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Deutschlandstipendium: Gemeinsam in Bildung investieren

Die HWR Berlin zeichnete 57 Stipendiat*innen aus. Die Feier zum Deutschlandstipendium würdigte Engagement, Leistung und das starke Netzwerk aus Fördernden und Studierenden.

10.06.2026 — Denise Gücker

Gruppe von Menschen in formeller Kleidung, eine Person hält ein Mikrofon und eine gelbe Blume
Foto: Manfred H. Vogel

Am 5. Juni 2026 zeichnete die HWR Berlin erneut 57 Stipendiat*innen in einem kleinen Festakt mit dem HWR-Deutschlandstipendium aus. Ein Fördermodell, das die positiven Effekte gemeinschaftlicher Verantwortungsübernahme veranschaulicht.

In ihrer Begrüßung stellte Vizepräsidentin Prof. Dr. Silke Bustamante zum 15-jährigen Jubiläum des Deutschlandstipendiums die einfache, aber kraftvolle Idee dieses Stipendienprogramms heraus. Sie betonte, dass „Förderung am meisten bewirkt, wenn sich viele gemeinsam verantwortlich fühlen – Bund, Hochschule und private Förderer – gemeinsam. Das ist mehr als ein Finanzierungsmodell. Das ist ein Gesellschaftsmodell.“

Sie gratulierte herzlich den Stipendiatinnen und Stipendiaten und dankte unseren Förderern, darunter Stiftungen, Unternehmen, Verbände, Vereine, Privatpersonen und Alumni. Die Mehrheit der Fördernden stiftet bereits seit vielen Jahren ein oder mehrere Stipendien für herausragende Talente der HWR Berlin.

Hüsnü Garibagaoglu, Alumni der HWR Berlin 
Foto: Manfred H. Vogel

In der anschließenden Festansprache berichtete Hüsnü Garibagaoglu, Alumni der HWR Berlin und des Stipendienprogramms, von seinen Erfahrungen in den ersten Berufsjahren. Hüsnü wurde während seines Studiums von der SWUP gefördert und schloss 2021 sein Studium im Studiengang „International Business Management“ erfolgreich ab. Seinen Berufseinstieg fand er bei einem der Förderer der HWR Berlin, Circula. Inzwischen ist er Director of Finance bei Bamboo Artists, dem größten Independent-Musiklabel Deutschlands.

Als wichtige Praxistipps für den Karrierestart hob Hüsnü zwei zentrale Erkenntnisse hervor: Erstens „Pick a mentor“ – bei Circula hatte er das große Glück, in seinem Manager zugleich einen Verbündeten und Mentor zu finden, der ihn gefordert und gefördert hat. Zweitens „Ask for what you want“ – es sei wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Entwicklungsziele zu reflektieren und diese angemessen zu kommunizieren. Ebenso hilfreich sei es, die eigenen Interessen und Ziele regelmäßig zu hinterfragen und Wege dorthin neu zu denken. So gelang ihm schließlich der Wechsel in die Musikbranche, die ihn bereits seit Kindertagen begeistert.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte das Duo Iidamari Ahonen und Jakob Seel. Mit drei klassischen Stücken für Violine und Violoncello präsentierten die beiden ihr außergewöhnliches Talent und bereicherten den Festakt mit hochkarätiger Musik.

Den Hauptteil der Veranstaltung bildeten die Kurzvorstellungen der Fördernden durch die Vizepräsidentin sowie die gegenseitige Vorstellung der Stipendiat*innen. Dabei wurde die Vielfalt der Leistungen und Lebenswege deutlich: von beeindruckenden sportlichen Erfolgen im Rudern, Taekwondo oder in der Leichtathletik bis hin zu vielfältigem ehrenamtlichem Engagement – etwa im Fußballtraining für Kinder, in der Freiwilligenarbeit im Quartiersmanagement in Neukölln, in der Schülerhilfe, als Sprachlehrkraft für Geflüchtete oder durch die Aufnahme eines Flüchtlingskindes in die eigene Familie.

Die Gäste erhielten Einblicke in zahlreiche spannende Lebensgeschichten. Einige der Stipendiat*innen mussten auf ihrem Weg zum Studium besondere Herausforderungen überwinden. Besonders berührend war die Dankbarkeit vieler Geförderter für die Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erfahren haben – durch ihre Familien, die sie zum Lernen und zur Verwirklichung ihrer Ziele ermutigten, durch die Fördernden, die Auslandsaufenthalte und andere Chancen ermöglichten, sowie durch die HWR Berlin, die die Teilnahme am Stipendienprogramm ermöglicht.

Die Kurzvorstellungen machten deutlich, dass der Mehrwert der Förderung weit über die finanzielle Unterstützung engagierter Studierender hinausgeht. Sie vermittelt Wertschätzung für den bisherigen Lebensweg und eröffnet die Möglichkeit, Teil eines lebendigen Netzwerks zu werden, das von den Beiträgen aller Beteiligten lebt. Dieses Netzwerk wächst stetig durch neue Begegnungen, neue Stipendiat*innen und Alumni, die – wie Hüsnü Garibagaoglu – ihrer Hochschule gern etwas zurückgeben.

Beim anschließenden Get-together bot sich die Gelegenheit zum Austausch sowie zum Auf- und Ausbau von Kontakten bei Fingerfood und Getränken.

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!