Antisemitismus: Geschichte, Erscheinungsformen, Präventionsansätze

  • Wer?

    Samuel Salzborn

  • Wann?

    Seminar, 14-tägig
    Di, ab 18.10.2022
    16.00 – 20.00 Uhr

  • Wo?

    Präsenz

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F24

Zielsetzung

Das Seminar gibt einen Überblick über die Geschichte und Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie über grundlegende Ansätze der Antisemitismusprävention. Die historische Entwicklung des Antisemitismus wird dabei als eine Veränderung von Erscheinungsformen (religiös, völkisch-rassistisch, schuldabwehrend, antiisraelisch etc.) verstanden, bei denen sich die Formen, in denen sich Antisemitismus äußert, verändern, der antisemitische Kern aber weltanschaulich bestehen bleibt. Das Seminar wird gleichermaßen die Grundlagen des antisemitischen Weltbildes in den Blick nehmen und ihre jeweiligen Erscheinungsformen vor diesem Hintergrund analysieren. Dabei werden Überlegungen zu milieuspezifischen Kontexten ebenso Gegenstand der Betrachtung sein, wie die Frage nach der Dynamik von Antisemitismus in konkreten politischen, kulturellen und/oder gesellschaftlichen Gelegenheitsstrukturen, die anhand ausgewählter Beispiele diskutiert werden. Neben den Grundlagen des Antisemitismusverständnisses werden Ansätze der Antisemitismusprävention auf lokaler, landes- und bundespolitischer sowie europäischer Ebene diskutiert, wobei es um das Verhältnis von Prävention, Intervention und Repression in den jeweils unterschiedlichen Handlungsfeldern (Bildung/Wissenschaft, Kultur, Inneres/Justiz usw.) gehen wird.

Inhalte

  • Was ist Antisemitismus? Theoretische Grundlagen
  • Religiöser Antisemitismus/Antijudaismus
  • völkisch-rassistischer Antisemitismus
  • Schuldabwehr-Antisemitismus (sog. sekundärer Antisemitismus)
  • Antiisraelischer Antisemitismus
  • Politische Milieus und Antisemitismus
  • Antisemitismus und gesellschaftliche Mitte
  • Diskussion ausgewählter Antisemitismusdebatten
  • Grundlagenverständnisse der Antisemitismusprävention: Arbeitsdefinition Antisemitismus der IHRA
  • Verhältnis von Prävention, Intervention und Repression
  • Das Berliner Modell der Antisemitismusprävention: „Landeskonzept zur Weiterentwicklung der Antisemitismus-Prävention“ (2019)
  • Konkrete Arbeit gegen Antisemitismus in den Bereichen Bildung/Wissenschaft, Kultur, Inneres/Justiz
  • Städtische/lokale und europäische Ansätze der Antisemitismusprävention

Zielgruppe

Studierende aller Fachbereiche

Lehrmethode

Seminaristischer Unterricht mit Referaten zu einzelnen Themenaspekten.

Literatur zur Einführung

Berliner Landeskonzept zur Weiterentwicklung der Antisemitismus-Prävention (März 2019), https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/rechtsextremismus-rassismus-antisemitismus/ansprechpartner-fuer-antisemitismus/d18-1754-1.pdf

Europäische Kommission: Handbuch zur praktischen Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus (2020), https://report-antisemitism.de/documents/IHRA-Definition_Handbuch.pdf

Lars Rensmann/Julius H. Schoeps (Hg.): Feindbild Judentum. Antisemitismus in Europa, Berlin 2008.

Samuel Salzborn: Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne. Mit einem Vorwort von Josef Schuster, 3. akt. Aufl., Weinheim 2022.

Monika Schwarz-Friesel: Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl, Leipzig 2019.

Aus Geschichte und Philosophie für das Management lernen – Nachhaltig führen

  • Wer?

    Justinus Pieper

  • Wann?

    Seminar, 14-tägig
    Mittwoch, ab 19.10.2022
    16.00 – 20.00 Uhr

  • Wo?

    Online - Moodle

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F24-9522

Das Seminar vermittelt in Geschichte und Gegenwart bewährte Führungsprinzipien und Strategieregeln auf ethischer Grundlage.

Ziele des Seminars sind:

  • Mit Studierenden ein Bewusstsein für Strategien und Taktiken entwickeln, die sie selbst verwenden bzw. die gegen sie verwendet werden können – sei es durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sei es durch die außerbetriebliche Konkurrenz.
  • Die Einübung von Führungsprinzipien und Strategien
  • sowie der Abwehr und Vereitelung von unfreundlichen Maßnahmen und Strategien der Konkurrenz.

Durch die zugrunde gelegten philosophischen und historischen Bezüge wird zudem die eigene Bildung erweitert, durch die Ableitung aus konkreten historischen Beispielen bzw. Geschichten werden die Führungsgrundsätze und Strategien leichter erinnerlich.

Behandelt werden u. a. die Gewinnung von Mentor*innen und Finanziers, der Umgang mit Vorgesetzten, das Gewinnen und Halten von Verbündeten, der Aufbau und das Mobilisieren von Netzwerken, der richtige Umgang mit eigenen Schwächen (und Stärken), das gekonnte Entscheiden, die verbesserte Legitimation, Konsistenz und Glaubwürdigkeit als Führungskraft, die Grundlagen der Mitarbeitermotivation, der professionelle Auftritt und die glaubhafte Kreation des eigenen Images.

Es geht in diesem interdisziplinär angelegten Seminar immer auch um Erfahrungsaustausch, das Lernen mit- und voneinander sowie das erfolgreiche Netzwerken, insbesondere zwischen Studierenden und erfahrenen Führungskräften, die gegen Ende des Semesters als Gäste eingeladen sind."

Zielgruppe

Studierende aller Semester und Studiengänge

Lehrmethode

Je Lehreinheit einleitender Vortrag und vertiefende Diskussion

Berlin as a Place of German History, Culture and Politics

  • Wer?

    Justinus Pieper

  • Wann?

    Thursday, 20.10.22 /4pm-7.30 pm
    03.11.22, 17.11.22, 01.12.22, 15.12.22, 05.01.23, 19.01.23, 02.02.23, 16.02.23

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F13-9511

Aims and Objectives

Foreign students are invited to get acquainted with German history, culture and politics by attending a series of lectures as well as engaging with everyday life and rhythm of contemporary Berlin.

Participants

Exchange and guest students, number of participants restricted to 30 students.

Teaching Program

Students are invited to study German society and everyday life in Berlin in several ways as by Dynamic lectures (on German history, culture and politics);
Visits to Berlin institutions of public interest (such as Bundestag and media);
Excursions and walks to important places of historic interest as well as of modern Berlin (Märkisches Museum, DHM, Stasi-Museum; architecture; streets; the ‘Bayerisches Viertel’ around the BSEL; Berlin’s industrial past; Berlin in the Cold War; the Brandenburg Gate and the Holocaust Memorial; Berlin’s present culture and subcultures).

Literature

To be announced at the beginning of the seminar

Berlin as a Place of German History, Politics and Culture

  • Wer?

    Stefan Hauer

  • Wann?

    Semester course, weekly
    Start: 17.10.2022
    Monday  2 - 4 pm

  • Wo?

    Online- Moodle/ Excursion

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F14

Foreign students are invited to familiarize themselves with German history, culture and politics (with a strong focus on Berlin) in a series of small individual online projects in order to get to know the everyday life and rhythm of today's Berlin. The online projects are various smaller assignments that cover interesting areas of history, politics and culture and can be completed independently within one or two weeks.

After submitting the individual assignments, each student always receives a personal feedback and an evaluation.

The course will start on 17.10.2022. Please check Moodle platform at this day: A detailed course description with a timetable and guidelines for grades and credit points will be communicated via Moodle then.

Current Issues in International Political Economy

  • Wer?

    Ümit Akcay

  • Wann?

