05.06.2019 — Pressemitteilung 27/2019Pressemitteilung 27/2019 | 05.06.2019

Forschungskooperation

Unternehmensnachfolge in neun Varianten

In über 100 000 deutschen Unternehmen steht aktuell ein Führungswechsel an, doch nicht nur hierzulande. Das EU-Projekt STOB Regions erarbeitet Lösungsstrategien für Wirtschaft und Politik in Europa.

Prof. Dr. Birgit Felden, HWR Berlin, spricht im Video-Interview über die Relevanz von Unternehmensnachfolge für Wirtschaftsregionen in ganz Europa. 450 000 Betriebe stehen in den nächsten Jahren vor einem Führungswechsel. Foto: Sylke Schumann

Rahmenbedingungen und Dimensionen unterscheiden sich von Land zu Land. Doch eines haben die neun Wirtschaftsregionen, die sich im EU-Projekt „Succession and Transfer of Business in Regions“ (STOBRegions) gezielt mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinandersetzen, gemein: das Potential und die Dringlichkeit zum Handeln erkannt. 450 000 Unternehmen in Europa wechseln jedes Jahr Besitzer/in oder Führungsetage. Über zwei Millionen Arbeitsplätze sind davon betroffen.

In den vergangenen Jahren war der Fokus von Wirtschaftsforschung und -politik im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stark auf Unternehmensgründung und  Startups gerichtet. Doch auch von einer gelungenen Weitergabe etablierter, nicht selten als Familienunternehmen geführter Betriebe an die nächste Generation hängt die Wirtschaftsentwicklung einer Region und damit des gesamten Landes ab. In Deutschland gelten 95 Prozent als Familienunternehmen, beschäftigen zwei Drittel aller Beschäftigten. Seit drei Jahren widmen sich Wissenschaftler/innen gemeinsam mit Vertreter/innen von Wirtschaftsverbänden und Regionalverwaltungen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Polen, Rumänien, Slowenien und Spanien dem Thema. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin fungiert als Scientific Advisor in diesem INTERREG-Projekt.

Im Video-Interview zeigt Prof. Dr. Birgit Felden, Professorin für Mittelstand und Unternehmensnachfolge an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, die Bedeutung des Themas für Deutschland und Europa auf und spricht über Erreichtes und Ziele des interregionalen EU-Projekts STOB Regions und regionale Unterschiede, die unterschiedliche Lösungsansätze verlangen.

Weitere Informationen zum Projekt

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zählt mit 11 000 Studierenden zu den großen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards und einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin ist größter Anbieter von dualen Studiengängen und kooperiert mit über 700 Unternehmen. Sie fördert den Wissens- und Technologietransfer und unterstützt Gründungsaktivitäten über den Startup Incubator Berlin. Die Hochschule unterhält 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Deutschlandweit führend bezogen auf die Internationalisierung von BWL-Studiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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