.

Neben den vom BMBF geförderten Professuren konnten weitere zehn vorgezogene Professuren aus den beiden Berliner Sonderprogrammen realisiert werden. Dabei wurden verschiedene Fächer abgedeckt. Das Spektrum reicht von Rechtsmedizin und Internationaler Unternehmensführung bis hin zum Immobilienmanagement und Rechnungswesen. Besonders erfreulich ist, dass es gelang, technikwissenschaftliche Professuren wie Informatik, Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme und die Verwaltungsinformatik weiblich zu besetzen.

Im Jahre 2014 konnte die HWR Berlin mithilfe des Professorinnenprogramms II eine weiblich besetzte vorgezogene Nachfolgeberufung für das Fach „Arbeitspsychologie/Cross-Cultural Management“ gewinnen. Darüber gelang es den Fachbereichen zwei reguläre Professuren weiblich zu besetzen und durch das bundesdeutsche Programm fördern zu lassen. Mit dem für diese Besetzungen eingeworbenen Finanzmittel hat sich die Hochschule zu weiteren gleichstellungspolitischen Maßnahmen verpflichtet. Neben der expliziten Unterstützung des Schwerpunkts Recht und Geschlecht durch eine wissenschaftliche Stelle im Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung sowie dem Ausbau von Aktivitäten und Zertifizierungen zum Thema Hochschule und Familie soll ein Unterstützungsfonds zur Karriereentwicklung wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen dieselben fördern.

Weitere Informationen:

Studien erweisen es immer wieder: Frauen sind in den Führungspositionen der Wirtschaft immer noch unterrepräsentiert. Um den Ein- bzw. Aufstieg von Frauen ins Management zu fördern, lobt die HWR Berlin daher jährlich vier Stipendien für das MBA-Studium aus. Die Stipendiatinnen werden in der Finanzierung des Weiterbildungsstudiums, das mit dem international anerkannten Grad „Master of Business Administration (MBA)" abschließt, mit jeweils 5.000 Euro unterstützt.

Ausschlaggebend bei der Vergabe der Stipendien sind der berufliche Erfolg der Bewerberinnen, ihr gesellschaftliches Engagement, aber auch soziale Aspekte.

Das MBA-Studium vermittelt anwendungsbezogenes Wissen und die so wichtigen Management-Skills, die Frauen helfen sollen, sich für Führungspositionen zu qualifizieren. Für ein MBA-Studium kann sich bewerben, wer bereits einen ersten Hochschulabschluss, eine mindestens dreijährige Berufspraxis sowie gute Englischkenntnisse hat.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Juli eines jeden Jahres. Weitere Informationen zur Bewerbung sind auf den Seiten der Berlin Professional School zu finden.

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