Projektkonferenz: Transformation europäischer Lieferketten
Wie werden Europas Lieferketten nachhaltiger, resilienter und wettbewerbsfähiger? Darüber diskutierten Forschende, Industrie und Zivilgesellschaft auf einer Konferenz am Campus Schöneberg.

Während der zweitägigen Projektkonferenz "Transforming Global Supply and Value Chains: Europe’s Role between Resilience, Sustainability and Competitiveness“ am 28. und 29. September kamen Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen sowie Vertreter*innen aus Industrie und Zivilgesellschaft am Campus Schöneberg zusammen, um sich mit einer gemeinsamen Frage auseinanderzusetzen: Wie können europäische Liefer- und Wertschöpfungsketten nachhaltiger, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger werden?
Entsprechend der interdisziplinären Ausrichtung des HWR-Forschungskompetenzzentrums „Herausforderungen und Resilienz globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten“ bot das Programm Einblicke aus einer Vielzahl von Perspektiven.
Vielzahl von Perspektiven
Am ersten Tag diskutierten Referent*innen die Rolle von Staaten, Unternehmen und Finanzmärkten bei der (Neu-)Gestaltung globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und makroökonomischer Umstrukturierungen. Desweiteren boten Panel und Poster Einblicke in die Forschung zur Verbreitung, Aushandlung und Widersprüchlichkeit von Normen innerhalb dieses komplexen Forschungsfeldes. Zwei Keynote Reden von Andreas Nölke (Goethe Universität Frankfurt am Main) und Jennifer Blackhurst (Auburn University, USA) rahmten das Programm.
Menschenrechte und Umweltstandards
Der zweite Tag behandelte das anhaltende Spannungsfeld zwischen der Wahrung von Menschenrechten und Umweltstandards in globalen Lieferketten und der damit verbundenen viel diskutierten Bürokratie. Die Referent*innen untersuchten zudem Widersprüche innerhalb des europäischen Ansatzes zu Lieferketten, dessen Lücken und die Auswirkungen aktueller Regulierungsansätze über die Grenzen der EU hinaus. Während einer Podiumsdiskussion brachten Redner*innen aus Industrie, Zivilgesellschaft und Wissenschaft Forschungserkenntnisse, politische Praxis und Unternehmensperspektiven zusammen. Zudem gab die Keynote Rede von Manoela Roland (Juiz de Fora Federal University, Brazil) einen Überblick über die internationalen Entwicklungen im Feld Wirtschaft und Menschenrechte und diskutierte Perspektiven für einen verbindlichen internationalen Vertrag.
Wir danken unseren Referent*innen und Gästen für ihre Einblicke sowie die angeregte Debatte! Herzlichen Dank auch dem Reversed Magazine und Paul Mengeling für ihre fotografischen Beiträgen zu Nachhaltigkeit in Lieferketten und Extraktivismus, die während der Konferenz ausgestellt waren. Unser besonderer Dank gilt außerdem dem Arbeitskreis Europäische Integration e.V. und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), für die Ermöglichung dieser Veranstaltung.








