Gender in Forschung und Lehre

An der HWR Berlin werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt:

Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung

Viele wissenschaftliche Aktivitäten werden am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung gebündelt. Das Institut hat seit 2012 einen Schwerpunkt auf Geschlechterverhältnisse in Recht, Justiz und Verwaltung.

Zum Institut

Studienrelevante Frauennetzwerke aus Politik und Wirtschaft

Weitere Aktivitäten

Zweck des POLITEIA-Preises ist die Auszeichnung schriftlicher Arbeiten von Student/innen und Absolvent/innen aus allen Studienfächern der HWR Berlin auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung. Dabei werden gleichermaßen hervorragende Hausarbeiten, Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Vergeben werden jährlich ein POLITEIA-Preis zu 1.000 Euro und bis zu drei POLITEIA-Medaillen zu jeweils 400 Euro. Dieses Instrument fördert die Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung.

Bewerbungen sind einzureichen mit:

  • Kurzbeschreibung der Arbeit (Vorgaben s. Bewerbungsblatt) und vorliegender Arbeit
  • Bewerbungsblatt
  • Preisbezogenes Gutachten einer Lehrkraft
  • Angaben zur Person

Termin der Ausschreibung: 30. November jährlich
 

Folgende Arbeiten sind online abrufbar

Die prämierten Arbeiten von 2000 bis 2008 sind in der Bibliothek in Lichtenberg einsehbar bzw. ausleihbar.
Die prämierten Arbeiten ab 2009 sind im Frauenbüro am Campus Schöneberg einsehbar.

Veröffentlichungen der Medaillen- und Preisträger/innen

POLITEIA-Preis 2018

Drei Autorinnen und ein Autor wurden in diesem Jahr für ihre vielfältigen Arbeiten zu aktuellen Fragen in der Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet.


Der POLITEIA-Preis 2018 ging an Konsulatssekretär Pawel Rydygier. Der Absolvent des Fachbereichs Rechtspflege stellte in seiner Abschlussarbeit die Frage, ob eine rechtliche Zuordnung eines Kindes zu Mutter und Vater gem. §§ 1591, 1592 BGB noch zeitgemäß sei. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Diplomierungsfeier des Fachbereichs Rechtspflege statt.

 

Die Übergabe der POLITEIA-Medaillen an Franziska Brekenfelder, Annika Felske sowie Nina Skorna und Elisabeth Zieger fand in Anwesenheit von Dr. Ina Czyborra, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin, statt.

Als explizite Genderprofessuren lehren und forschen

  • Professur für „Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Geschlechterverhältnisse“ (Prof. Dr. Claudia Gather)
  • Professur für „Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht“ (Prof. Susanne Sonnenfeld)

Weitere Professuren decken Genderaspekte in der Lehre und Forschung an der HWR Berlin ab:

  • Professur für „Arbeitspsychologie und Cross Cultural Management“ (Prof. Dr. Barbara Beham)
  • Professur für „Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Strukturwandel und Wohlfahrtsstaat in internationaler Perspektive“ (Prof. Dr. Martina Sproll)
  • Professur für „Volkswirtschaftslehre, insbesondere Verteilung und Sozialpolitik“ (N.N.)
  • Professur für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationssoziologie (Prof. Dr. Sigrid Betzelt)
  • Professur für „Wirtschaftsrecht, insbesondere Arbeitsrecht und Sozialrecht“ (Prof. Dr. Stefanie Lorenzen)
  • Professur für „Volkswirtschaftslehre, insb. Angewandte Mikroökonomik“ (Prof. Dr. Tim Lohse)
  • Professur für „Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme, Fachgebiet: Wissensmanagement, eLearning 2.0“ (Prof. Dr. Heike Wiesner)
  • Professur „Volkswirtschaftslehre“ (Prof. Dr. Antje Mertens)
  • Professur „Organisation, Personal- und Informationsmanagement“ (Prof. Dr. Monika Huesmann)

In den vergangenen Jahren konnten an der HWR unterschiedliche Maßnahmen mit der Zielsetzung, die Bedeutung von sozialen Verhältnissen in Bezug auf Geschlecht und Diversität in den Wirtschaftswissenschaften im Rahmen des Studiums zu vermitteln, entwickelt und umgesetzt werden. So haben Studierende aus mehreren Bachelorstudiengängen des „Fachbereichs 1: Wirtschaftswissenschaften“ die Möglichkeit, im Rahmen des Studienabschnittes 2 ein Themenfeld in den Bereichen Gender und Diversity zu belegen.

Der Leitgedanke dieses Themenfeldes ist, geschlechts- und diversitätsspezifische Strukturierungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zu untersuchen sowie verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung und Verfestigung des Geschlechterverhältnisses auf ihre Relevanz und Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Dabei soll deutlich werden, dass nur durch Veränderungen in der betrieblichen, ökonomischen, gesellschaftlichen und juristischen Praxis Chancengleichheit erreicht werden kann. Die theoriegeleitete Vermittlung und empirisch/praxisorientierte Erarbeitung der Studieninhalte soll die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften in die Lage versetzen, diskriminierende Strukturen und Praxen analysieren zu können und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Bei dem Themenfeld mit Bezug zu Gender oder Diversity handelt es sich um ein Wahlpflichtfach, das im Bachelor-Studiengang Business Administration am „Fachbereich 1:  Wirtschaftswissenschaften“ angesiedelt ist. Als ein Wahlpflichtfach umfasst es 8 Semesterwochenstunden. Es ist in der Studien- und Prüfungsordnung institutionalisiert und wird regelmäßig angeboten.

Lehrinhalte: mehrere thematisch orientierte Lehrveranstaltungen sollen an den bisherigen Schwerpunkten des Studiums anknüpfen, erweitern und vertiefen.

Lehrmethode: seminaristischer Unterricht mit Referaten, Vorträgen und Exkursionen.

Es wird in der Regel jedes Semester ein Themenfeld mit Bezug zu Gender und Diversity angeboten. Die genauen Themen, die inhaltlich behandelt werden, wechseln.  Beispielsweise wurden in den vergangenen Semestern folgende Veranstaltungen angeboten:

  • Managing Diversity
  • Gender und Diversity in Betrieb und Gesellschaft
  • Ökonomie und Geschlechterverhältnisse

Darüber hinaus gibt es auch eine aktive Kooperation mit dem Studiengang „Gender Studies“ der Humboldt Universität zu Berlin, deren Studierende dieses Studienangebot an der HWR Berlin studieren und anschließend an der HU Berlin anerkannt bekommen.

Sammlung geschlechtsspezifischer Abschlussarbeiten

Das Frauenbüro sammelt geschlechtsspezifische Abschlussarbeiten von Absolvent/innen, die am Campus Schöneberg im Raum 2.57, Badensche Straße 52, einsehbar sind.

Regelmäßig findet das Weiterbildungsprogramm »Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten« statt, dass sich an amtierende und potentielle Mandatsträgerinnen in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien wendet. Mehrere Durchgänge sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden.