03.04.2019 — Pressemitteilung 13/2019Pressemitteilung 13/2019 | 03.04.2019

Graduierungsfeier

Berliner Polizei erhält Verstärkung

Neue Polizei- und Kriminalkommissarinnen und -kommissare braucht Berlin. 156 Absolvent/innen des Studiengangs für den gehobenen Polizeivollzugsdienst treten ihren Dienst an.

Max Jüstel hat seinen Bachelor für den gehobenen Polizeivollzugsdienst an der HWR Berlin abgelegt und mittlerweile seinen Dienst angetreten. Er ist einer von 156 neuen Schutzpolizei- und Kriminalkommissar/innen Berlins.

Für Max Jüstel hat sich nicht weniger als ein Kindheitstraum erfüllt. Der 20-jährige Berliner gehört zu den 156 Absolvent/innen des Bachelorstudiengangs für den gehobenen Polizeivollzugsdienst, die im April als Schutzpolizei- bzw. Kriminalkommissar/innen in der Hauptstadt ihren Dienst aufnahmen. Auf seinem Abschnitt 32 im Stadtbezirk Mitte sei immer „viel los“, sagt der frisch gebackene Polizist. Das weiß er aus eigener Erfahrung, denn rund um den Alexanderplatz hat er im 5. Semester sein praktisches Einsatztraining absolviert. An dem Beruf gefallen ihm vor allem der Kontakt zu unterschiedlichen Menschen und die Möglichkeit, ihnen bei Bedarf helfen zu können, die unvorhersehbaren und vielfältigen Herausforderungen des Einsatzes, als auch die sportliche Komponente des Jobs. Der passionierte Handballer, der für den Polizeisportverein Berlin spielt, hebt noch einen Aspekt heraus: „Der Teamgeist unter den Kolleginnen und Kollegen zieht sich durch alle Reihen. Das ist ganz wichtig, denn ohne diesen Zusammenhalt könnten wir unseren Beruf nicht machen.“

Berlins Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik unterstrich das ebenso und sprach in ihrer Festansprache zur Graduierung und Ernennung der neuen Polizeiangehörigen am 29. März 2019 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin zudem die anstehende Strukturreform an. Sie ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, kritische Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen in eine „moderne und bewegliche Polizei für Berlin“.  

Durch den demographischen Wandel in den Verwaltungen und so auch bei der Polizei stehen die Chancen für einen Karriereaufstieg gut für den Fachkräftenachwuchs, betonte Berlins Innensenator Andreas Geisel in seinem Grußwort. Lebenslanges Lernen zahle sich aus, sagte der Senator und richtete vor allem an die Absolventinnen den Appell, die Übernahme von Führungsverantwortung in Erwägung zu ziehen. Zudem stellte er die baldige Angleichung der Beamtenbesoldung auf das Niveau anderer Bundesländer in Aussicht und dankte den Graduierten dafür, dass sie sich für die Hauptstadtpolizei entschieden haben. Denn mit der wachsenden Stadt wachse auch die Verwaltung, zahlenmäßig und hinsichtlich des Anforderungsprofils der Beschäftigten.

Sandra Filipczyk zum Beispiel ist eigens aus Hessen nach Berlin gezogen, hat erst die Polizeiausbildung im mittleren Dienst absolviert, in der Hauptstadt Berufserfahrung im aktiven Dienst bei einer Einsatzhundertschaft gesammelt und anschließend ein Bachelorstudium an der HWR Berlin angeschlossen. Als verbeamtete Kriminalkommissarin wird sie beim Landeskriminalamt im Bereich Betrug tätig sein.  Die 31-Jährige ist die Erste aus ihrer Familie auf diesem Berufsweg und fühlt sich gut vorbereitet auf die neuen Aufgaben, auch durch ihre Berufs- und Lebenserfahrung. „Weil Berlin so multikulti ist, hat es mich hierher gezogen, hier gibt es einfach alles“, sagt Filipczyk.

Es ist diese Vielfalt, die es zu verteidigen gelte. „Demokratie ist, miteinander zu reden, zu argumentieren und sich gegenseitig Respekt zu erweisen, ohne Ansehen der Person“, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Meyer. Die verantwortungsbewussten und qualifizierten Polizistinnen und Polizisten tragen beruflich und oft darüber hinaus mit persönlichem sozialen Engagement zum Schutz dieses gesellschaftlichen Verständnisses bei und verdienten Hochachtung, sagte Meyer.

Das Bachelorzeugnis und die Ernennungsurkunden haben die Absolventinnen und Absolventen der HWR Berlin bereits in der Tasche. Bei einem Festakt in der Berliner Philharmonie werden die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger der Polizei Berlin am 8. April 2019 noch offiziell vereidigt.  

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zählt mit 11 000 Studierenden zu den großen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards und einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin ist größter Anbieter von dualen Studiengängen und kooperiert mit über 700 Unternehmen. Sie fördert den Wissens- und Technologietransfer und unterstützt Gründungsaktivitäten über den Startup Incubator Berlin. Die Hochschule unterhält 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Deutschlandweit führend bezogen auf die Internationalisierung von BWL-Studiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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