13.02.2020 — Pressemitteilung 05/2020Pressemitteilung 05/2020 | 13.02.2020

Fachkräftesicherung

Landeskommission legt Roadmap Duales Studium vor

Am Donnerstag, den 13. 02. hat die Landeskommission Duales Studium Empfehlungen für die Stärkung und Qualitätssicherung der praxisorientierten akademischen Fachkräfteausbildung in Berlin vorgelegt.

Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (links) und Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin, stellen die Empfehlungen der Berliner Landeskommission Duales Studium vor.
Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (links) und Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin, stellen die Empfehlungen der Berliner Landeskommission Duales Studium vor. Foto: Sylke Schumann / HWR Berlin

Am Donnerstag, den 13. Februar, hat die Landeskommission Duales Studium Empfehlungen für die Stärkung und Qualitätssicherung der praxisorientierten akademischen Fachkräfteausbildung in Berlin vorgelegt. Darin schlagen die Sachkundigen aus Hochschulen, Wirtschaftsverbänden, Landesbetrieben und von Gewerkschaften einen gezielten Ausbau dualer Studienangebote insbesondere mit Querschnittsthemen aus der Informatik sowie den Ingenieur-, Wirtschafts- und Gesundheitswissenschaften und dem Sozialwesen vor. Duale Studieninhalte sollen verstärkt Themen in Bezug auf Internationalisierung, gesellschaftliches Engagement, Verantwortung und Ethik sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierung aufgreifen, empfiehlt das Gremium. In Berufsfeldern mit hohem Fachkräftebedarf sollen auch attraktive Angebote zur akademischen Weiterqualifizierung für Bachelorabsolventinnen und -absolventen in Form dualer Masterstudiengänge entwickelt werden. Die Expertinnen und Experten formulieren konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Qualität dualer Studienangebote und empfehlen eine gesetzliche Verankerung verbindlicher Standards, unter anderem durch die Schaffung einer Dachmarke „Duales Studium Berlin“. Zudem soll eine Landesagentur Duales Studium eingerichtet werden und als zentrales Kompetenzzentrum die Entwicklung von Studienangeboten unterstützen und Hochschulen, Unternehmen, Verwaltungen und Schulen vernetzen und beraten.

Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, erklärt: „Berlin braucht künftig noch mehr hervorragend ausgebildete Fachkräfte und das Duale Studium bietet eine sehr gute Möglichkeit, diesem Bedarf gezielt zu begegnen. Wir wollen, dass mehr junge Menschen ein hochwertiges duales Studium absolvieren können. Mit dem Abschlussbericht der Landeskommission erhalten wir nun die notwendige Grundlage, um duale Studienangebote in Berlin weiterzuentwickeln. Ich danke allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit. Die vorliegende Roadmap zeigt auf, wo die Reise hingeht. Jetzt gilt es, aus den Empfehlungen nächste Schritte abzuleiten und konkrete Maßnahmen umzusetzen.“

Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, betont: „Das Duale Studium ist ein weithin anerkanntes Erfolgsmodell und deshalb wollen wir es weiter ausbauen. Dabei muss zwingend auch das auf enger Zusammenarbeit von Hochschule und Praxispartnern beruhende hohe Qualitätsniveau sichergestellt sein.“

Die Landeskommission Duales Studium wurde im Dezember 2018 von der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit den staatlichen Fachhochschulen des Landes eingerichtet. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, und Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin), hat die Landeskommission ihre Empfehlungen in verschiedenen Arbeitsgruppen erstellt. Als Grundlage wurde hierfür erstmals eine umfassende Erhebung zu dualen Studienangeboten in Berlin durchgeführt und eine Bestandsaufnahme von Formaten und Erfahrungen erstellt. Zu den 22 Kommissionsmitgliedern gehörten Lehrende und Studierende von Berliner Fachhochschulen, Vertreterinnen und Vertreter von Ausbildungseinrichtungen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Berliner Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer Berlin, der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, der Bundesagentur für Arbeit/Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ein wissenschaftlicher Experte der Humboldt-Universität zu Berlin sowie eine Vertreterin der Berliner Landeskonferenz der Frauenbeauftragten.

Die „Roadmap Duales Studium. Ein Weg zur Fachkräftesicherung für Berlin“ ist hier online abrufbar.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zählt mit 11 000 Studierenden zu den großen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards und einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin ist größter Anbieter von dualen Studiengängen und kooperiert mit über 700 Unternehmen. Sie fördert den Wissens- und Technologietransfer und unterstützt Gründungsaktivitäten über den Startup Incubator Berlin. Die Hochschule unterhält 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Deutschlandweit führend bezogen auf die Internationalisierung von BWL-Studiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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