AI everywhere: Was macht der Einsatz von KI in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Alltag mit mir und der Welt?

  • Wer?

    Prof. Dr. Dirk-Mario Boltz

  • Wann?

    Semesterkurs
    Beginn: Samstag, 24.10.2026
    16:00–19:15 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS /ECTS  1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F103

„Die eigentliche Gefahr der Künstlichen Intelligenz ist nicht, dass Maschinen wie Menschen denken, sondern dass Menschen wie Maschinen denken.“
Sherry Turkle, Soziologin und Technikforscherin

Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags und prägt wirtschaftliche Prozesse, wissenschaftliche Erkenntnisse, kulturelle Produktion und individuelle Entscheidungsfindung. Diese interdisziplinär angelegte Lehrveranstaltung bietet Studierenden die Möglichkeit, aktuelle KI-Werkzeuge kennenzulernen, praktisch anzuwenden und ihre Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft kritisch zu reflektieren.

Im Mittelpunkt stehen sowohl grundlegende Funktionsweisen moderner KI-Systeme (z. B. generative KI, Entscheidungs- und Empfehlungssysteme) als auch deren konkrete Einsatzfelder in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Alltag. Anhand von Beispielen, Übungen und Fallstudien erproben die Teilnehmenden verschiedene Tools und analysieren deren Potenziale, Grenzen und Risiken. Ethische, soziale, rechtliche und ökologische Fragen – etwa zu Verantwortung, Bias, Transparenz, Kreativität oder Machtverschiebungen – werden kontinuierlich mitgedacht und diskutiert.

Die Veranstaltung kombiniert kurze Inputs mit praxisorientierten Arbeitsphasen, Gruppenarbeiten und Reflexionsformaten. Ziel ist es, eine informierte, reflektierte und handlungsfähige Haltung gegenüber KI zu entwickeln – sowohl im Studium als auch im späteren Berufs- und Alltagsleben.

Lernziele

  • Überblick über zentrale KI-Anwendungen und -Werkzeuge
  • Praktische Anwendung ausgewählter KI-Tools
  • Kritische Reflexion gesellschaftlicher, kultureller und individueller Auswirkungen von KI
  • Entwicklung einer eigenen Position zum verantwortungsvollen Einsatz von KI

Aus Philosophie und Geschichte lernen: Orientierungsmöglichkeiten für das moderne Management

  • Wer?

    Justinus Pieper

  • Wann?

    Seminar, wöchentlich
    Mittwoch, ab 21.10.2026
    16:00-19:15 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F24

Das Seminar vermittelt in Geschichte und Gegenwart bewährte Führungsprinzipien und Strategieregeln auf ethischer Grundlage.

Ziele des Seminars

Studierende mit Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten vertraut machen, die sich ihnen als Führungskraft stellen.

  • Mit Studierenden ein Bewusstsein für Strategien und Taktiken entwickeln, die sie selbst verwenden bzw. die gegen sie verwendet werden können – sei es durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sei es durch die außerbetriebliche Konkurrenz.
  • Die Einübung von Führungsprinzipien und Strategien
  • sowie der Abwehr und Vereitelung von unfreundlichen Maßnahmen und Strategien der Konkurrenz.

Durch die zugrunde gelegten philosophischen und historischen Bezüge wird zudem die eigene Bildung erweitert, durch die Ableitung aus konkreten historischen Beispielen bzw. Geschichten werden die Führungsgrundsätze und Strategien leichter erinnerlich. 

Behandelt werden u. a. die Gewinnung von Mentor*innen und Finanziers, der Umgang mit Vorgesetzten, das Gewinnen und Halten von Verbündeten, der Aufbau und das Mobilisieren von Netzwerken, der richtige Umgang mit eigenen Schwächen (und Stärken), das gekonnte Entscheiden, die verbesserte Legitimation, Konsistenz und Glaubwürdigkeit als Führungskraft, die Grundlagen der Mitarbeitermotivation, der professionelle Auftritt und die glaubhafte Kreation des eigenen Images. 

Es geht in diesem interdisziplinär angelegten Seminar immer auch um Erfahrungsaustausch, das Lernen mit- und voneinander sowie das erfolgreiche Netzwerken, insbesondere zwischen Studierenden und erfahrenen Führungskräften, die gegen Ende des Semesters als Gäste eingeladen sind." 