    Seminar, ab 17.10.22
    Mo, 18.00-20.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    1 SWS / ECTS 1

  • Kursnummer

    SG-F34

Objective

This course attempts to deal with the key transformations within world economy with a particular focus on the U.S, Europe and the emerging market economies. During the semester, main concepts and theories of international political economy will be introduced, and the postwar transformation in capitalism, and the market reforms of the last quarter of the 20th century, and finally multiple crises period between 2008 global financial crisis and 2020 Covid-19 crisis will be discussed. The course will also elaborate on the contemporary challenges of world economics and politics, e.g. ecological crises, shortening of the global value chains, and new dynamics of deglobalization from international political economy perspective.

Target groups

All students, who are interested in and want to deepen their understanding on the current issues in international political economy are invited to participate.

Curriculum

The basic characteristics and concepts of modern economy, main dynamics of “golden age” of capitalism, the neoliberal turn, the process of financialization, 2008 crisis and policy responses will be among the subjects of this course.

Teaching methods

The course will be delivered weekly. The lectures aim to provide a basic framework, which will be supported by presentations of the students and in-class discussions. Students are expected to write short reader’s responses and work on a final project.

Die öffentliche Verwaltung im Nationalsozialismus

  • Wer?

    Thomas Irmer

  • Wann?

    Seminar, 14-tägig
    Dienstag, ab 18.10.2022
    16.00–20.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Lichtenberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F35

Die Geschichte von öffentlichen Verwaltungen in der Zeit des Nationalsozialismus ist lange kaum untersucht worden. Erst seit kurzem legen beispielsweise Bundesministerien Studien über ihre Vorgängerinstitutionen vor. Allerdings gibt es noch erhebliche Forschungslücken, Das verwundert insbesondere mit Blick auf Berlin, weil die Metropole bis 1945 Sitz von zahlreichen staatlichen, -kommunalen wie überregionalen- und von nicht-staatlichen Verwaltungen war.

Die Nationalsozialisten misstrauten den Berliner Verwaltungen und setzten nach der Machtübernahme z.B. einen eigenen Staatskommissar zur „Kommunalaufsicht“ ein. Zu dessen ersten Aufgaben zählte die Durchführung der „Gleichschaltung“ der Verwaltungen. Mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ zwangen die neuen Machthaber alle politisch missliebigen und jüdischen Mitarbeitenden, die Verwaltungen zu verlassen. Andere Mitarbeitende wurden unter Konformitätsdruck gesetzt. Demgegenüber gab es auch Mitarbeitende, die die Politik der Nationalsozialisten mittrugen.

In der Lehrveranstaltung werden wir uns intensiv mit verschiedenen Aspekten der Geschichte der öffentlichen Verwaltung in der NS-Zeit auseinandersetzen: Wie entwickelten sich die Verwaltungen seit 1933? Inwiefern setzten Verwaltungen Vorgaben der NS-Politik wie die Verfolgung von Jüdinnen und Juden, politischen Gegner*innen oder sozialen Außenseitern um? Boten Verwaltungen besondere Handlungsspielräume für politisch resilientes Verhalten? Welche Rollen übernahmen Verwaltungen während des Krieges? Diese und andere Fragen sollen an Beispielen von Sozial-, Arbeits- oder Gesundheitsverwaltungen, Polizei- und Militärverwaltungen oder auch privaten Verwaltungen wie von Organisationen und Unternehmen betrachtet und diskutiert werden.

Im Seminar befassen wir uns ideologische Hintergründe der NS-Politik ebenso wie die Organisationsgeschichte der Verwaltungen oder Biografien von Verwaltungsmitarbeitenden, Akteuren wie Verfolgten.

Diskriminierung erkennen, verstehen und dagegen handeln

  • Wer?

    Felina Franke

  • Wann?

    Seminar
    Mittwoch, ab 26.10.22–07.12.22
    16–20 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F36

Diskriminierung kann viele Formen haben. Sie setzt an sozialen und/oder persönlichen Zugehörigkeiten an und stützt sich auf gesellschaftliche Machtverhältnisse. Diskriminierung zeigt sich durch Herabwürdigung, Benachteiligung, Schlechterstellung und Ausgrenzung, durch die Zuschreibung von negativen Eigenschaften und die gleichzeitige Aufwertung der eigenen Gruppe. Auch Hindernisse für gesellschaftliche Teilhabe (z.B. durch Nicht-Beachtung von Bedarfen) können Ausdruck von Diskriminierung sein. Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen ist spätestens seit 2020 in das öffentliche Bewusstsein gerückt und erfährt, zumindest ansatzweise, die Aufmerksamkeit, die die Opfer dieser Diskriminierungsform verdienen. Auch Debatten über andere Diskriminierungsdimensionen, wie u.a. Geschlecht, Behinderung, chronische Erkrankung, Lebensalter, Sprache, sexuelle und geschlechtliche Identität und sozialer Status werden nicht mehr nur im wissenschaftlichen Kontext geführt. Trotzdem sind wir noch auf einem langen Weg zum Erkennen, Verstehen und Handeln für eine diskriminierungsfreie und gleichberechtigte Gesellschaft.

In dieser Lehrveranstaltung stellen und beantworten wir die unten stehenden Fragen gemeinsam, um am Ende zu einem besseren Verständnis von Diskriminierung und ihren Wirkungsweisen sowie zu Handlungsansätzen gegen Diskriminierung zu gelangen. Wir nähern uns dem Thema auch anhand von selbstreflexiven Übungen für das Erkennen und Hinterfragen eigener gesellschaftlicher Positionierungen und Haltungen sowie anhand von Diskussionen und Austausch in Kleingruppen und im Plenum.

Lehrinhalte:

  • Welche Formen von Diskriminierung gibt es und wie wirken sich diese aus? Welche Mechanismen und Ebenen der Diskriminierung gibt es? Was verstehen wir unter intersektioneller Diskriminierung?
  • Was ist ein menschenrechtsorientierter Diversity-Ansatz und was hat dieser mit den Diskriminierungsdimensionen zu tun?
  • Welche Rolle spielen Macht und Privilegien? Wie begünstigen bzw. verursachen bestimmte Rahmenbedingungen Teilhabe und Ausschluss von Menschen?
  • Wie ist der Stand der Antidiskriminierungsgesetzgebung in Deutschland und Berlin?
  • Wie machen wir Diskriminierung sichtbar und setzen wirksam etwas dagegen? Was bedeutet es Ally/ Verbündete:r zu sein?
  • Und was hat unsere Sprache mit dem Ganzen zu tun?

Zielgruppe:

Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, die sich diesem Thema nicht nur anhand von theoretischen Inputs und Vorträgen widmen wollen.

Studienleistungen:

Für 1 ECTS ist die Anwesenheit an fast allen Terminen erforderlich. Für weitere 1,5 ECTS ist eine Zusatzleistung zu erbringen.

Einführung in die Rechtsphilosophie

  • Wer?

    Tristan Straub

  • Wann?

    Semesterkurs, wöchentlich
    Di, ab 18.10.2022
    18–19.30 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 - (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F37

„Summum ius, summa iniuria“ – bedeutet die höchste Verrechtlichung auch zugleich das größte Unrecht? Ist Vertrauen gut, aber Kontrolle besser? Ist erlaubt, was nicht verboten ist? Stimmt zu, wer schweigt? Sind Einige gleicher als Andere? Ist Folter zulässig, um Leben zu retten? Bin ich mein eigener Eigentümer?

Zielsetzung

Es wird der Sinn des Rechts in Raum und Zeit, d.h. rechtsvergleichend und historisch untersucht werden. Es geht dabei um das Verhältnis des Rechts zu Gerechtigkeit, Wahrheit und Nützlichkeit, aber auch die Haltung des Rechts gegenüber Moral und Ethik. Aufklärung im Sinne Immanuel Kants: um den „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ zu befördern.

