Erasmus+ für Studierende und Graduierte

Studienplätze innerhalb des Erasmus+ Programmes werden ausgeschrieben. Sobald Sie einen Platz an einer Erasmus-Partnerhochschule erhalten haben, nehmen Sie am Programm teil.

Informationen zur Bewerbung um einen Auslandsstudienplatz finden Sie hier.

Vorteile eines Studienplatzes innerhalb des Erasmus+ Programms:

  • Einen Aufenthalt an einer der rund 100 Erasmus+ Partnerhochschulen der HWR Berlin, auch mehrfach in jedem Studienzyklus
  • Den Wegfall von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Bei Praktika: EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • Finanzielle Unterstützung
  • Beratung und Betreuung durch die HWR Berlin und die Gasthochschule
  • Anerkennung der Studienleistungen  und/oder des Praktikums nach Absprache an der HWR Berlin
  • Feststellung des Sprachlevels durch verpflichtende Sprachtests
  • ggfs. Unterstützung bei der sprachlichen Vorbereitung
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Voraussetzungen für eine Teilnahme am Erasmus+ Programm

  • Reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Abschluss des ersten Studienjahres
  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (Interinstitutional Agreement) abgeschlossen hat
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)
  • Nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen bzw. Organisationen, nationalen diplomatischen Vertretungen sowie Organisationen, die EU-Programme verwalten
  • Alle Geförderten sind verpflichtet nach Abschluss der Maßnahme einen online Evaluationsbogen auszufüllen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z.B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

Informationen zu Länder und Aufenthaltsdauer-Regelungen innerhalb von Erasmus+

  • Neben den EU-Mitgliedstaaten gehören zum Erasmus+ Programm auch: Island, Liechtenstein, Norwegen, Mazedonien (FYROM) und die Türkei.
  • Die maximale Förderdauer pro Studienzyklus (BA/MA) beträgt insgesamt zwölf Monate (= 360 Tage) (inklusive Erasmus-Praktikumsförderung).
  • Ein Monat ist bei Erasmus+ IMMER 30 Tage lang.
  • Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt 3 Monate (90 Tage) im Studium und 2 Monate (60 Tage) im Praktikum.
  • Seit 2015 gehören an der HWR Berlin auch ausgewählte Partnerhochschulen in Übersee zum Erasmusprogramm (International Credit Mobility). Im noch laufenden Projekt (Projekt 2017 bis 07/2019) sind dies einzelne Partnerhochschulen in den USA, Israel und Thailand sowie die Universität Belgrad / Serbien und die UNECON St. Petersburg/ Russland. Für das aktuell genehmigte Projekt 2018 (06/2018 bis 07/2020) können Mobilitäten an folgenden Partnerhochschulen gefördert werden: Universität Belgrad / Serbien, IDC Herzlyia / Israel, Bar Ilan University / Israel und UNECON St. Petersburg/ Russland
  • Erasmus+ und die Schweiz: Momentan kann keine Förderung von Mobilitäten aus der/in die Schweiz über Erasmus+  erfolgen. Die Schweizer Partnerhochschulen haben allerdings ein Ersatzprogramm eingeführt, das sich an den Fördermitteln des Erasmus+ Programms orientiert.

Verpflichtende Sprachtests

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen. Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in Inter-Institutional Agreement (IIA) und Learning Agreement (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind nicht mit Online-Test zu verwechseln.

Erasmus+ Studentencharta

Die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der „Erasmus+ Studentencharta“ geregelt, die jedem Studierenden vor Beginn des Auslandsaufenthalts zur Verfügung zu stellen ist.

BAföG im Rahmen von Erasmus+

BAföG-berechtigte Studierende sollen auch für den Auslandsaufenthalt mit Erasmus+ BAföG in Anspruch nehmen. Mit der seit 2011 geltenden BAföG-Regelung bleiben (EU-) Zuschüsse bis höchstens 300 € monatlich anrechnungsfrei. Zuschüsse über 300 € per Monat werden auf Leistungen aus dem BAföG angerechnet.

Finanzielle Förderung: Erasmus+-Auslandsstudium

Studierende erhalten mit Erasmus+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern. Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden.

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern. Im Projekt 2018 werden an der HWR Berlin voraussichtlich folgende Zuschüsse für maximal 127 Tage pro Semester bezahlt:

Zielländer
Förderhöhe
Gruppe 1
Dänemark, Finnland, Irland, Island, Lichtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigten Königreich
420 Euro pro Monat
Gruppe 2
Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
360 Euro pro Monat
Gruppe 3
Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Rumänien, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Türkei, Mazedonien
300 Euro pro Monat

Finanzielle Förderung- Erasmus+-Auslandspraktikum

Studierende können mit Erasmus Praktika in Unternehmen oder Organisationen im europäischen Ausland absolvieren. Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert. Für ein Pflichtpraktikum sowie ein freiwilliges Praktikum zwischen zwei und zwölf Monaten (= 60 – 360 Tage) ist eine Förderung möglich.

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern.

Im Projektjahr 2018 werden an der HWR Berlin für Auslandspraktika im Programm Erasmus+ folgende Zuschüsse für maximal 5 Monate bezahlt.  

Zielländer
Förderhöhe (max. 5 Monate)
Gruppe 1
Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
520 Euro pro Monat
Gruppe 2
Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
460 Euro pro Monat
Gruppe 3
Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn
400 Euro pro Monat

Sonderförderung

Erasmus+ fördert die Chancengleichheit und Inklusion. Aus diesem Grund wird Lernenden mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

  • Sonderförderung von Teilnehmern mit Behinderung: Studierende mit einem Grad der Behinderung von mindestens 30, die für ein Auslandsstudium über Erasmus+ gefördert werden, können zusätzliche Fördermittel beantragen. Nützliche Informationen zu behindertengerechten Hochschulen der European Agency for Development in Special Needs Education: www.european-agency.org.
  • Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt nehmen und vor Ort alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten.

Förderung für Graduierte (Graduiertenpraktikum)

Absolvent/innen können für Erasmus+ Praktika/Praxisaufenthalte gefördert werden, wenn sie von der entsendenden Hochschule innerhalb ihres letzten Studienjahres für eine Förderung ausgewählt wurden und das Auslandspraktikum innerhalb eines Jahres nach Beendigung der entsprechenden Studienphase durchführen und abschließen.

Graduiertenpraktika können bis zu 12 Monate lang über Erasmus+ gefördert werden. Die Laufzeit des Praktikums wird allerdings auf die vorhergehende Studienphase angerechnet: d.h. wurde z. B. im Bachelorstudium bereits ein Erasmus+ Studienaufenthalt von acht Monaten absolviert, so bleiben vier Monate für ein Graduiertenpraktikum.