Zielgruppe

Studierende aller Semester und Studiengänge

Lehrmethode

Je Lehreinheit einleitender Vortrag und vertiefende Diskussion

Berlin as a Place of German History, Culture and Politics

  • Wer?

    Justinus Pieper

  • Wann?

    Start: Friday 16th of October 
    3:00pm–6:00pm

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F13

Objectives

Foreign students are invited to get acquainted with German history, culture and politics by attending a series of lectures as well as engaging with everyday life and rhythm of contemporary Berlin.

Participants

Exchange and guest students, number of participants restricted to 30 students

Teaching Program

Students are invited to study German society and everyday life in Berlin in several ways as by Dynamic lectures (on German history, culture and politics);
Visits to Berlin institutions of public interest (such as Bundestag and media);
Excursions and walks to important places of historic interest as well as of modern Berlin (Märkisches Museum, DHM, Stasi-Museum; architecture; streets; the ‘Bayerisches Viertel’ around the BSEL; Berlin’s industrial past; Berlin in the Cold War; the Brandenburg Gate and the Holocaust Memorial; Berlin’s present culture and subcultures).

Literature

To be announced at the beginning of the seminar

Civil engagement and volunteering

  • Wer?

    Christina Druffel

  • Wann?

    15th of October  / 4:00 pm – 7:00 pm 
    7th of January  / 4:00 pm – 7:00 pm 

  • Wo?

    Campus Schöneberg und Campus Lichtenberg

  • Credits

    2 ECTS (3 ECTS bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-NZ03

The module is aimed at students who are involved in voluntary work within the university or in civil society or are planning to do so during the semester. It offers the opportunity to contextualise the content of their own voluntary work, reflect on personal progress and become more aware of their own role in voluntary work. The aim is for participants to learn how to place their volunteer work in a social, environmental, or societal context and to develop motivation and strategies for future activities.

The module can be used to accompany voluntary service for reflection purposes and offers the opportunity to have your commitment recognised. It is also part of the sustainability certificate.

For voluntary work/commitment to be taken into account in this module, it must be completed during the course of study, cover at least the period of one semester (6 months) and comprise at least 50 hours of work. 

For those who are not yet involved in volunteering:
We offer the opportunity to organize a conference on civic engagement and volunteering as a recognized volunteer activity (for the sustainability certificate).

If you have any questions, feel free to contact us at: nachhaltigkeit@hwr-berlin.de.

Contents and sequence: 

The module is divided into two blocks: 

1.First block (start of semester): Kick-off 

  • Module introduction & goals
  • Theoretical input on civil engagement
  • Exchange on successes and challenges in volunteering

2.Second block (end of semester): Conference

  • Present projects/reflection
  • Feedback and discussion
  • Reflect on learning
  • Wrap-up

Assessment: 

2 CP are awarded for participation and the presentation (in the form of a poster) of your own commitment in both blocks. Students who also submit a reflection journal or a blog post series at the end of the semester and successfully pass will receive a total of 3 CP. 

Learning objectives: 

After completing the module, participants will be able to: categorise their voluntary work in terms of content and society, critically reflect on personal progress and challenges, develop strategies to make volunteering sustainable and motivating, inspire other students and the civil society community through their volunteering. 

Target group: 

The module is aimed at students from all disciplines who are interested in volunteering or are already involved.

To receive the Sustainability Certificate, you’ll need to complete this course.

"Digitaler Kapitalismus": Ökologisch und sozial nachhaltig? Potentiale und Widersprüche.

  • Wer?

    Detlef Fester

  • Wann?

    Seminar
    Mittwochs, ab 21.10.2026
    18:00 – 21:15 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg 

  • Credits

    2 SWS /ECTS  1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F108

Bedient man sich der allgemein gebräuchlichen Suchmaschine Google, um Aufklärung über die Bedeutung der Begriffe „Digitalisierung“, respektive, „Nachhaltigkeit“, zu erhalten, liefert Google zum ersten Begriff (Digitalisierung) 24.400.000 Ergebnisse und zum zweiten (Nachhaltigkeit) 80.900.000. Ungeachtet der zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Definition der beiden scheinbar populären Begriffe, scheint es für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen eindeutigen Zusammenhang zwischen „Digitalisierung“ und „Nachhaltigkeit“ zu geben:

