BusinessTalks@HWR Berlin mit Tesla
Tesla-Managerin Franziska Teubert sprach bei den BusinessTalks@HWR Berlin am 30. Juni 2026 über Transformation, Zukunftschancen und den Innovationsstandort Deutschland.

Wie können wir jetzt die Zukunft bauen und die Krise als Chance für Innovation nutzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die jüngste Ausgabe der Veranstaltungsreihe BusinessTalks@HWR Berlin. Zu Gast war Franziska Teubert, Senior Public Policy & Business Development Manager bei Tesla in Grünheide, die den Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Transformationsprozesse und die Innovationskultur des Unternehmens gab.
Zum Auftakt der Veranstaltung sprach HWR-Präsident Prof. Dr. Jens Hermsdorf über die Bedeutung des Austauschs zwischen Wissenschaft und Praxis. Anwendungsorientierte Forschung lebe von wechselseitigen Impulsen und starken Netzwerken. Erst kürzlich sei die Kooperationsvereinbarung zwischen der HWR Berlin und Tesla verlängert worden. Insgesamt arbeitet die Hochschule mit rund 700 Kooperationsunternehmen zusammen. Innovation, so Hermsdorf, sei kein Einzelprojekt, sondern entstehe durch kontinuierlichen Austausch und enge Zusammenarbeit – insbesondere in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
Innovantionspotential in Europa
Im Mittelpunkt des Vortrags durch Franziska Teubert stand anschließend die Frage, warum Europa sein Innovationspotenzial bislang nicht vollständig ausschöpft. Teubert griff Erkenntnisse aktueller wirtschaftspolitischer Debatten auf und machte deutlich, dass Deutschland über hervorragende Voraussetzungen verfüge: exzellente Forschung, hochqualifizierte Fachkräfte, industrielle Stärke und finanzielle Ressourcen. Entscheidend sei es, den Mut zu haben, neue Wege zu gehen und Veränderungen aktiv zu gestalten.
Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland
Als zentrale Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland nannte sie die Digitalisierung von Verwaltung, den Einsatz Künstlicher Intelligenz, die Transformation hin zur Klimaneutralität, den demografischen Wandel sowie Deglobalisierung und die wachsende Relevanz lokaler Fertigung. Vor dem Hintergrund des genannten Potentials in Deutschland sei es jedoch möglich, für alle Herausforderungen Lösungen zu finden.
Am Beispiel von Tesla zeigte Teubert, wie das Unternehmen trotz seiner Größe bewusst auf die Dynamik eines innovativen Unternehmens setzt. Der Standort Grünheide werde derzeit weiter ausgebaut und habe innerhalb weniger Jahre knapp 12.000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen.
Persönlicher Werdegang
Auch ihren persönlichen Werdegang stellte die Referentin vor: Nach einem Studium der Kommunikationswissenschaft gründete sie Kater Demos, ein Politikmagazin des Konstruktiven Journalismus, das politische Ideen und Utopien für die Zukunft skizzierte. Anschließend war sie sieben Jahre Geschäftsführerin des Startup-Verbands, bevor sie zu Tesla wechselte.
Im Anschluss an den Vortrag gab Tesla-Recruiter Ron Schenke einen Überblick über Einstiegsmöglichkeiten für Studierende und informierte über aktuelle Praktikumsangebote am Standort Grünheide.
In einer abschließenden Fragerunde nutzten die Teilnehmende, Studierende und Lehrende, die Gelegenheit, mit den Referierenden über Innovation, Karriereperspektiven und Tesla als Unternehmen ins Gespräch zu kommen.