Internationaler Dialog über moderne Polizeiarbeit
Eine Delegation der Birmingham City University war zu Gast für wissenschaftlichen Austausch über polizeibezogene Forschung und Lehre in Deutschland.

Am 7. und 8. April 2026 besuchten Associate Professor Ron Winch sowie eine Delegation von Lehrenden und Masterstudierenden der Birmingham City University (BCU) die HWR Berlin und das Polizeipräsidium Berlin. Die Teilnehmenden des Masterstudiengangs Criminology and Policing nutzten den zweitägigen Aufenthalt für einen intensiven wissenschaftlichen Austausch, der die polizeibezogene Forschung und Lehre in Deutschland und Großbritannien vergleichend beleuchtete.
KI in der Polizeiarbeit
Der erste Besuchstag widmete sich primär den akademischen Diskursen am Campus der HWR Berlin. Nach einer Vorstellung der Studiengänge des Fachbereichs 5 (Polizei und Sicherheitsmanagement) entwickelte sich ein reger Austausch zu aktuellen Fragestellungen des Polizeirechts und der polizeilichen Praxis in beiden Ländern. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Polizeiarbeit. Die Teilnehmenden erörterten hierzu den aktuellen Stand der KI-Nutzung und setzten diesen in Bezug zu den neuesten Regelungen des Berliner Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG).
Operative Praxis
Am zweiten Tag ermöglichte die Polizei Berlin der britischen Delegation einen exklusiven Einblick in die operative Praxis. Im Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke präsentierten Fachleute unter der Organisation von Kriminaldirektor Stefan Majchrzak und dem Präsidialstab verschiedene Schwerpunkte der Berliner Polizeiarbeit. Das Spektrum reichte von der Bearbeitung von Sexualdelikten zum Nachteil Minderjähriger über das Innovations- und Wissensmanagement im Landeskriminalamt bis hin zur Bewältigung komplexer Demonstrations- und Versammlungslagen durch die Einsatzhundertschaften sowie den täglichen Aufgaben auf einem Polizeiabschnitt. Diese tiefen Einblicke verdeutlichten den britischen Gästen den erheblichen Mehrwert der engen Kooperation zwischen der HWR Berlin und der Polizei Berlin.
Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp, Leiter des Studiengangs International Security Management, zeigte sich nach dem Besuch begeistert über die Synergien zwischen den Institutionen. Er betonte, dass die Kombination aus polizeilicher und privater Sicherheit, die beide Hochschulen verbindet, eine hervorragende Basis für eine langfristige Zusammenarbeit darstellt. Der gegenseitige Lernprozess wurde von beiden Seiten als äußerst gewinnbringend bewertet, weshalb bereits konkrete Pläne für einen Gegenbesuch in Birmingham verfolgt werden, um die Partnerschaft nachhaltig auszubauen.