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Campus in Blüte: Frühblüher für die Blühwiese gepflanzt

Auf Initiative des Green Office wurde auf der Blühwiese in Schöneberg die invasive Hybrid-Luzerne entfernt und Frühblüher gepflanzt. Das schützt die heimische Vielfalt und sorgt im Frühjahr für Farbe.

04.11.2026

Foto: Christina Druffel

Das Green Office der HWR Berlin hat in Kooperation mit dem Kleingartenverein Am Stadtpark I neben Haus B am Campus Schöneberg Blumenzwiebeln fürs nächste Frühjahr gesetzt. Am anstrengendsten war es für die engagierten Freiwilligen, die Hybrid-Luzerne mit ihren tiefen, starken Wurzeln zu entfernen. In die entstandenen Löcher pflanzten sie neue Zwiebeln von Frühblühern wie Tulpen und Krokussen.

Die ausgewählten Sorten sind bienenfreundlich und bieten Wildbienen und anderen Insekten früh im Jahr eine wertvolle Nahrungsquelle.

Die Hybrid-Luzerne verändert ganze Flächen

Die Hybrid-Luzerne, auch Bastard-Luzerne genannt, kann ganze Flächen umkrempeln. In Berlin kam sie lange nur vereinzelt vor. In den vergangenen Jahren hat sie sich massiv ausgebreitet. Heute blüht sie im gesamten Stadtgebiet: am Wegesrand, in Parks, auf Mittelstreifen und auf privaten Rasenflächen. Die Hybrid-Luzerne entsteht aus der Kreuzung zweier Arten: der gebietsfremden Kulturpflanze Medicago sativa mit violetten Blüten, die aus Südosteuropa und Westasien stammt, und der einheimischen Art Medicago falcata mit gelben Blüten.

Invasive Arten bedrohen die heimische Pflanzenvielfalt

Invasive Arten verdrängen die heimische Flora und Fauna. Neben der Überdüngung der Landschaft, der veränderten Landnutzung durch Land- und Forstwirtschaft und der Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen zählen sie zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang der heimischen Pflanzenvielfalt. Weitere Beispiele sind der Götterbaum (Ailanthus altissima), der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) und der extrem tief wurzelnde Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica).

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