Gemeinsame Graduierung der Sicherheitsstudiengänge
Erstmals wurden Absolvent*innen des Bachelor Sicherheitsmanagement und des Master International Security Management gemeinsam an der HWR Berlin feierlich verabschiedet.

Am 17. April 2026 wurde der Jahrgang 2022 des Bachelorstudienganges Sicherheitsmanagement erstmals gemeinsam mit den Absolvent*innen des Masterstudienganges International Security Management Jahrgang 2024 in einer feierlichen bilingualen Veranstaltung am Campus Lichtenberg der HWR Berlin graduiert.
Sed cura – ohne Sorgen in die Zukunft
Pro- und Studiendekan Prof. Dr. Vincenz Leuschner beglückwünschte zu Beginn seiner Ansprache alle Absolvent*innen zu ihren Leistungen. Er bestärkte die Bedeutung der HWR Berlin als Standort für Sicherheitsstudiengänge.
„Sie sind unsere „frischgebackenen“ Expert*innen für den Umgang mit Unsicherheiten – denn das ist es, was den Kern des Studiums des Sicherheitsmanagements ausmacht – den professionellen Umgang mit Unsicherheit.“

Foto: Franziska Freinatis
Die Studiengangsleiterin des Bachelor Sicherheitsmanagement, Prof. Dr. Carolyn Tomerius, leitete daran anknüpfend in ihrer Rede den Ursprung des Wortes Securitas her und verdeutlichte, dass das Ziel sed cura - „ohne Sorgen“ weltweit von hoher Bedeutung ist. Sie reflektierte, dass im Studium das theoretische und praktische Rüstzeug vermittelt wurde, um Risiken und Krisen beherrschbarer und strukturierbarer zu machen. Frau Tomerius betonte zudem, dass es kein Grundrecht auf Sicherheit gebe und dem Studium daher eine besondere Bedeutung zukomme. „Sie werden daher dazu beitragen, dass wir alle vielleicht ein bisschen weniger Sorgen haben dürfen!“
Auch der Studiengangsleiter des Master International Security Management, Prof. Dr. Jan Roggenkamp, würdigte die Leistungen der Absolvent*innen: „Was mich an diesem Jahrgang des International Security Management beeindruckt, ist nicht nur die akademische Leistung — es ist die Entschlossenheit, mit der sie hierher gekommen sind und durchgehalten haben. Aus vielen verschiedenen Ländern, mit allen Hürden, die das bedeutet. Darauf können sie stolz sein.”
Eine Arbeit, die alle Polizist*innen lesen sollten - Anerkennung für Sophie Schulze

Foto: Franziska Freinatis
Für ihre Bachelorarbeit zum Thema „Strukturelle Verankerung sekundärer Viktimisierung? Eine qualitative Inhaltsanalyse zum Umgang öffentlicher Institutionen mit den Hinterbliebenen des rassistischen Anschlags in Hanau“ wurde die Absolventin Sophie Schulze der Anerkennung im Rahmen der Verleihung des Andreas-Mahn-Gedächtnispreises geehrt. Als Ergebnis ihrer Analyse präsentiert die Arbeit eine dichte Beschreibung des Umgangs mit Betroffenen nach dem Anschlag in drei Phasen, die unter die Haut geht. Ein Mitglied der Auswahlkommission meinte, dass diese Arbeit allen angehenden Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten, sowie Justizbeamtinnen und -beamten als Pflichtlektüre zu empfehlen sei, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was sekundäre Viktimisierung bedeutet. Die Abschlussarbeit wurde von Prof. Dr. Vincenz Leuschner betreut.
Gemeinsam ließen die Absolvent*innen und Gäste die Feier bei Fingerfood und Getränken ausklingen.