Open Access

Open Access (OA) bedeutet, dass öffentlich finanzierte Forschung und daraus resultierende wissenschaftliche Beiträge weltweit frei zugänglich sind.

Mit Open Access eröffnen sich für die HWR Berlin viele positive Möglichkeiten der Hochschulentwicklung. Open-Access-Infrastrukturen können die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit und auch die Aufnahme von Publikationen und Projekten steigern. Auf diese Weise wird maßgeblich zur internationalen und innovativen Kommunikationskultur an der HWR Berlin beigetragen.

Die Unterzeichnung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen durch den Präsidenten Prof. Andreas Zaby stärkt die Bedeutung von Open Access an der HWR Berlin. In diesem Kontext ist auch das bereits im Sommer 2018 an der Hochschulbibliothek eingerichtete Open-Access-Büro aktiv. Das Open-Access-Büro der HWR Berlin baut eine entsprechende Beratung an der HWR Berlin auf, erarbeitet eine Open-Access-Policy und plant deren strategische Umsetzung. Das Ziel: Der Aufbau einer umfassenden Open-Access-Infrastruktur für die Hochschule.


Open Access: Grundbegriffe

Open Access ist der weltweit freie Zugang zu mit öffentlichen Geldern geförderten Forschungsergebnissen und daraus resultierenden Artikeln, Monografien und anderen wissenschaftlichen Kommunikationsformaten. Dieses Ziel kann über (viele) verschiedene Wege erreicht werden: die beiden gängigsten Modelle sind mit den Attributen „Gold“ und „Grün“ gekennzeichnet.

Im Goldenen Weg des Open Access werden wissenschaftliche Publikationen direkt als Erstveröffentlichung im Sinne des OA frei zugänglich gemacht; dies kann über die Zahlung von Article Processing Charges (APCs) pro Artikel oder die Kostenübernahme durch Konsortien oder akademische Fachgesellschaften geschehen. Hierfür werden vor allem Journals (Fachzeitschriften) genutzt, die z. B. im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet sind. Zusätzlich stellt die Checkliste "Think. Check. Submit" für interessierte Forschende einen guten Startpunkt dar, um die akademische Qualität eines OA-Journals für die potenzielle Publikation einer eigenen Arbeit zu prüfen.

Im Grünen Weg des Open Access werden wissenschaftliche Publikationen als Zweitveröffentlichung global und kostenfrei verfügbar gemacht; dies geschieht üblicherweise nach Ablauf einer Embargofrist und über Publikationsserver (auch Repositorien genannt). Diese Publikationsserver ermöglichen nicht nur den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, sondern auch die Langzeitarchivierung der enthaltenen Beiträge.

Es gibt z. B. institutionelle Publikationsserver auf denen wissenschaftliche Beiträge und u. a. auch (un-)veröffentlichte Abschlussarbeiten der jeweiligen Einrichtungen zu finden sind. Der institutionelle OPUS-Publikationsserver der HWR Berlin wird bislang vor allem zur Archivierung von Abschlussarbeiten genutzt; auch erste wissenschaftliche Arbeiten sind hier enthalten und diese Funktion wird zukünftig ausgebaut werden.

Fachliche Publikationsserver, wie z. B. EconStor (für wirtschaftswissenschaftliche Publikationen) oder <intR>²Dok (für rechtswissenschaftliche Publikationen) ermöglichen ebenso das OA-Publizieren. Des Weiteren fungieren Universal-Publikationsserver (wie z. B. Zenodo) und Pre-Print-Server (wie z. B. arXiv) als Optionen zur wissenschaftlichen Kommunikation.

Wie kann ich mich weiter über Open Access informieren?

Wichtige OA-Agierende im Raum Berlin-Brandenburg sind u. a.:

Weitere interessante Open Access-Informations-Angebote sind z.B.


Für die HWR Berlin sind im Open-Access-Kontext der Vizepräsident Prof. Dr. Claudius Ohder, die Kanzlerin Dr. Sandra Westerburg und der Open-Access-Beauftragte Frank Wehrand federführend. Im Open-Access-Büro der HWR Berlin sind Frank Wehrand (Leitung der Bibliothek am Campus Lichtenberg und Open-Access-Beauftragter der HWR), Cornelia Rupp (Leitung der Bibliothek am Campus Schöneberg) und Lea Maria Ferguson (Open-Access-Projekt in der Bibliothek) tätig.

Eine wichtige Grundlage bietet die Open-Access-Strategie des Landes Berlin, die bis 2020 für wissenschaftliche Publikationen 60 % OA vorsieht. Im Zuge dieser Entwicklungen wurden für Berlin ein zentrales Open-Access-Büro eingerichtet und verschiedene Arbeitsgruppen implementiert, die gemeinsam OA-Infrastrukturen für Berlin entwickeln.

Kontakt

Open-Access-Büro der HWR Berlin

Lea Maria Ferguson
Open Access Projekt

Campus Lichtenberg
Haus 6C, Raum 6C.001
Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin