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Stipendien für Wirtschaftsrecht-Studierende der HWR Berlin

Drei Studierende des Studiengangs Wirtschaftsrecht an der HWR Berlin erhalten als Stipendiatinnen und Stipendiaten fachliche und finanzielle Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit.

15.10.2018

Eine neue Kooperation zwischen Bundesagentur für Arbeit und der HWR Berlin ermöglicht drei Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsrecht ein Stipendium. Franziska Klaus, Tim Kaube und Leonardo Castillo Lichtner, die im dritten bzw. vierten Semester Wirtschaftsrecht an der HWR Berlin studieren, sammeln ab dem Wintersemester praktische Berufserfahrungen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Das Ziel: sich Schritt für Schritt, direkt am Arbeitsplatz, auf den zukünftigen Beruf vorbereiten. Bis zum Ende ihres Studiums arbeiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten während der vorlesungsfreien Zeiten und im Praxissemester unter fachlicher Anleitung in verschiedenen Bereichen der Bundesagentur. Dafür erhalten sie monatlich 880 Euro bzw. 1.570 Euro. Nach Studienabschluss übernimmt die Behörde die Absolventinnen und Absolventen für mindestens zwei Jahre.

Vor dem Start des Wintersemesters haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten bereits zwei Monate lang in der Bundesagentur gearbeitet und dort verschiedene Stationen durchlaufen. Tim Kaube will den Vorteil, dank des dualisierten Förderprogramms „schon mal einen Fuß in der Tür zu haben“, für seine spätere Karriere nutzen: „Diese gut organisierte, große Behörde hat mich positiv überrascht“, fasst Kaube seine ersten Eindrücke zusammen. Die Zukunft der Bundesagentur will er aktiv mitgestalten. Die angehenden Wirtschaftsjuristinnen und -juristen werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt: operative Services, Familienkasse, Immobilienmanagement, Vertragsgestaltung oder Vergaberecht. Zudem stehen den Stipendiat/innen dank Digitalisierung der Dienstleistungen und Verwaltungsabläufe neue Berufsfelder offen, wie etwa Videoberatung.

Frühzeitiger Übergang in den Beruf

Studiengangsleiter Prof. Dr. Sebastian Schunke hebt den großen Mehrwert für die Studierenden hervor: „Es freut mich sehr, dass wir durch diese Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit einen weiteren direkt messbaren und attraktiven Anwendungsbezug für unsere Studierenden geschaffen haben, der frühzeitig einen sehr guten Übergang in den Beruf ermöglicht.“ Dass sich die Ansätze der Bundesagentur und der HWR Berlin hervorragend ergänzen, hebt Prof. Dr. Susanne Meyer, Vizepräsidentin der HWR Berlin, hervor: „Wir passen gut zusammen, denn uns sind dieselben Dinge wichtig: eine anspruchsvolle, zukunftsgerichtete akademische Ausbildung bei konsequenter Anwendungsorientierung.“ Die vielfältigen Erfahrungen der Hochschule mit kooperativen und dualen Studiengängen machten sich positiv bemerkbar. „Wir freuen uns, ausgewählten, leistungsbereiten Studierenden hier auch eine finanzielle Förderung vermitteln zu können“, so Meyer weiter.

Auch für die Bundesagentur für Arbeit stellt das Förderstudium eine zukunftsweisende Partnerschaft dar. Simone Faßbender, in der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg als Geschäftsführerin für die Geschäftsfelder Personal und Finanzen verantwortlich, sieht viele Chancen für alle Beteiligten: „Die Studierenden lernen die Bundesarbeitsagentur in der Praxis als attraktiven Arbeitgeber kennen. Sie erhalten von uns eine solide finanzielle Unterstützung, so dass sie sich auf ihr Studium konzentrieren und sofort nach ihrem Abschluss in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten durchstarten können. Wir wiederum gewinnen wissenschaftlich hervorragend ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten, die wir brauchen, um auch zukünftig gesellschaftliche Veränderungen qualitativ hochwertig begleiten und mitgestalten zu können.“

Neue Stipendien im kommenden Jahr

Die Hochschule setzt im Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht beispielsweise auf den Schwerpunkt Arbeitsrecht und Personal, seit jüngstem auch auf Recht der digitalen Wirtschaft. Sowohl juristische als auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden vermittelt, diese qualifizieren für den späteren Einsatz in gehobenen Positionen der Wirtschafts- und Verwaltungspraxis. „Absolventinnen und Absolventen sind vor allem gefragt in Personal- oder Rechtsabteilungen, im Vertragsmanagement oder in Compliance-Abteilungen, bei Versicherungen und Banken sowie in Unternehmensberatungen, Verbänden, Stiftungen und Behörden“, weiß Schunke.

Die bislang so erfolgreiche Kooperation geht auch im kommenden Jahr weiter. Dann will die Bundesagentur für Arbeit fünf dieser Stipendien für Wirtschaftsrecht-Studierende der HWR Berlin ausloben. „Es zeigt sich, dass der Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht, wie wir ihn an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin aufgebaut haben und lehren, insbesondere mit den Spezialisierungsmöglichkeiten sehr gut in der Praxis ankommt“, sagt Schunke.

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