Zielgruppen

Studierende aller Semester mit der Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am sokratischen Lehrgespräch

Lehrinhalte

Die Seminarmitglieder erforschen und diskutieren, ob und wie ein Rechtssystem sich gegenüber anderen gesellschaftlichen Subsystemen wie Politik, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln, abgrenzen und emanzipieren konnte, und welche Bedeutung das Recht innerhalb der Gesellschaft hat. Dabei werden u.a. folgende Probleme und Fragen behandelt:

  • Recht als Herrschaftsinstrument
  • Wirtschaftsrecht: Konflikte zwischen Freiheit und Gleichheit, Sicherheit und Risiko, Gemeinwohl und Partikularinteresse
  • Religionsgemeinschaften und Recht
  • „Naturgesetzlichkeit“ und Recht

Lehrmethode

Seminaristischer Unterricht

International Week on Sustainability I: Climate Change and democracy

  • Registration (until 30 September 2022)
  • Wann?

    04 – 12 November 2022
    Workshops, seminars, and field trips

  • Wo?

    Campus Lichtenberg

  • Credits

    4 SWS / ECTS 2,5

  • Kursnummer

    SG-F40

Overview

  • Seminars, workshops & case studies from different perspectives on sustainability and responsibility
  • Key note and panel discussion on the topics climate change and democracy
  • Field trips and corporate talks with companies, NGOs and NPOs
  • Project Work on real-life sustainability challenges provided by external partners
  • International lecturers from different parts of the world
  • Focal topics: Climate change and democracy

Participation options

Full Programme:
04 – 12 November & 18 – 21 November 2022
5 ECTS

Partial Programme 1 (SG-F40): Perspectives on Sustainability
04 – 12 November 2022
Workshops, seminars, and field trips
2.5 ECTS

Partial Programme 2 (SG-F41): Sustainability Project
18 – 21 November 2021
Group Work
2.5 ECTS

  • Students can choose to participate in either part 1 or part 2 or in the full programme
  • Course language: English (Proof of English proficiency - min. B2 - is required.)
  • Credits can be assigned for students of Business Administration of HWR Berlin Department of Cooperative studies (only for the full programme) & HWR students that register within General Studies/Studium Generale. Other students please contact your home institution.

Registration until 7th of October 2022

Contact

International Week on Sustainability II: Sustainability project

Overview

  • Seminars, workshops & case studies from different perspectives on sustainability and responsibility
  • Key note and panel discussion on the topics climate change and democracy
  • Field trips and corporate talks with companies, NGOs and NPOs
  • Project Work on real-life sustainability challenges provided by external partners
  • International lecturers from different parts of the world
  • Focal topics: Climate change and democracy

Participation options

Full Programme:
04 – 12 November & 18 – 21 November 2022
5 ECTS

Partial Programme 1 (SG-F40): Perspectives on Sustainability
04 – 12 November 2022
Workshops, seminars, and field trips
2.5 ECTS

Partial Programme 2 (SG-F41): Sustainability Project
18 – 21 November 2021
Group Work
2.5 ECTS

  • Students can choose to participate in either part 1 or part 2 or in the full programme
  • Course language: English (Proof of English proficiency - min. B2 - is required.)
  • Credits can be assigned for students of Business Administration of HWR Berlin Department of Cooperative studies (only for the full programme) & HWR students that register within General Studies/Studium Generale. Other students please contact your home institution.

Registration until 7th of October 2022

Contact

Klimanotstand als eine der größten Herausforderung der Menschheit

  • Wer?

    Uta Stäsche

  • Wann?

    Seminar, Präsenz, wöchentlich
    Freitag, 14.10., 21.10., 11.11.2022,
    danach 14-tägig, 15.00-18.30 Uhr

  • Wo?

    Campus Lichtenberg

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F42

Was tun die internationale Staatengemeinschaft, die Europäische Union und Deutschland zur Bekämpfung des globalen Klimawandels? Rechtliche Analyse der wichtigsten Instrumente auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene

Das internationale Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 bildet gemeinsam mit der ebenfalls 2015 verabschiedeten Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung der UN mit ihren 17 Sustainable Development Goals (SDGs) und den 2010 beschlossenen Aichi-Ziele für Biodiversität der UN auf internationaler Ebene einen Dreiklang, der eine umfassende Transformationen zur Nachhaltigkeit einfordert. Die internationale Staatengemeinschaft stellt insbesondere bei ihren Klimakonferenzen (sog. COP) der Klimarahmenkonvention (KRK, UNFCCC) die Weichen für die Umsetzung des Pariser Abkommens. Kernaufgabe bleibt hier weiterhin, die Vertragsparteien in Richtung einer signifikanten Ambitionssteigerung zu mobilisieren.

Neben den Kernelementen des Pariser Abkommens und den Klimaverhandlungen auf internationaler Ebene werden Sie die wichtigsten Ziele der EU in den Bereichen Umweltenergiepolitik und Klimaschutzpolitik und die Rechtsgrundlagen kennenlernen. Die EU verfolgt seit den 2000er Jahren die Zieltrias Senkung der Treibhausgas(THG)-Emissionen, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz. Das EU-Klimaschutzziel zur Senkung der THG-Emissionen für 2030 wurde mit Inkrafttreten des Europäischen Klimagesetzes auf mind. 55 % THG-Minderung erhöht. Neben diesem Klimaziel stehen das EU-Gesamtziel zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch und das EU-Ziel für die Energieeffizienz. Zu diesen energie- und klimapolitischen EU-Zielen tritt die Vorgabe, bis 2030 einen Stromverbund von 15 % zu realisieren. Zentrales Planungs- und Monitoringsystem für die Erfüllung dieser 2030-Energie- und Klimaziele und das 2050- Klimaschutzziel der THG-Neutralität ist die EU-Governance nach der EU-Governance-Verordnung (GovVO). Der auf einem Cap-and-Trade-Ansatz basierende Europäische Emissionshandel (EU-ETS) wurde 2005 eingeführt und bildet das wichtigste europäische Klimaschutzinstrument, mit dem die EU eine Minderung der THG-Emissionen in den sog. Sektoren Energiewirtschaft, Industrie und Luftverkehr bis 2030 anstrebt. Der EU-ETS und weitere grundlegende Instrumente zur Erreichung der EU-Klima- und Umweltenergieziele werden einer näheren Betrachtung zugeführt. Darüber hinaus wird auf aktuelle Entwicklungen im Kontext des sog. Green Deal, z.B. das Legislativpaket der Europäischen Kommission „Fit for 55“, näher eingegangen.

Sodann werden die Implikationen des EU-Rechts auf die deutsche Klimaschutzpolitik beleuchtet. Unabhängig von der COVID-19-Pandemie betrachteten 65 % der Deutschen im Juli 2021 den Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtiges Thema. Das anhaltend hohe Umweltbewusstsein spiegelte sich auch in den Wahlergebnissen des 20. Deutschen Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses wider. Klimapolitisch stand Deutschland zwischen 2019-2022 vor dem Hintergrund einer progressiveren europäischen Klimaschutzpolitik und des weitreichenden Klima-Beschlusses des BVerfG vom 24.3.2021 im Zeichen des nunmehr novellierten Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG). Der Gesetzgeber hat nun allerdings die Pflicht, das KSG sehr zügig auf das 1,5°C-Ziel auszurichten und den notwendigen Nachvollzug mittels angepasster höherer Zielvorgaben im EEG und den weiteren Energiewendegesetzen vorzunehmen und einen entscheidenden Schritt nach vorn bei der tiefgreifenden Transformation des deutschen Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien zu gehen. Neben den wesentlichen Regelungen des KSG werden die Klimaschutzgesetze und -pläne der 16 Länder sowie die Klimaschutzinitiativen der Kommunen näher betrachtet.

Inhalt

Internationale Ebene: Pariser Abkommen von 2015 als internationales Regelwerk und Dach der EU-Klimaschutzpolitik und der EU-Umweltenergiepolitik

Europäische Ebene:

  • EU-Klimaschutzrecht: primärrechtliche Grundlagen und Begriffsklärung
  • EU-Ziele: v.a. Emissionsziele, Erneuerbaren-Ziele, Energieeffizienzziele und ihre rechtliche Verankerung (insbesondere Europäisches Klimagesetz, Erneuerbare-Energien-Richtlinie)
  • Überblick über die wichtigsten europäischen Instrumente zur Zielumsetzung: v.a. Europäischer Emissionshandel (EU-EHS / EU-ETS), Governance-Verordnung, Lastenteilungsverordnung (Effort-Sharing-Regulation)

Deutschland: Klimaschutz in Bund, Ländern und Kommunen:

  • Bundesklimaschutzgesetz – Status Quo und Fortentwicklungsbedarf
  • Klima-Beschlusses des BVerfG vom 24.3.2021
  • Klimaschutzgesetze, -pläne/-programme der Bundesländer
  • Klimaschutz auf kommunaler Ebene

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

  • Wer?

    Elke Bohnaker

  • Wann?

    Blockseminar
    18.02.–25.02.2023
    9.00–17.00 Uhr

  • Wo?

    Online - Moodle

  • Credits

    2 SWS / ECTS 1

  • Kursnummer

    SG-F29

Zielsetzung

Die erfolgreiche Unternehmenskommunikation setzt eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit voraus. Auch für öffentliche Verwaltungen, Polizei und Sicherheit und andere Berufsgruppen ist dies erforderlich. In diesem Seminar werden Sie, anhand praktischer Exkursionen, PR Arbeit live und lebensnah erleben und diskutieren. Am ersten Tag findet eine theoretische Einführung zur Begriffsdefinition und zur Erarbeitung von Basiswissen statt. Dabei werden Instrumente und Möglichkeiten aber auch Grenzen der klassischen PR vorgestellt und diskutiert.

Zielgruppe

Studierende, die einen Einblick in die Arbeit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhalten wollen. Ebenso Studierende, die sich vorstellen können, zukünftig in diesem Bereich (PR / Journalismus) zu arbeiten.

Lehrinhalte

  • Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Ethik, Wirkungsweise und Moral in der PR, Krisen-PR;
  • Instrumente, Methoden, Ziele, Zielgruppen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;
  • Umgang mit Journalisten und Medien
  • Zusammenarbeit mit externen PR Dienstleistern

Lehrmethode

Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Durchführung von Exkursionen. Im Verlauf der Woche wird an unterschiedlichen Orten Berlins in Form von Kurzvortrag, Lehrgespräch, Diskussion, Einzelübungen & Gruppenarbeit am aktuellen Erleben das Thema erforscht.

Recht im digitalen Wandel

  • Wer?

    Niko Härting

  • Wann?

    Seminar 14-tägig
    Mittwoch, ab 09.10.2022
    16.00 –18.00 Uhr

  • Wo?

    Campus Schöneberg

  • Credits

    2 SWS; 1 – 2.5 (bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F50

Recht im digitalen Wandel – 30 Jahre Internetrecht

1. Die Anfänge – bis 2000

  1. Das Internet – ein „rechtsfreier Raum“?
  2. Wer haftet für Rechtsverstöße im Netz? – „Communications Decency Act“ (1996) und Haftungsprivilegien in Europa
  3. Der Schutz des geistigen Eigentums – „Digital Millenium Copyright Act“ (1998) und der Kampf der Musikindustrie gegen Raubkopien
  4. Streit um Domains – Rechtsfortbildung durch die Gerichte
  5. Digitale Signaturen und das „Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz“ (1997)

2. Die Nullerjahre – bis 2011

  1. Welches Recht ist anwendbar? – das Herkunftslandprinzip und die E-Commerce-Richtlinie
  2. Verbraucherschutz im Netz – die Fernabsatzrichtlinie
  3. Wettbewerbsrecht im Netz – die UGP-Richtlinie
  4. Bürgerrechte im Netz – Vorratsdatenspeicherung und Kommunikationsfreiheit

3. Die Gegenwart – seit 2011

  1. Datenschutz im Netz – die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  2. Vertraulichkeit der Kommunikation – Telekommunikationsgeheimnis und ePrivacy
  3. Hass im Netz – das Netzwerksdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und der Digital Services Act (DSA)
  4. „Internetriesen“ und das Kartellrecht – Bundeskartellamt, Europäische Kommission, Digital Markets Act (DMA)

Women’s Rights in International Relations/ Frauenrechte

  • Wer?

    Jana Hertwig

  • Wann?

    Seminar, wöchentlich
    Do, 21.10.2022
    16.00–18.00 Uhr

  • Wo?

    Online

  • Credits

    2 SWS /ECTS  1 – (2.5 bei Zusatzleistung)

  • Kursnummer

    SG-F27

Zielsetzung

Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen sind zentrale Ziele der internationalen Staatengemeinschaft, um die Rechte von Frauen zu gewährleisten. Nationale und internationale Bemühungen in Politik, Recht und Gesellschaft sind dringlicher denn je, weil Frauen fast überall auf der Welt und in nahezu jedem Lebensbereich noch immer benachteiligt und ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden. Auch in Deutschland gibt es weiterhin Handlungsbedarf, um wirkliche Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen zu erreichen. Teilweise wird sogar von einem „dramatischen Rückschritt“ bei der Gleichstellung der Geschlechter gesprochen. Die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Krise trifft Frauen besonders hart, da sie in nahezu allen Gesellschaften zu benachteiligten Gruppen zählen und Krisen – so auch die COVID-19-Krise – alle existierenden Ungleichheiten verstärken. Digitalisierung spielt eine immer größere Rolle in unserem Leben; die frauenpolitische Dimension wird dabei jedoch kaum berücksichtigt. Der Kurs zielt darauf ab, die politischen und rechtlichen Grundlagen für die Gleichstellung, Teilhabe und den Schutz von Frauen gemeinsam mit den Studierenden zu erarbeiten und ihnen die Rolle der Vereinten Nationen (United Nations) als dem wichtigsten internationalen Akteur bei der Gewährleistung von Frauenrechten zu vermitteln. Zudem sollen einzelne globale Herausforderungen, denen Frauen in Politik, Recht und Gesellschaft gegenüberstehen, näher untersucht werden. Der Einfluss der COVID-19-Krise auf die Rechte und den Schutz von Frauen wird eingehend analysiert. Die digitale Transformation (Digital Transformation) und die Auswirkung auf die Lebensbereiche von Frauen werden kritisch hinterfragt. Parallel zur weltweiten Lage zielt der Kurs auf die spezifische Situation von Frauen in Deutschland ab. Die Studierenden selbst analysieren die Situation von Frauen in ausgewählten Länderbeispielen.

Lehrinhalte

  • Historische Entwicklung der Frauenbewegung
  • Grundlagen für die Gleichstellung, Teilhabe und den Schutz von Frauen
  • Women’s Rights are Human Rights!
  • Women, Politics, and the United Nations
  • (Digitale) Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)
  • Frauenrechte und Soziale Arbeit
  • Frauenwahlrecht: Parität in deutschen Parlamenten?
  • Frauen in Bildung und Forschung
  • COVID-19-Krise und Frauenrechte
  • Gleichstellung in der Digitalisierung

Zielgruppe

Studierende aller Fachbereiche mit Interesse an Gleichstellungsthemen auf nationaler und internationaler Ebene;

Evtl. eigenes ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Menschenrechte, Frauenrechte, Politik, Vereinsarbeit, gute Englischkenntnisse

Lehrmethode

Seminaristischer Unterricht in deutscher Sprache einschließlich Online-Exkursionen (deutsch/englisch) sowie Referate zur Situation von Frauen in verschiedenen Ländern (15 Min. Vortrag und 2 Seiten Handout)