21.10.2016 — Pressemitteilung 62/2016Pressemitteilung 62/2016 | 21.10.2016

Ohne Klimaschutz ist Deutschlands Wirtschaft nicht zukunftsf

Professor/innen der HWR Berlin beraten Wirtschaft und Politik

Professorinnen und Professoren der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin sind gefragt als Berater/innen in Wirtschaft und Politik. Am 19. Oktober 2016 wurde Prof. Dr. Holger Rogall zur Expert/innenanhörung in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages geladen. Er wurde als Sachverständiger angehört zu notwendigen Maßnahmen in Sachen Klimaschutz und der damit verbundenen Chance zur Schaffung von Arbeitsplätzen und der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Zentrale Frage war, ob  und wie Klimaschutz ein wesentlicher Innovationsmotor sein kann, der die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sichert.

„Wenn Staaten rechtzeitig und konsequent ökologische Leitplanken einziehen, das hat Japan unter Beweis gestellt, kann die Industrie des Landes sehr viel Innovationskraft daraus schöpfen“, betont der Professor für Nachhaltige Ökonomie an der HWR Berlin. „Bestimmte Techniken, mit denen Deutschland heute noch Weltmarktführer ist, sind nicht zukunftsfähig“, warnt Rogall und fordert, Deutschland müsse sich an die Spitze in Sachen Klimaschutz setzen.
„Wir müssen Weltmarktführer in der Transformation hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung werden und die 100-prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien anstreben“, sagt der Nachhaltigkeitsexperte an die Adresse der Politik gerichtet. Rogall erläutert, dass schon heute 2,2 Millionen Menschen im Umweltsektor arbeiten und erwartet durch den nachhaltigen Umbau der deutschen Volkswirtschaft "eine noch erheblich höhere Beschäftigung". Anlass für die Anhörung war der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen unter dem Titel „Weichen für die ökologische Modernisierung der Wirtschaft stellen – Chancen des Klimaschutzes nutzen“.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin gehört auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitswissenschaften in Lehre und Forschung zu den führenden Institutionen in Deutschland. Neben den Master-Studiengängen „Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement“ und „Wirtschaftsingenieur/in – Energie und Umweltressourcen“, wird dieser Schwerpunkt auch in wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Programmen angeboten. Fachbezogene Forschungsaktivitäten bündelt die HWR Berlin im interdisziplinär ausgerichteten Institut für Nachhaltigkeit (INa). Das Nachhaltigkeitsforum der Hochschule bietet seit vielen Jahren eine wichtige internationale Plattform für Information und Austausch auf diesem Gebiet. Die nächste Konferenz findet am 30. November 2016 an der HWR Berlin statt unter dem Titel „Bewertung unternehmerischer Nachhaltigkeit“.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zählt mit 11 000 Studierenden zu den großen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards und einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin ist größter Anbieter von dualen Studiengängen und kooperiert mit über 700 Unternehmen. Sie fördert den Wissens- und Technologietransfer und unterstützt Gründungsaktivitäten über den Startup Incubator Berlin. Die Hochschule unterhält 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Deutschlandweit führend bezogen auf die Internationalisierung von BWL-Studiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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