Neuigkeit | Auslandssemester

Internationale Tage an der HWR Berlin

Während der Internationalen Tage erhielten Studierende der HWR Berlin die Möglichkeit, sich über Studienplätze im Ausland, Bewerbungsverfahren und Stipendien zu informieren.

01.11.2018

Für alle Studierenden der HWR Berlin, die das jeweils kommende Wintersemester im Ausland verbringen möchten, organisiert die Hochschule immer im Herbst  die Internationalen Tage. Auch in diesem Herbst konnten Interessierte alles Wissenswerte über verfügbare Studienplätze im europäischen und außereuropäischen Ausland, das Bewerbungsverfahren und Stipendien erfahren – am 29. und 30 Oktober am Campus Schöneberg, am 31. Oktober am Campus Lichtenberg. Auf dem Internationalen Marktplatz gab es zudem die Möglichkeit, sich mit Studierenden aus der ganzen Welt auszutauschen und die ein oder andere internationale Köstlichkeit zu probieren.  

Studierende der HWR Berlin berichteten über ihre Erfahrungen an einer der zahlreichen Partnerhochschulen. Ausländische Studierende wiederum stellten ihre Heimathochschule vor und sprachen über ihre Erfahrungen als Austauschstudierende in Berlin. „Das Beste an einem Auslandssemester ist die Chance, junge Leute aus vielen Ländern zu treffen und sich mit ihnen anzufreunden“, fasste Hernan Ulises Ledesma seine Motivation zusammen, die ihn für ein Semester nach Deutschland führte. Ganz so einfach sei dies für ihn allerdings nicht gewesen, gestand Ledesma. Deutsche seien häufig sehr zurückhaltend, wenn es darum ginge, mit ausländischen Studierenden ins Gespräch zu kommen, erzählte der Argentinier. Ledesma studiert an der Universidad de Buenos Aires (UBA), der größten Universität Argentiniens, und ist aus seinem Land gewohnt, dass Menschen aus aller Welt relativ schnell miteinander in Kontakt kommen.

Prägende Erfahrungen aus Nord- und Südamerika

Den umgekehrten Weg ging Svenja Schwarz. Das Sommersemester 2018 verbrachte sie in Lateinamerika – allerdings nicht in Buenos Aires, sondern an der brasilianischen Universidade Estadual de Campinas, kurz UNICAMP. Campinas ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und liegt etwa 100 km nördlich der gleichnamigen Megastadt. Die Tatsache, dass São Paulo in nur eineinhalb Stunden zu erreichen ist, sei durchaus praktisch, berichtete Schwarz. Ihr selbst schien es im für brasilianische Verhältnisse beschaulichen Campinas, die immerhin gut eine Million Menschen beheimatet, allerdings besser zu gefallen. Schwarz schwärmte von den zahlreichen Grünanlagen und Parks und resümierte, sie habe sich in der Stadt rundum wohl gefühlt: „Ich war viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe mich eigentlich immer sicher gefühlt – als Universitätsstadt ist Campinas relativ wohlhabend.“ Die Vorlesungen und Kurse an der UNICAMP würden zwar alle auf Portugiesisch abgehalten, doch auch mit Spanischkenntnissen komme man in der Regel gut zurecht.

Prägende Erfahrungen machte auch Laura Kristan, die im 6. Semester Business Administration an der HWR Berlin studiert. Ihr Bild eines entspannten Lifestyles in den USA habe sie kurz nach ihrer Ankunft in Kalifornien zurechtrücken müssen: „Die Kurse an der San Diego State University sind auf jeden Fall arbeitsaufwändiger als die meisten Kurse an der HWR Berlin“, berichtete sie. Zum hohen Arbeitsaufwand komme der vergleichsweise hohe Kostenaufwand; allein für ihre Wohnung im beliebten Stadtteil Pacific Beach habe sie 800 Dollar pro Monat aufbringen müssen, gab Kristan zu bedenken. Über ihr Austauschsemester konnte sie allerdings fast ausschließlich Positives berichten, angefangen vom weitläufigen Campus bis hin zu den aus ihrer Sicht exzellenten Studienangeboten. Ein gutes Beispiel: das Modul „Business Ethics“, „einer der anspruchsvollsten Kurse, die ich je besucht habe.“  

Auf der Suche nach dem richtigen Tandempartner 

Sich über Partnerhochschulen und das Leben in einem anderen Land zu informieren ist aber nur eine unter mehreren Möglichkeiten, sich auf ein Auslandssemester vorzubereiten. Für nicht wenige Studierende, die es ins Ausland zieht, stellt das Erlernen einer im gewünschten Zielland gesprochenen Fremdsprache eine beträchtliche Hürde dar. Als festen Bestandteil der Angebote während der Internationalen Tage organisierten Mitarbeiter des Sprachenzentrums der HWR Berlin daher ein so genanntes „Speed Dating“, das deutschen und ausländischen Studierenden ermöglichte, auf spielerische Art und Weise passende Tandempartnerinnen oder Tandempartner zu finden. Als Ergänzung zu einem Sprachkurs sei der Tandem-Austausch eine effektive Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen oder aufzufrischen, sagte Aaron Schmidt vom Sprachenzentrum.  

Ein hilfreicher erster Schritt war das „Speed Dating“ beispielsweise für Bene Imperial. Die 19-Jährige studiert Rechtswissenschaften an der HWR Berlin und will im vierten Semester ein Auslandspraktikum in Portugal absolvieren. Damit sie ihren Plan am Ende umsetzen kann, muss sie noch Portugiesisch lernen – einen potenziellen Tandempartner habe sie gerade gefunden, erzählte Imperial.  

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