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Zwischen Bundesbank und Blockchain: HKMU zu Gast in Berlin

39 Fintech-Studierende der Hong Kong Metropolitan University besuchten die HWR Berlin. Im Fokus standen Finanzinnovationen, Regulierung, Unternehmensbesuche und interkultureller Austausch.

09.06.2026 — Katja Zühlsdorf

Foto: Katja Zühlsdorf

“China ist eher rasant, wie eine Highspeed-Autobahn, während Deutschland und die EU langsamer sind, und dabei mehr mehr Wert auf Struktur, Vertrauen und Sicherheit legen.” So beschrieb ein Student die unterschiedliche Herangehensweise bezogen auf Innovation in der Finanzbranche.

39 Studierende aus dem Bereich Finance und Fintech von der Partnerhochschule Hong Kong Metropolitan U (HKMU) besuchten gemeinsam mit ihrer Dozentin Dr. Vivian Li unseren Campus für eine maßgeschneiderte Studienreise. Während des zweiwöchigen Aufenthalts erlebten die Teilnehmenden ein intensives akademisches und kulturelles Programm. Bereits zum dritten Mal war eine Studiengruppe der HKMU zu Gast in Berlin.

Die Studierenden vertieften ihre Kenntnisse in den Bereichen Markteintritt, Verhandlungsführung und das Berliner Innovationsökosystem. Im Rahmen von Gastvorträgen und Unternehmensbesuchen trafen sie Vertreter*innen von Bankenwesen, wie Raisin, der Deutschen Bundesbank, sowie der DSGV (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) und gewannen so wertvolle Einblicke in die deutsche Finanzbranche.

Insbesondere das Thema Kryptowährung war für viele Studierende neues Terrain, denn der Kauf und Verkauf ist in China verboten, in Hongkong zwar streng reguliert, aber dennoch erlaubt.  Sie lernten die Chancen und Risiken dieses besonderen Marktes kennen und setzten sich kritisch mit den unterschiedlichen Regularien der EU bzw. Deutschlands auseinander. 

Neben dem akademischen Programm kamen auch kulturelle Erlebnisse nicht zu kurz. Die Gruppe besuchte zahlreiche kulturelle Einrichtungen, darunter die Berliner Mauer Gedenkstätte und Topographie des Terrors – eindrucksvolle Begegnungen mit Berliner Zeitgeschichte. Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit erfordert das Zusammendenken von Kultur und Wirtschaft, so ein Hongkonger Student: „We must understand culture first, then business”.