29.08.2019 — Pressemitteilung 41/2019Pressemitteilung 41/2019 | 29.08.2019

Digitalisierung

Lösungsansätze für industrielle Produktion

Die internationale Forschungs-Community trifft sich ab heute an der HWR Berlin zur viel beachteten wissenschaftlichen Fachkonferenz MIM 2019 und diskutiert über Implikationen von Industrie 4.0.

700 Wissenschaftler/innen aus 51 Ländern diskutieren auf der IFAC-Fachkonferenz MIM 2019 an der HWR Berlin über Auswirkungen und Management der Digitalisierung auf die industrielle Produktion. / Fotos: Sylke Schumann

„Um eine sichere Zukunft zu gestalten, sollten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärker daran arbeiten, gezielter darauf einzuwirken, einen Sinneswandel bei Politiker/innen, Verantwortlichen in  Wirtschaft und Gesellschaft und bei der jungen Generation herbeizuführen, als nur akademische Publikationen zu verfassen.“ Prof. Dr. Christopher S. Tang von der University of California in Los Angeles richtete in seinem Vortrag unter dem Titel „Managing Global Supply Chains in the Industry 4.0 Era“ zur Eröffnung der dreitägigen internationalen Wissenschaftskonferenz MIM 2019 einen Appell an die Teilnehmer/innen.

Bis zum Freitag diskutieren 700 Wissenschaftler/innen aus 51 Ländern aus den Bereichen Industrial Engineering, Fertigungstechnologien, Informationstechnologien, Produktions- und Supply Chain Management und Operations Research an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin Umsetzung und Konsequenzen der umfassenden Digitalisierung der industriellen Produktion. Die International Federation of Automatic Control (IFAC) hat zur bisher größten Tagung dieser Art in die deutsche Hauptstadt eingeladen.

„Die Interdisziplinarität verleiht der Konferenz ihren einzigartigen Charakter, ermöglicht eine globale Sicht auf den Bereich des Manufacturing“, sagt Tagungsleiter Prof. Dr. Dmitry Ivanov von der HWR Berlin. Er hebt hervor, dass das Expert/innen-Treffen dazu dient, bereichsübergreifende Synergieeffekte herauszuarbeiten als Grundlage für die Anbahnung von interdisziplinären Kooperationen und zur Bildung internationaler Arbeitsgruppen.

Der Präsident der HWR Berlin, Prof. Dr. Andreas Zaby, hob in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung von Universitäten und Hochschulen als Treiber von Innovation und wirtschaftlichem Fortschritt hervor. „Forschungsergebnisse müssen implementiert und angewendet werden“, so Zaby. „Wir sehen es als eine unserer zentralen Aufgaben an, den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit über Fächer- und  Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen und zu verstärken. Unser Anspruch dabei ist es, gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft anwendungsorientiert Lösungen zu erarbeiten für die realen Probleme und Herausforderungen unserer Zeit“, so Zaby.  Prof. Dr. Christopher S. Tang hatte in seiner Keynote an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie Blockchain-Technologien eingesetzt werden, um Lebensmittelsicherheit zu erhöhen und Hochseetransport effizienter und transparenter zu gestalten. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit und damit alle von den neuen Entwicklungen der Digitalisierung profitieren, Ökonomien in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht weiter zurückfallen, müssen Wissenschaftler/innen und Verantwortliche in Wirtschaft und Politik sich ihrer soziale Verantwortung bewusst werden und bei ihren Entscheidungen berücksichtigen, betonte Tang.

Die Konferenzthemen rund um „Industrie 4.0“ wie Risikomanagement, Resilient Enterprise, Digital Supply Chains und Smart Operations treiben die Forschungs-Community voran und dienen als Hauptkatalysatoren für internationale Projekt- und Veröffentlichungsaktivitäten. Die beteiligten deutschen Wissenschaftler/innen gehören zur internationalen Spitzengruppe auf ihren Fachgebieten, was die Veranstaltung weltweit so attraktiv macht.

„Die HWR Berlin ist geprägt durch praxisorientierte Lehre auf der Basis unserer breitgefächerten und interdisziplinären Forschungsaktivitäten“, sagt Prof. Dr. Susanne Meyer, Vizepräsidentin der HWR Berlin und stellvertretende Tagungsleiterin der MIM 2019. Die Hochschule sei deshalb prädestiniert als Ausrichterin dieser in Fachkreisen viel beachteten Konferenz und verweist auf die Internationalität der HWR Berlin: „Ein Netzwerk aus 179 aktiven Partnerschaften mit Universitäten und anderen wissenschaftlichen Institutionen auf allen Kontinenten ermöglicht den intensiven akademischen Austausch, der Studierende und Professorinnen und Professoren einschließt. Die HWR Berlin lebt Internationalität“, so Meyer.

Die Tagung findet alle drei Jahre statt, jeweils an einem anderen Hochschulstandort. Die 9th IFAC/IFIP/IFORS/IEEE International Conference MIM 2019 „Manufacturing Modeling, Management and Control“ ist eine der wichtigsten Konferenzen auf dem Fachgebiet “Production Management and Industrial Engineering”. Als Industriepartner beteiligen sich an dieser 9. MIM-Konferenz, die unter dem Motto: „Digital, Resilient and Sustainable Manufacturing 4.0“ steht, AnyLogic, BMW, Fraunhofer IPK, Rolls Royce, Siemens, Stadler und SupplyOn.

Die Konferenz wird unterstützt durch die IFAC (Hauptsponsor) vertreten durch TC 5.2 Manufacturing Modelling for Management and Control, TC 1.3 Discrete Event and Hybrid Systems, TC 3.2 Computational Intelligence in Control, TC 4.3 Robotics, TC 5.1 Manufacturing Plant Control, TC 5.3 Enterprise Integration and Networking, TC 5.4 Large Scale Complex Systems, TC 7.4 Transportation systems, TC 9.1 Economic, Business und Financial Systems.

Mehr Informationen MIM 2019

Wissenschaftlicher AnsprechpartneR
Prof. Dr. Dmitry Ivanov
E-Mail: dmitry.ivanov(at)hwr-berlin.de

Medienvertreter/innen sind herzlich eingeladen. Tagungsleiter Prof. Dr. Dmitry Ivanov steht für Interviews zur Verfügung. Interviewanfragen bitte an presse@hwr-berlin.de

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zählt mit 11 000 Studierenden zu den großen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards und einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin ist größter Anbieter von dualen Studiengängen und kooperiert mit über 700 Unternehmen. Sie fördert den Wissens- und Technologietransfer und unterstützt Gründungsaktivitäten über den Startup Incubator Berlin. Die Hochschule unterhält 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Deutschlandweit führend bezogen auf die Internationalisierung von BWL-Studiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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