HWR Berlin Forschung beim Nomos-Verlag

Aktuelle Publikationen

Eickelberg, Jan

HWR Berlin Forschung, Bd. 62
ISBN 978-3-8487-2919-7 (Print) 2016, 154 S. edition sigma
in der Nomos Verlagsgesellschaft

Von Unternehmen – insbesondere (großen) Aktiengesellschaften – wird vielfach gefordert, sie sollten ihrer Rolle als „Good Corporate Citizen“ gerecht werden und einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Wenn sie dieser Forderung durch Unternehmensspenden nachkommen, bewegen sie sich allerdings auf umstrittenem Terrain: Widersprechen nicht Spenden dem Gewinnerzielungsziel der AG? Oder fördern sie das Image der Gesellschaft und dienen damit dem Unternehmensinteresse? Gehen Vorstände und Aufsichtsräte ein Haftungsrisiko ein, wenn sie Spenden zulassen?

Der Verfasser geht solchen Fragen nach, indem er zunächst unter Heranziehung juristischer wie betriebswissenschaftlicher Argumente und Ansätze untersucht, ob die Organe einer AG dazu berechtigt sind, im Wege einer Unternehmensspende auch altruistisch Nichtaktionärsinteressen zu berücksichtigen. Außerdem zeigt er die Grenzen auf, die bei der Vergabe von Unternehmensspenden zu beachten sind. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Untersuchung und unter Berücksichtigung eines Vergleichs mit der Lage in den USA stellt der Autor schließlich konkrete praxisbezogene Handlungsempfehlungen für das Management einer AG bei der Spendenvergabe vor.

Lewalter, Sandra

HWR Berlin Forschung, Bd. 60/61
ISBN 978-3-8487-2340-9 2015, 291 S., Broschiert, Euro 17,90 edition sigma
in der Nomos Verlagsgesellschaft

Vom Abfallbetrieb über den Flughafen bis zum Krankenhaus: Zahllose Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft wurden in den letzten Jahrzehnten privatisiert ! oft begleitet von heftigen Kontroversen. In diesen Debatten wurden die Folgen für die Beschäftigten oft nur wenig beachtet, und geschlechtsspezifische Wirkungen wurden erstaunlich wenig thematisiert, obwohl durch Privatisierung ein gleichstellungsrechtlicher Rückschritt droht. Denn Gleichstellungsgesetze für den öffentlichen Dienst sind danach nicht mehr anwendbar; Errungenschaften wie die Gleichstellungsbeauftragte oder Quotierungsregeln gehen verloren. Sandra Lewalter liefert mit diesem Buch erstmals eine umfassende Darstellung des für Organisationsprivatisierung relevanten europäischen und nationalen Gleichstellungsrechts.

Die Kernaussage: Privatisierungsakteure sind verpflichtet, dieses Recht zu beachten. Durch die innovative Verknüpfung von wirtschaftsrechtlich komplexen Sachverhalten mit Gleichstellungsrecht entwickelt die Autorin konkrete Vorgaben und Handlungsoptionen für eine gleichstellungsorientierte Umsetzung von Privatisierung. Ferner konkretisiert sie die Beteiligungsrechte von Gleichstellungsbeauftragten und Personalräten bei Privatisierung.

Gather, Claudia / Biermann, Ingried / Schürmann, Lena / Ulbricht, Susan / Zippri

HWR Berlin Forschung, Bd. 58/59
ISBN 978-3-89404-799-3 (EAN 9783894047993) 2014, 331 S., kartoniert, Euro 19.90

