Bau- und Nutzungsgeschichte

Campus Schöneberg

Der Campus Schöneberg ist mit rund 4.000 Studierenden der zentrale Campus der HWR Berlin. Zum Campus Schöneberg gehören fünf Gebäude in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes in der Badenschen Straße.

 

Seit Herbst 2010 befinden sich Hochschulleitung und zentrale Hochschulverwaltung im grundlegend sanierten Gebäude Haus A. Das 1938/39 von Kurt Bornemann errichtete ehemalige Haus der deutschen Brauwirtschaft wurde in den 1980er Jahren durch das Schöneberger Wohnungsamt und zuletzt durch das Sozialamt des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg genutzt. 2006 wurde die Nutzung des Gebäudes der Hochschule übertragen. Das Gebäude ist denkmalgeschützt. Sehenswert sind der Eingangsbereich mit seinem Treppenhaus und die beiden Sitzungssäle im zweiten Geschoss.

 

Die 1971 gegründete Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin, eine Vorgängereinrichtung der HWR Berlin, nutzte von Beginn an das heutige Haus B. Der nach einem Entwurf des Architekten Arthur Vogdt errichtete Bau in der Badenschen Straße 50–51 wurde 1939 als Verwaltungsgebäude errichtet. In den 1950er Jahren wurde das im Krieg stark beschädigte Gebäude wieder aufgebaut. Zunächst zog die Hochschule für Politik ein, später das Hochschulinstitut für Wirtschaftskunde und die Höhere Wirtschaftsfachschule, aus der 1965 die Wirtschaftsakademie und später die FHW Berlin hervorging. 2005/2006 erfolgte die Aufstockung des Gebäudes entsprechend des ursprünglichen Baus auf fünf Geschosse und damit wurde die Raumsituation bei steigenden Studierendenzahlen verbessert.

 

Zum Campus gehören ebenfalls Haus C, ein Anbau aus den 1970er Jahren, sowie zwei Gebäude in der Babelsberger Straße.

Campus Friedrichshain

In der Nähe des S-Bahnhofs Ostkreuz, einem der traditionellen Berliner Industriestandorte, werden durch die Hochschule Räumlichkeiten des ehemaligen Fabrik- und Verwaltungsgebäudes der Knorr-Bremse AG in der Neuen Bahnhofstraße 9–17 genutzt. Im Jahre 1993 wurden die Berliner Produktionsstandorte in der Neuen Bahnhofstraße durch die Knorr Bremse AG aufgegeben.

 

1998 bezog die „Berufsakademie Berlin“ mit ihren dualen Fachrichtungen, Verwaltungen und Einrichtungen, wie dem Rechenzentrum und einer Bibliothek, dort zwei Geschosse. Bis Ende 2010 waren der heutige Fachbereich Berufsakademie mit etwa 1.800 Studierenden dort untergebracht. Ab 2011 werden am Campus Friedrichshain Räume für Lehrveranstaltungen mehrerer Fachbereiche genutzt.

 

Das Gebäude wurde 1913–16 durch den Architekten Alfred Grenander errichtet, der unter anderem durch die Gestaltung vieler Berliner U-Bahnhöfe Weltruhm erlangte. An- und Umbauten in den 1920er und 1950er komplettierten die industrielle Gesamtanlage mit einer Fläche von über 24.000m². Heute sind Teile des Gebäudekomplexes denkmalgeschützt.

 

Campus Lichtenberg

Der Campus Lichtenberg der HWR Berlin ist Teil des Bildungs- und Verwaltungszentrums Friedrichsfelde (BVZ) in Berlin-Lichtenberg. Er umfasst drei Häuser auf dem BVZ-Areal. Der Gebäudekomplex des BVZ wurde 1984/85 als Zentrale der Bezirksverwaltung Berlin des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) errichtet. 1992 begannen die Umgestaltung des riesigen Gebäudekomplexes zu einem modernen Verwaltungszentrum. Auf dem Gelände wurde ein neues Hörsaalgebäude, der sogenannte "Fischbauch", für die damalige Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege (FHVR) errichtet. Nach zweijähriger Bauzeit zog die Hochschule 1994 vom Ku’damm Karree (City West) nach Berlin-Lichtenberg.

 

Im Vorfeld der Fusion der FHVR Berlin mit der FHW Berlin zur HWR Berlin 2009 ist bereits im Oktober 2007 der duale Studiengang BWL/Handel des Fachbereichs Berufsakademie an den Campus Lichtenberg umgezogen. Ende 2010 sind die Sanierungs- und Umbauarbeiten an Haus 5 abgeschlossen und der gesamte Fachbereich Berufsakademie zieht nach Lichtenberg. Ab 2011 finden hier ca. 4.000 Studierende moderne Lehr- und Lernbedingungen.