»Durch die Digitalisierung wird die deutsche Wirtschaft (…) nachhaltiger, da sie erheblich zu Ressourcenschonung und Energieeffizienz beiträgt.« [1]

Sowohl die nähere Bestimmung der beiden Begriffe als auch die Hinterfragung der These des Bundesministeriums sind Ausgangspunkt des Seminars, da der Prozess der „Digitalisierung“ und die Forderung nach „Nachhaltigkeit“ nur hinreichend in ihren Möglichkeiten und Grenzen verstanden werden können, wenn man die Einbettung beider Begriffe im wirtschaftlich und gesellschaftlich spezifischen Kontext berücksichtigt, den man üblicherweise mit der Chiffre „Kapitalismus“ umschreibt.

Die „Digitalisierung“ mag unser Wissen über den derzeitigen und zukünftigen Zustand unserer Umwelt verbessern und neue Potentiale schaffen, unsere sozialen und ökonomischen Prozesse nachhaltiger zu reorganisieren, ist jedoch selber nicht ohne Auswirkung auf die Umwelt.

Die Digitalisierung hat selbst Auswirkungen auf die Umwelt:

  • sie erfordert den Einsatz und die Nutzung von Endgeräten und Infrastrukturen

Negative Umweltwirkungen entstehen:

  • bei der Gewinnung und Verarbeitung der benötigten Rohstoffe zur Herstellung der physischen Endgeräte,
  • durch den Energieverbrauch beim Betrieb von Geräten Anlagen und Infrastrukturen,
  • durch steigende Mengen an Elektronikschrott (Entsorgungsproblem).

Ziel des Seminars ist es, nicht nur die möglicherweise negativen Effekte der Digitalisierung in einem kapitalistischen Kontext sichtbarer zu machen, sondern nach Anregungen zu suchen, wie die „Digitalisierung“ gestaltet werden müsste, um die negativen Effekte zu minimieren, damit sie die positiven Systemwirkungen der „Nachhaltigkeit“ nicht konterkarieren.

Zielgruppe

Studierende aller Studiengänge


[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2015). S. 5

Einführung in die Rechtsphilosophie

  • Wer?

    Tristan Straub

  • Wann?

    Semesterkurs, wöchentlich
    Do, ab 15.10.2026
    18–19.30 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F37

„Summum ius, summa iniuria“ – bedeutet die höchste Verrechtlichung auch zugleich das größte Unrecht? Ist Vertrauen gut, aber Kontrolle besser? Ist erlaubt, was nicht verboten ist? Stimmt zu, wer schweigt? Sind Einige gleicher als Andere? Ist Folter zulässig, um Leben zu retten? Bin ich mein eigener Eigentümer?

Zielsetzung

Es wird der Sinn des Rechts in Raum und Zeit, d.h. rechtsvergleichend und historisch untersucht werden. Es geht dabei um das Verhältnis des Rechts zu Gerechtigkeit, Wahrheit und Nützlichkeit, aber auch die Haltung des Rechts gegenüber Moral und Ethik. Aufklärung im Sinne Immanuel Kants: um den „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ zu befördern.

Zielgruppen

Studierende aller Semester mit der Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am sokratischen Lehrgespräch

Lehrinhalte

Die Seminarmitglieder erforschen und diskutieren, ob und wie ein Rechtssystem sich gegenüber anderen gesellschaftlichen Subsystemen wie Politik, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln, abgrenzen und emanzipieren konnte, und welche Bedeutung das Recht innerhalb der Gesellschaft hat. Dabei werden u.a. folgende Probleme und Fragen behandelt:

  • Recht als Herrschaftsinstrument
  • Wirtschaftsrecht: Konflikte zwischen Freiheit und Gleichheit, Sicherheit und Risiko, Gemeinwohl und Partikularinteresse
  • Religionsgemeinschaften und Recht
  • „Naturgesetzlichkeit“ und Recht

Lehrmethode

Seminaristischer Unterricht

Gentrifizierung und nachhaltige Stadtplanung

  • Wer?

    Christoph Broszies

  • Wann?

    Semesterkurs, wöchentlich
    Mittwoch, ab 21.10.2026
    16.00 – 18.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F106

Die Gentrifizierung bezeichnet den Verdrängungsprozess finanziell schwächerer Gesellschaftsgruppen und/oder ethnischer Minderheiten durch den Zuzug wohlhabenderer Bewohner und Geschäfte. Einher geht dieser Prozess mit der Privatisierung öffentlicher Bereiche und einem Verlust gesellschaftlicher Vielfalt. In hyperkapitalisierten Städten wie London und New York lässt sich seit den 1970er/80er eine neue Dynamik beobachten: Dabei werden ganze Stadtviertel über Nacht von großen Baufirmen, unterstützt von internationalen Kapitalgesellschaften, „erneuert“ oder „revitalisiert“; die Stadtverwaltung tritt in diesem Spiel je nach Perspektive als hilfloser Verwaltungsapparat oder als wegbereitender Unterstützer auf. 

In diesem Seminar werden wir uns zum einen mit der Literatur zum Thema beschäftigen und einen kritischen Blick auf Gentrifizierung erarbeiten. Zum anderen wollen wir anhand vorhandener Rohdaten (Einkommensstruktur, Bildungsgrad, Mietpreise, etc.) selbst anhand der Beispiele Berlin und NYC diese Verdrängungsprozesse nachzeichnen.

Zielgruppe

Studierende aller Fachbereiche

Green Project Lab: Bring your ideas to life!

  • Wer?

    Laura Wagner, Christina Druffel

  • Wann?

    Semesterkurs
    ab 23.10.2026
    9–14.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS; 1 – 2.5 (bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F84

In this practice-oriented course, students acquire hands-on project management skills by conceiving and implementing their own sustainability initiatives on campus in small, self-organized teams. The course builds competencies in structuring, coordinating, and communicating projects effectively – skills that are highly relevant across disciplines and career paths.

The topics are not predefined but emerge from the students themselves through an open-ended process modeled on design thinking. Teams engage with campus users to explore their needs, challenges, and usage patterns in the field of sustainability – ranging from climate adaptation and mobility to resource use or social interaction on campus. Based on these insights, students generate ideas, prioritize promising approaches, and develop and implement their own project over the semester.

After a joint kickoff session, teams work autonomously, managing their own timelines, tasks, and coordination – much as in a real-world project setting. Two consultation sessions offer the chance to check in, get feedback, and address challenges along the way. The semester concludes with a joint final presentation, where all teams showcase their projects, insights, and outcomes.

The course fosters teamwork, self-organization, and social learning, and contributes to the broader vision of a sustainable future.

Objective

The Green Project Lab enables students to independently develop and implement a sustainability project from start to finish. They learn to identify needs and problems, generate and evaluate ideas creatively, and plan, manage, and evaluate their project – developing practical solutions to ecological and social challenges while strengthening their project management and self-organization skills.

Structure

The Green Project Lab is designed as an interdisciplinary seminar that runs for one semester with a lean, autonomy-driven format:

  • Kickoff session: joint introduction to the course, methods, and team formation
  • Self-organized project work: teams independently explore topics, develop ideas, and implement their own sustainability project on campus
  • Two consultation sessions: opportunities to receive guidance, feedback, and support during project work
  • Final presentation: all teams present their projects, insights, and results

The thematic focus emerges anew each semester through students' own exploration and ideation process – possible topic areas include, for example, green-blue infrastructure, sustainable mobility, renewable energies, resource conservation, or social sustainability on campus.

Dates

On Thursdays: 

  • 23 Oct – 11 Dec - Project work – self-study
  • 23 October, 9 am – 2 pm, Kickoff
  • 12 November, 2h,  Individual counselling
  • 25  November, 2h, Individual counselling
  • 11 December,  9 am –2 pm, Final Project presentations

Examination performance

  • Presentation
  • Additional task (for 2.5 ECTS): Reflection diary and project report

Literature:

Literature will be announced at the beginning of the course. 

Target groups

The course is open to students from all universities and non-university students with an interest in the topic and is explicitly aimed at all departments.

Credits can be counted towards the sustainability certificate.

Israel, Palästina und die aktuelle Debatte: Geschichte, Konflikte, Antisemitismus

  • Wer?

    Reza Zadeh

  • Wann?

