Gender in Forschung und Lehre

An der HWR Berlin werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt:

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POLITEIA-Preis für studentische Arbeiten

Zweck des POLITEIA-Preises ist die Auszeichnung schriftlicher Arbeiten von Student/innen und Absolvent/innen aus allen Studienfächern der HWR Berlin auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung. Dabei werden gleichermaßen hervorragende Hausarbeiten, Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Vergeben werden jährlich ein POLITEIA-Preis zu 1.000 Euro und bis zu drei POLITEIA-Medaillen zu jeweils 400 Euro. Dieses Instrument fördert die Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung.

Bewerbungsverfahren                                                                 

Bewerbungen sind per E-Mail an das Frauenbüro (frauenbuero(at)hwr-berlin.de) einzureichen mit:

  • Kurzbeschreibung der Arbeit (Vorgaben s. Bewerbungsblatt) und vorliegender Arbeit (PDF-Datei)
  • Bewerbungsblatt
  • Preisbezogenes Gutachten einer Lehrkraft
  • Angaben zur Person

Eine Einreichung der Bewerbungsunterlagen in Papierform ist nicht erforderlich.

Termin der Ausschreibung: 30. November jährlich

Vier Autorinnen wurden im Jahr 2020 für ihre vielfältigen Arbeiten zu aktuellen Fragen in der Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Die Ehrung der beiden POLITEIA-Jahrgänge 2019 und 2020 fand in einer virtuellen Feierstunde im Mai 2021 mit Ehrengästin Dr. Katja von der Bey, WeiberWirtschaft eG, statt.

POLITEIA-Preis 2020

Der POLITEIA-Preis 2020 ging an Denise Verch, Absolventin des Bachelorstudiengangs Economics am Fachbereich 1 Wirtschaftswissenschaften. Ihre herausragende Bachelorarbeit „Ökonomisches Empowerment von Frauen in Indien. Die Rolle der Mikrofinanzierung“ wurde von Prof. Dr. Christina Teipen und Prof. Dr. Dorothea Schmidt betreut.

POLITEIA-Medaillen 2020

Die Absolventin des Bachelorstudiengangs Öffentliche Verwaltung, Jennifer Captuller, erhielt für ihre Bachelorarbeit „Geschlechtertheorien als Erklärungsansatz für ungleiche Verteilung der Sorgearbeit von Frauen“ eine der POLITEIA-Medaillen 2020. Ihre Arbeit im Fachbereich 3 Allgemeine Verwaltung wurde betreut von Sven Paul und Prof. Dr. Heinrich Bücker-Gärtner.


Eine weitere POLITEIA-Medaille wurde an Carla König, Absolventin des Masters International Economics am Fachbereich 1 Wirtschaftswissenschaften, verliehen. Die Betreuung ihrer Masterarbeit „The UN Resolution on Women, Peace and Security - A Critical Policy Analysis of the National Action Plan of Nigeria (2017-2020)“ übernahmenProf. Dr. Martina Sproll und Hanna Völkle.


Mit der dritten POLITEIA-Medaille 2020 wurde Natalja Opferkuch, Absolventin des Diplomstudiengangs Rechtspflege, ausgezeichnet. Ihre Diplomarbeit „Zündstoff Kopftuch. Zur Vereinbarkeit des Berliner Neutralitätsgesetzes mit den Art. 4, Art. 33 und Art. 3 des Grundgesetzes“ im Fachbereich 4 Rechtspflege wurde von Prof. Dr. Jan Eickelberg und Prof. Dr. Anastasia Baetge betreut

Die prämierten Arbeiten von 2000 bis 2008 sind in der Bibliothek in Lichtenberg einsehbar bzw. ausleihbar.
Die prämierten Arbeiten ab 2009 sind im Frauenbüro am Campus Schöneberg einsehbar.

Folgende Arbeiten sind online abrufbar

Veröffentlichungen der Medaillen- und Preisträger/innen

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Gender und Diversity in der Lehre

Als explizite Genderprofessuren lehren und forschen

Professur
Professor/in
Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Geschlechterverhältnisse
N.N. (ehemals Prof. Dr. Claudia Gather)
Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht
Prof. Susanne Sonnenfeld

In allen Fachbereichen decken weitere Professuren Genderaspekte in der Lehre und Forschung an der HWR Berlin ab. Ein Teil dieser Forschungen sind am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HTMI der HWR Berlin) gebündelt.

Gender und Diversity in den Wirtschaftswissenschaften

An der HWR Berlin konnten unterschiedliche Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um die Bedeutung von sozialen Verhältnissen in Bezug auf Geschlecht und Diversität u.a. in den Wirtschaftswissenschaften im Rahmen des Studiums zu vermitteln. Studierende aus verschiedenen Bachelorstudiengängen des Fachbereichs 1 können ein Themenfeld im Bereich „Gender und Diversity“ belegen.

Der Leitgedanke ist, geschlechts- und diversitätsspezifische Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zu untersuchen sowie verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung und Verfestigung der Geschlechterverhältnisse auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Die theoriegeleitete Vermittlung und empirische, praxisorientierte Erarbeitung der Studieninhalte soll die Studierenden in die Lage versetzen, diskriminierende Strukturen analysieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeiten zu können.

Das Wahlpflichtfach ist im Bachelor-Studiengang Business Administration angesiedelt und umfasst 8 Semesterwochenstunden. Es ist in der Studien- und Prüfungsordnung institutionalisiert und wird regelmäßig angeboten. Die angebotenen Themen variieren. Beispielsweise wurden in den vergangenen Semestern Veranstaltungen zu Managing Diversity, Gender und Diversity in Betrieb und Gesellschaft sowie Ökonomie und Geschlechterverhältnisse angeboten.

Die Lehrveranstaltungen in Form von seminaristischem Unterricht mit Referaten, Vorträgen und Exkursionen sollen an die bisherigen Schwerpunkte des Studiums anknüpfen, diese erweitern und vertiefen.

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Genderbibliothek: Haus- und Abschlussarbeiten mit Gender-Bezug

Das Frauenbüro sammelt geschlechtsspezifische Haus- und Abschlussarbeiten von Studierenden und Absolvent/innen, die am Campus Schöneberg im Raum 2.57, Badensche Straße 52, einsehbar sind.

Sie sind Studierende oder Absolvent/in der HWR Berlin und Ihre Arbeit kann u.a. dem Themenbereich Gender / Diversity zugeordnet werden? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Ihre Arbeit für die Bibliothek zur Verfügung stellen.

Nehmen Sie hierzu gerne Kontakt mit unserem Frauenbüro auf.

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Weiterbildungsprogramm »Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten«

Regelmäßig findet das Weiterbildungsprogramm „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“ statt, dass sich an amtierende und potentielle Mandatsträgerinnen in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien wendet. Mehrere Durchgänge sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden.

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Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung

Viele wissenschaftliche Aktivitäten werden am Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HTMI der HWR Berlin) gebündelt. Das Institut hat seit 2012 einen Schwerpunkt auf Geschlechterverhältnisse in Recht, Justiz und Verwaltung.