Gender in Forschung und Lehre

An der HWR Berlin werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt:

01

POLITEIA-Preis für studentische Arbeiten

Zweck des POLITEIA-Preises ist die Auszeichnung schriftlicher Arbeiten von Student/innen und Absolvent/innen aus allen Studienfächern der HWR Berlin auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung. Dabei werden gleichermaßen hervorragende Hausarbeiten, Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Vergeben werden jährlich ein POLITEIA-Preis zu 1.000 Euro und bis zu drei POLITEIA-Medaillen zu jeweils 400 Euro. Dieses Instrument fördert die Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung.

Bewerbungsverfahren                                                                 

Bewerbungen sind einzureichen mit:

  • Kurzbeschreibung der Arbeit (Vorgaben s. Bewerbungsblatt) und vorliegender Arbeit
  • Bewerbungsblatt
  • Preisbezogenes Gutachten einer Lehrkraft
  • Angaben zur Person

Termin der Ausschreibung: 30. November jährlich

Vier Autorinnen wurden in diesem Jahr für ihre vielfältigen Arbeiten zu aktuellen Fragen in der Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnte keine feierliche Verleihung der Auszeichnungen stattfinden. Für 2021 ist eine große Veranstaltung zur Ehrung zweier Jahrgänge angedacht.

POLITEIA-Preis 2019

Der Preis 2019 ging an Paulina Girke für ihre Bachelorarbeit »Female Entrepreneurship in Technology Start-ups: A Comparison between Germany and Australia« im Studiengang International Business Management im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Die Betreuung der Arbeit übernahmen Prof. Dr. Barbara Beham und John C. Davis.

POLITEIA-Medaillen 2019

Laura Sophie van Beek erhielt für ihre Bachelorarbeit »Geschlechterproblematiken im Strafrecht - Eine Studie anhand von Beispielen aus dem materiellen und formellen Strafrecht« im Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement eine POLITEIA-Medaille. Ihre Arbeit wurde betreut von Dr. iur. Smaro Tassi LL.M. und Prof. Dr. Lucian Krawczyk.


Eine weitere Medaille wurde an Denise Bode für ihre Hausarbeit »Mit Strategie zur Gleichberechtigung? Verhandlungsführung selbstständiger Frauen als Mittel zur Reduzierung des Gender Income Gap« im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften verliehen. Betreut wurde ihre Arbeit von Prof. Dr. Claudia Gather und Dr. Clemens Ohlert. 


Die dritte Medaille ging an Felicitas Jalsovec für ihre Masterarbeit »Geschlechtergerechtigkeit im Sport – Eine Untersuchung der Unterrepräsentanz von Frauen in Gremien und Spitzenämtern der Sportbünde, Fachverbände und Vereine« im Fachbereich Allgemeine Verwaltung unter der Betreuung von Prof. Dr. Friederike Edel und Dr. Jana Hertwig.
 

Die prämierten Arbeiten von 2000 bis 2008 sind in der Bibliothek in Lichtenberg einsehbar bzw. ausleihbar.
Die prämierten Arbeiten ab 2009 sind im Frauenbüro am Campus Schöneberg einsehbar.

Folgende Arbeiten sind online abrufbar

Veröffentlichungen der Medaillen- und Preisträger/innen

02

Gender und Diversity in der Lehre

Als explizite Genderprofessuren lehren und forschen

Professur
Professor/in
Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Geschlechterverhältnisse
N.N. (ehemals Prof. Dr. Claudia Gather)
Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht
Prof. Susanne Sonnenfeld

In allen Fachbereichen decken weitere Professuren Genderaspekte in der Lehre und Forschung an der HWR Berlin ab. Ein Teil dieser Forschungen sind am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HTMI der HWR Berlin) gebündelt.

Gender und Diversity in den Wirtschaftswissenschaften

An der HWR Berlin konnten unterschiedliche Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um die Bedeutung von sozialen Verhältnissen in Bezug auf Geschlecht und Diversität u.a. in den Wirtschaftswissenschaften im Rahmen des Studiums zu vermitteln. Studierende aus verschiedenen Bachelorstudiengängen des Fachbereichs 1 können ein Themenfeld im Bereich „Gender und Diversity“ belegen.

Der Leitgedanke ist, geschlechts- und diversitätsspezifische Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zu untersuchen sowie verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung und Verfestigung der Geschlechterverhältnisse auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Die theoriegeleitete Vermittlung und empirische, praxisorientierte Erarbeitung der Studieninhalte soll die Studierenden in die Lage versetzen, diskriminierende Strukturen analysieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeiten zu können.

Das Wahlpflichtfach ist im Bachelor-Studiengang Business Administration angesiedelt und umfasst 8 Semesterwochenstunden. Es ist in der Studien- und Prüfungsordnung institutionalisiert und wird regelmäßig angeboten. Die angebotenen Themen variieren. Beispielsweise wurden in den vergangenen Semestern Veranstaltungen zu Managing Diversity, Gender und Diversity in Betrieb und Gesellschaft sowie Ökonomie und Geschlechterverhältnisse angeboten.

Die Lehrveranstaltungen in Form von seminaristischem Unterricht mit Referaten, Vorträgen und Exkursionen sollen an die bisherigen Schwerpunkte des Studiums anknüpfen, diese erweitern und vertiefen.

03

Genderbibliothek: Abschlussarbeiten mit Gender-Bezug

Das Frauenbüro sammelt geschlechtsspezifische Abschlussarbeiten von Absolvent/innen, die am Campus Schöneberg im Raum 2.57, Badensche Straße 52, einsehbar sind.

Sie sind Absolvent/in der HWR Berlin und Ihre Abschlussarbeit kann u.a. dem Themenbereich Gender / Diversity zugeordnet werden? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Ihre Arbeit für die Bibliothek zur Verfügung stellen.

Nehmen Sie hierzu gerne Kontakt mit unserem Frauenbüro auf.

04

Weiterbildungsprogramm »Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten«

Regelmäßig findet das Weiterbildungsprogramm „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“ statt, dass sich an amtierende und potentielle Mandatsträgerinnen in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien wendet. Mehrere Durchgänge sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden.

05

Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung

Viele wissenschaftliche Aktivitäten werden am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HTMI der HWR Berlin) gebündelt. Das Institut hat seit 2012 einen Schwerpunkt auf Geschlechterverhältnisse in Recht, Justiz und Verwaltung.