In der Forschung über Selbständigkeit und Existenzgründungen dominieren bislang vor allem betriebswirtschaftliche Perspektiven. Sehr viel seltener stehen sozialwissenschaftliche Zugänge im Zentrum – obwohl die Selbständigkeit eine Vielzahl von Problemen aufwirft, die im Fokus der Sozialwissenschaften stehen: Aspekte der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Work-Life-Balance und der sozialen Sicherung sind hier in besonderer Weise berührt, ebenso Fragen nach Geschlechterdifferenzen im Gründungsgeschehen sowie bei Branchen- und Einkommensentwicklungen. Nicht zuletzt stellt der Start in die Selbständigkeit meist einen tiefen biografischen Einschnitt dar, der die Lebenslauf- und Berufsverlaufsforschung herausfordert. Dieser Band zielt darauf ab, einer sozialwissenschaftlichen Selbständigkeitsforschung neue Impulse zu verleihen, indem er eine breite Auswahl von Themen, theoretischen und empirischen Zugängen, auch historischen und internationalen Perspektiven versammelt. Die Beiträge werfen dabei vor allem auch Licht auf den tiefgreifenden Wandel und die wachsende Heterogenität von Selbständigkeit, sichtbar z.B. in der Zunahme der Solo-Selbständigkeit und der Altersstreuung bei Gründer/inne/n.

Lück-Schneider, Dagmar/Kraatz, Erik (Hg.)

Herausforderungen für Forschung und Lehre aus interdisziplinärer Sicht.
Zum 25. Jubiläum der Glienicker Gespräche HWR Berlin Forschung, Bd. 56/57,
ISBN 978-3-89404-798-6, EAN 9783894047986, 2014, 308 S., kartoniert, Euro 18.90

Die öffentliche Verwaltung hat sich im 21. Jahrhundert deutlich gewandelt. Vermehrt wird eine Zusammenarbeit über verschiedene Verwaltungsebenen und Disziplinen hinweg unter neuen Managementgesichtspunkten und unter Nutzung neuer Technologien verlangt. Europäische Vorgaben und Forderungen nach (Geschlechter-)Gleichberechtigung sind umzusetzen, neuartigen Ansprüchen an Transparenz und Beteiligung ist zu genügen, auch ethische Fragen stellen sich anders als früher. Dies wirft neue Anforderungen an die Beschäftigten und damit an die Hochschulen auf, die den akademischen Nachwuchs ausbilden und über die Verwaltung forschen. In diesem Band greifen namhafte Vertreter/innen der Verwaltungsforschung und -lehre aktuelle Veränderungsprozesse auf und fragen nach den Konsequenzen für die Hochschulen. Sie reflektieren dabei sowohl, wie Kompetenzen für zeitgemäßes Public Management heute vermittelt werden können, als auch die Tatsache, dass die Hochschulen selbst im dynamischen Wandel des gesamten Bildungssektors stehen. Der Band erscheint aus Anlass des 25. Glienicker Gesprächs, einer Veranstaltungsreihe, die der Verwaltungsausbildung durch den Austausch zwischen Politik, Praxis und Lehre neue Impulse verleiht.

Spangenberg, Ulrike; Wersig, Maria (Hg.)

HWR Forschung 54/55, edition sigma, Berlin 2013 ISBN 978-3-89404-797-9

Der Einfluss der Besteuerung auf die Geschlechterverhältnisse wird international ebenso diskutiert wie die Frage, wie eine gleichstellungssensible Besteuerung aussehen sollte. In Deutschland konzentriert sich diese Debatte primär auf das Ehegattensplitting und daraus resultierende Erwerbswirkungen.

Die Beiträge dieses Sammelbandes gehen weit darüber hinaus und thematisieren grundlegende Wechselwirkungen von Geschlechterverhältnissen und Besteuerung auch jenseits von Splitting und Individualbesteuerung. Dabei werden unterschiedliche Disziplinen und Blickwinkel aus Deutschland und Österreich zusammengeführt. Aus einer ökonomischen Perspektive beleuchten die Beiträge geschlechtsbezogene finanzielle Be- und Entlastungen sowie Anreizwirkungen der Besteuerung. Aufsätze aus einem juristischen Blickwinkel diskutieren, welche rechtlichen Anforderungen an eine gleichstellungsorientierte Besteuerung zu stellen sind. Zudem machen Einsichten und Erfahrungen aus der Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft die Potenziale und Hindernisse, aber auch die notwendigen ersten Schritte auf dem Weg zu einer geschlechtergerechteren Besteuerung deutlich.

Der Band bündelt bestehendes Wissen und zeigt Leerstellen und Handlungsbedarfe auf.