    Seminar
    Freitag, ab 27.11.2026
    12.00–18.00 Uhr

  • Wo?
  • Credits

    1 SWS / ECTS 0,5

  • Kursnummer

    SG-F85

Ein Seminar des Projekts "Bildungsbaustein Israel“ des Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB) 


Das Seminar bietet eine multiperspektivische Einführung in die Geschichte und Gegenwart des israelisch-palästinensischen Konflikts. Ausgangspunkt ist die historische Entwicklung der Region von der Antike bis in die Gegenwart: Machtansprüche verschiedener Akteure, das Entstehen von jüdischer wie arabischer Nationalbewegung und die Staatsgründung Israels 1948.

Im Mittelpunkt steht die Frage, warum der Konflikt trotz wiederholter Verhandlungsinitiativen – vom Friedensschluss mit Ägypten bis zu den Oslo-Abkommen – bis heute ungelöst ist. Zugleich wird die deutsche Debatte kritisch in den Blick genommen: Wo beginnt israelbezogener Antisemitismus, wo endet legitime Kritik an der Politik Israels? Und wie verhält es sich auf der arabisch-palästinensischen Seite mit der Trennlinie zwischen historischer Analyse und politischer Propaganda?

Themen sind unter anderem Flucht und Vertreibung, die Lebensrealität arabischer Israelis, Regimekritik in der Region sowie die Folgen aktueller Kriege. Ein besonderer Fokus liegt auf der vergleichenden Betrachtung von Antisemitismus und Rassismus: Wo bestehen Parallelen, wo Unterschiede?

Das Seminar lädt zur offenen, wissenschaftlich fundierten Diskussion ein, in der auch widersprüchliche Positionen nebeneinanderstehen dürfen.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Wirtschaft und Verwaltung

  • Wer?

    Elke Bohnaker

  • Wann?

    Blockseminar
    05.03.–16.03.2027
    10-17 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg und Exkursionen

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 

  • Kursnummer

    SG-F29

Zielsetzung

Die erfolgreiche Unternehmenskommunikation setzt eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit voraus. Auch für öffentliche Verwaltungen, Polizei und Sicherheit und andere Berufsgruppen ist dies erforderlich. In diesem Seminar werden Sie, anhand praktischer Exkursionen, PR Arbeit live und lebensnah erleben und diskutieren. Am ersten Tag findet eine theoretische Einführung zur Begriffsdefinition und zur Erarbeitung von Basiswissen statt. Dabei werden Instrumente und Möglichkeiten aber auch Grenzen der klassischen PR vorgestellt und diskutiert.

Zielgruppe

Studierende, die einen Einblick in die Arbeit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhalten wollen. Ebenso Studierende, die sich vorstellen können, zukünftig in diesem Bereich (PR / Journalismus) zu arbeiten.

Liebe Kursinteressierte: Die Seminarzeiten werden täglich von 9.00 bis 17 Uhr stattfinden. An einem Tag wird der Treffpunkt schon gegen 7 Uhr sein und auch eine Abendveranstaltung ist geplant.
Sicherlich werden wir nicht an jedem Tag bis 17 Uhr Seminar haben! Sie werden nicht mehr als ihre nötige Stundenanzahl für die Credits teilnehmen müssen. Aber da wir viele Exkursionen machen werden, benötige ich etwas Planungsspielraum. Der detaillierte Plan des Blockseminars wird erst am ersten Tag des Seminars ausgegeben.
Ich kann Ihnen versprechen, dass es eine spannende Woche wird!

Lehrinhalte

  • Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Ethik, Wirkungsweise und Moral in der PR, Krisen-PR;
  • Instrumente, Methoden, Ziele, Zielgruppen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;
  • Umgang mit Journalisten und Medien
  • Zusammenarbeit mit externen PR Dienstleistern

Lehrmethode

Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Durchführung von Exkursionen. Im Verlauf der Woche wird an unterschiedlichen Orten Berlins in Form von Kurzvortrag, Lehrgespräch, Diskussion, Einzelübungen & Gruppenarbeit am aktuellen Erleben das Thema erforscht.

Termine

In der Woche zwischen Auftakt und Abschluss, wird es einzelne Exkursionen zu verschiedenen Institutionen und Veranstaltungen geben. Die Termine werden zu Beginn der Veranstaltung abgesprochen, da sie sich nach den Exkursionsterminen richten. Insgesamt wird der Seminarumfang von 2 sws nicht überschritten.

Recht im digitalen Wandel

  • Wer?

    Niko Härting

  • Wann?

    Seminar, wöchentlich
    Montag, ab 26.10.2026
    18.00–20.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS; ECTS 1 (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F50

Die Digitalisierung schreitet voran. Technik entwickelt sich fort und verändert Wirtschaft und Gesellschaft. In diesem Kurs geht es um die Rolle des Rechts in einem Umfeld, das sich stetig wandelt. Anhand aktueller Beispiele wird erörtert, wie Recht entsteht und wie sich Recht an Veränderungen anpasst.

Grundlagen

Was ist eigentlich Recht? Und wie entsteht Recht? Bestimmt Europa, was Recht ist? Oder der Bundestag? Und warum „sprechen“ Gerichte Recht?

Internetrecht

Welches Recht gilt im World Wide Web? Wie funktioniert Verbraucherschutz? Wem gehören Daten und was genau heißt „Datenschutz“? Was versteht man unter „geistigem Eigentum“ und wie wird es geschützt? Was heißt eigentlich „Haftung“ und wer „haftet“ im Netz für was?

Persönlichkeitsrechte und Kommunikationsfreiheit

Was sind Grundrechte und wie werden sie geschützt? Welches Grundrecht hat Vorrang, wenn Grundrechte kollidieren? Welche Rolle spielen das Bundesverfassungsgericht, der Europäische Gerichtshof, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte? Was versteht man unter „Rechtsfortbildung“?

Rechtliche Vorkenntnisse sind für diesen Kurs nicht erforderlich.

Sprache, Macht, Respekt: Ein Seminar zu Diskriminierung und gewaltfreier Kommunikation

  • Wer?

    Sonja Janositz / Dina Neufeld-Bockmann

  • Wann?

    Seminar
    Auftakt: Montag, 02.11.2026 
    14:00-18:00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg 
    online

  • Credits

    1 SWS / ECTS 0.5

  • Kursnummer

    SG-F93

Das Seminar setzt sich aus zwei Themenschwerpunkten zusammen. Im ersten Teil des Seminars setzen wir uns mit struktureller Diskriminierung auseinander. Wir analysieren, wie individuelles Handeln, Institutionen und kulturelle Praktiken ungleiche Chancen und Ausschlüsse (re)produzieren. Anhand von Praxisbeispielen und Reflexionsübungen erarbeiten wir Strategien, um Diskriminierung in unterschiedlichen Kontexten zu erkennen und abzubauen. Das Seminar richtet sich an alle, die ein tieferes Verständnis für soziale Ungleichheiten entwickeln und zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen möchten. Im zweiten Teil des Seminars zur Gewaltfreien Kommunikation (GFK) lernen Sie, wie Sie Ihre Kommunikation bewusster, wertschätzender und klarer gestalten können. Sie erhalten praxisnahe Werkzeuge, um Konflikte konstruktiv zu lösen, Missverständnisse zu vermeiden und zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken – offline wie online. Sie erhalten Einblick in Grundlagen, Prinzipien und die vier Schritte der GFK und vertiefen Ihr Wissen durch praktische Übungen und Fallbeispiele.

Total Blackout

  • Wer?

    Sabine Wilms

  • Wann?

    Seminar 
    Montag, 19.10.2026
    18.00 – 21.15 Uhr 

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    1 SWS / ECTS 0 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F109

2070. Wir fahren mit Elektroautos. Alles ist digital auf Tablets, Mobiltelefonen, 3D-Brillen. Die KI dominiert unser Denken und Sehen. Es gibt keine Zeitungen und Magazine mehr. Statt Plakaten blinken überall Leuchtreklamen. Nur noch wenige Stimmen warnen unermüdlich für die notwendigen Maßnahmen zur Energieeinsparung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energien.

Plötzlich steht alles still. Ein gigantischer Stromausfall. Kein Internet. Kein Google Pay. Kein Radio. Keine gekühlten Getränke. Totale Dunkelheit in der Nacht. Wochenlang. 

In der Lehrveranstaltung sollen zum einen die Folgen, aber auch die Möglichkeiten, dieser Krise diskutiert und sowohl inhaltlich als auch formal ein Konzept für unterschiedliche Plakatkampagnen auf Papier entwickelt werden (Generatoren ermöglichen partielles Arbeiten an Computern) um Informationen auszutauschen. Dafür ist es notwendig verlernte Schreibtechniken, analoge Fotografie, Drucktechniken usw. wieder zu entdecken und zu berücksichtigen. 

Zum anderen sollen Maßnahmen für kurz-. mittel- und längerfristige Unterstützung und Veränderung entwickelt werden:

Welche weiteren Strategien und neuen Kommunikationsformen gibt es, um die Bevölkerung zu beruhigen, kontrollieren und einzubinden. Bei allem Chaos und Ängsten: Welche neuen Freiheiten und kreativen Möglichkeiten ergeben sich zukünftig? 

Dafür ist wichtig, dass die verschiedenen Fachbereiche zusammenarbeiten: Wie greift alles ineinander?

Content für die Kampagnen kann sein, sich wieder auf traditionellere Berufe zu besinnen. Wo können vergessene Praktiken und Gewerke erlernet werden? Die Wirtschaft wird extrem unter dem Zusammenbruch leiden – wie bringt man die Menschen an die Arbeitsplätze zurück. Gewährleistung von Sicherheit. 
Wo kann ich mich informieren? 
Natürlich das Thema Energie: endlich aktiv umdenken, jede*r Einzelne ist Teil des Dilemmas und muss den Energieverbrauch reduzieren – aber auch ein Aufruf an die Konzerne dieses globale Problem in den Griff zu kriegen.

Ziel ist eine studienübergreifende Teamarbeit, bei der sowohl konzeptionell als auch praktisch neue Wege beschritten werden. 
Es gibt kein ‚fertiges‘ Endresultat, im Zentrum steht der Prozess.

Zielgruppe

Bachelor und Master / keine Vorkenntnisse / Interesse für Nachhaltigkeit und Gestaltung

Zukunft gestalten – Über die Kunst der Zuversicht in Zeiten der Polykrise

  • Wer?

    Stephan Bohle

  • Wann?

    Seminar
    Donnerstag, ab 22.10.2026
    15.30 – 18.45 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg und online

  • Credits

    2 SWS /ECTS  1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F110

Wie wollen wir eigentlich leben? Diese Grundfrage leitet das Seminar. Klimakrise, Kriege, soziale Spaltung, wirtschaftliche Unsicherheit – oft alles gleichzeitig. Wir nehmen diese „Polykrise" ernst, ohne in Pessimismus zu verfallen, und fragen: Wie wird aus Sorge Zuversicht und aus Zuversicht Handeln?

Die Leitfrage: Wie wollen wir eigentlich leben? – ein gutes Leben innerhalb der planetaren Grenzen

Polykrisen & Kurzfristigkeit: Warum wir in einer Zeit sich überlagernder Krisen leben und wie kurzfristiges Denken uns ausbremst

Planetare Grenzen, ökologischer Fußabdruck & das Wachstumsparadigma

Wer den Wandel trägt: das Zusammenspiel von Gesellschaft (Bürger*innen), Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – alle vier Perspektiven fließen in die Analyse „Was läuft falsch? Wie kann es besser laufen?" ein

Wie sich die Wirtschaft wandeln muss: neue Geschäftsmodelle, Kreislaufwirtschaft, Future-Fit-Business, etc.

UN Sustainable Development Goals

Was kann ich tun? Selbstwirksamkeit und Handlungsspielräume – mein Handabdruck

Exkursion in das Futurium Berlin – das „Haus der Zukünfte"

Zielgruppe/Zielgruppe

Studierende aller Bachelor- und Masterstudiengänge und Fachbereiche. Keine Vorkenntnisse erforderlich – unterschiedliche fachliche Perspektiven sind ausdrücklich erwünscht.

Literatur

  • Göpel, Maja (2020): Unsere Welt neu denken, Ullstein, Berlin
  • Jackson, Tim (2021): Wie wollen wir leben?, oekom, München
  • Schneidewind, Uwe (2018): Die große Transformation, Fischer, Berlin
  • Hickel, Jason (2023): Weniger ist mehr, oekom, München
  • Berg, Christian (2020): Ist Nachhaltigkeit utopisch?, oekom, München