Alumna der HWR Berlin wird Bundesministerin

Eine steile Karriere hat Franziska Giffey hingelegt. Die Diplom-Verwaltungswirtin und promovierte Politikwissenschaftlerin startete nach dem Master-Abschluss „Europäisches Verwaltungsmanagement“ an der HWR Berlin richtig durch. Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin wechselt nun in die Bundesregierung.

09.03.2018

Eine steile Karriere hat Franziska Giffey hingelegt. Die Diplom-Verwaltungswirtin und promovierte Politikwissenschaftlerin startete nach dem Master-Abschluss „Europäisches Verwaltungsmanagement“ an der HWR Berlin richtig durch. Die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin wechselt nun in die Bundesregierung.
Dr. Franziska Giffey ist die erste Absolventin der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, die in das Amt einer Bundesministerin berufen wird.  Präsident Prof. Dr. Andreas Zaby freut sich über diese herausragende Leistung und hat ein persönliches Glückwunschschreiben übersandt.
Ihr Karriereweg begann mit dem Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin. 2005 erwarb Franziska Giffey den Master-Abschluss „Europäisches Verwaltungsmanagement“. In einem Interview für einen Beitrag im Hochschulmagazin der HWR Berlin sagte sie schon vor fünf Jahren, dass diese Abschlüsse an der jetzigen HWR Berlin ihr „viele Alternativen eröffneten, die ohne die solide Verwaltungs- und Rechtskenntnis nicht möglich gewesen wären.“ Dass dieser Berufsweg sie in die Bundesregierung führen würden, konnte sie damals nicht ahnen. Nach dem Studium arbeitet sie zunächst im Bürgermeisterbüro in Treptow-Köpenick, von wo aus sie 2002 auf die ausgeschriebene Stelle der Europabeauftragten des Bezirks Neukölln wechselte. Sie holte EU-Mittel in den Bezirk und war politisch aktiv, wurde Mitglied der Neuköllner SPD. Daneben absolvierte sie den berufsbegleitenden Masterstudiengang und promovierte anschließend an der Freien Universität Berlin. Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung wählte sie, damals 32 Jahre alt, zur Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport. Giffey war verantwortlich für über 360 Mitarbeiter/innen, 65 öffentliche Schulen mit 30 000 Schüler/innen, alle Kultur- und Sporteinrichtungen des Bezirks und die Europaarbeit und für ein Jahresbudget von 32 Millionen Euro. „Ein Job, der Anspruch, Freude und große Bereicherung für mich ist“, sagte sie. Der Anspruch und die Aufgaben wuchsen, als die HWR-Alumna 2015 Bezirksbürgermeisterin des stark von Zuwanderung geprägten Berliner Bezirks Neukölln wurde, der 328 000 Einwohner/innen zählt und ein Modell für viele Städte in Deutschland und Europa ist. Nun hat die SPD sie für das Amt der Bundesfamilienministerin in der Großen Koalition vorgesehen.
„Unsere Alumni sind die besten Botschafterinnen und Botschafter der HWR Berlin – wir sind stolz auf ihre vielfältigen Leistungen“, sagt Präsident Prof. Dr. Andreas Zaby und verweist auf die vielen erfolgreichen Alumni in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Die Alumni der Hochschule bleiben nicht nur in ihrer Vita, sondern auch aktiv mit ihrer Alma Mater verbunden. Franziska Giffey ist ein besonders gutes Beispiel: Die Neuköllner Bürgermeisterin übernahm zum Beispiel die Verleihung des Politeia-Preises zur Prämierung der besten Studierendenarbeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung im Jahr 2014. Auch als Festrednerin zur Semestereröffnung am 12. April 2018 hatte sie zugesagt – mal schauen, ob sie dazu noch Zeit hat. Die HWR Berlin freut sich sehr, dass ihre Alumna so eng der Hochschule verbunden geblieben ist. Die Hochschule unterstützt die Ehemaligen dabei, sich untereinander und mit Studierenden zu vernetzen, fördert den fachwissenschaftlichen Austausch und hält sie über Neues aus der Hochschule, aus der Lehre und Forschung auf dem Laufenden. Weitere Informationen: