Verstärkung für die Hauptstadtpolizei
240 Absolvent*innen der Kriminal- und Schutzpolizei feierten ihren Studienabschluss und ihre Ernennung, gemeinsam mit Familien, Freund*innen und Gästen aus Politik, Polizei und Hochschule.

Am 30. September 2026 stand das Audimax der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ganz im Zeichen des Abschlusses. Für den passenden Rahmen sorgte die Combo der Polizei Berlin. Mit musikalischen Einlagen begleitete sie durch das Programm und brachte das Publikum in Feierlaune.
Prof. Dr. Anna Daun, Dekanin des Fachbereichs Polizei und Sicherheitsmanagement, eröffnete die Feier mit einem anschaulichen Bild. Das Studium habe den frisch Graduierten das mentale Handwerkszeug mitgegeben, um Situationen im Beruf richtig einzuordnen. Das praktische Handwerkszeug folge nun im Berufsalltag.
Hochschule und Praxis Hand in Hand
Die Vizepräsidentin der HWR Berlin Prof. Dr. Sabrina Schönrock gratulierte den Absolvent*innen zum erfolgreichen Abschluss und dankte den künftigen Kommissar*innen für ihren bevorstehenden Einsatz. Ihr Dank galt auch den Familien und Freund*innen, die durch Rückhalt viel zum Studienerfolg beigetragen haben. Außerdem dankte sie der Polizeiakademie, der Polizei Berlin sowie allen Kolleg*innen des Fachbereichs 5. Ein Polizeistudium könne nur gelingen, wenn Hochschule und Praxis eng zusammenarbeiten, und das sei dem Engagement vieler Menschen zu verdanken.
Den Absolvent*innen gab sie einen klaren Anspruch mit auf den Weg: Polizeiliches Handeln müsse rechtsstaatlich, nachvollziehbar und professionell sein und auch in schwierigen Situationen von Respekt getragen werden. Sie ermutigte: „Bewahren Sie sich den Blick für den einzelnen Menschen und haben Sie Mut dort, wo es unbequem wird.“
»Die Polizei ist so vielfältig wie Berlin selbst«
Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, würdigte die Leistung des Jahrgangs: Die Absolvent*innen hätten ihr Studium mit Bravour gemeistert und könnten darauf stolz sein. Die Polizei sei so vielfältig wie Berlin selbst. Er rief dazu auf, die vermittelten Werte auch im Dienst zu leben: Respekt, Vielfalt und Toleranz sowie eine Haltung, die keinen Raum für Hass und Diskriminierung lässt. Gefragt seien „hohe Professionalität, hohe Einsatzbereitschaft und Charakterstärke“. Er zeigte sich überzeugt, dass die Absolvent*innen all das mitbringen. Zugleich warb er für die Fortbildungsangebote der Polizei Berlin, denn lebenslanges Lernen sei „keine Floskel, sondern eine Notwendigkeit“.
Verantwortung für die Sicherheit der Stadt
Die Polizeipräsidentin des Landes Berlin Dr. Barbara Slowik Meisel erinnerte die Absolvent*innen daran, dass sie ab jetzt Verantwortung für die Sicherheit in Berlin tragen. Ihre Ausbildung zähle weltweit zu den umfassendsten Polizeiausbildungen. Gute Polizeiarbeit gelinge nur gemeinsam. Ihr Appell an den Nachwuchs: „Bewahren Sie sich die Freude an diesem Beruf, Freude am Menschen und den Anspruch, immer auch etwas mitbewegen zu wollen in der Polizei Berlin.“
Urkunden, Ehrungen und Ansprache einer Absolventin
Zu den Höhepunkten gehörte die Ehrung der besten Absolvent*innen durch die Polizeipräsidentin und die Dekanin. Danach folgte der feierlichste Moment des Tages: Die Polizeipräsidentin und die Vizepräsidentin der HWR Berlin überreichten jeder Absolventin und jedem Absolventen persönlich die Ernennungsurkunde und die Bachelorurkunde.
Einen besonderen Akzent setzte die studentische Abschlussrede. Eine Absolventin legte das Studium Semester für Semester als humorvollen Ermittlungsbericht vor. Einiges sei bis heute „unter Verschluss“, andere Ermittlungen „laufen noch“. Mit viel Witz schilderte sie prägende Erlebnisse, die rückblickend herausfordernd waren und den Jahrgang gerade deshalb zusammengeschweißt haben.
Andreas-Mahn-Gedächtnispreis für herausragende Abschlussarbeit
Frau Felia Seehaus wurde für ihre sehr gute Abschlussarbeit mit dem Andreas-Mahn-Gedächtnispreis ausgezeichnet. Den Preis überreichte Pro- und Studiendekan Prof. Dr. Vincenz Leuschner. Ihre Arbeit trägt den Titel „Femizide in Deutschland: Eine Analyse strafrechtlicher Herausforderungen und rechtsmedizinischer Aspekte im Kontext der Istanbul-Konvention“. Betreut wurde sie von Prof. Dr. Sabrina Schönrock und Prof. Dr. Christine Bartsch.
Ausklang
Zum Abschluss ging es nach draußen zum großen Gruppenfoto. Beim anschließenden Sektempfang stießen Absolvent*innen, Familien, Lehrende und Gäste auf den gemeinsamen Erfolg an.

Foto: Manfred H. Vogel
Die HWR Berlin gratuliert allen Absolvent*innen herzlich und wünscht ihnen einen guten Start als Kommissar*innen bei der Polizei Berlin!
















