Nach der Verabschiedung ist vor der Umsetzung
Das Institut für Verwaltungsforschung und Verwaltungsinnovation veranstaltete seine vierte Arbeitstagung. Thema: »Verwaltungsreform: LOs Geht's – Nach der Verabschiedung ist vor der Umsetzung."

Ziel der vierten IVVI-Arbeitstagung zum Thema »Verwaltungsreform: “LOs Geht's”– Nach der Verabschiedung ist vor der Umsetzung« war es, im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik im Rahmen verschiedener Formate (einem einführenden moderierten Dialog, vier Workshops und einem Diskussionspanel mit Expert*innen aus der Praxis) den Stand und die anstehenden Herausforderungen bei der Umsetzung des neuen Landesorganisationsgesetzes im Besonderen und der Verwaltungsreform im Allgemeinen zu diskutieren und Handlungsvorschläge zu erarbeiten. Die Veranstaltung fand im Dezember 2025 an der HWR Berlin statt.
Der Präsident der HWR Berlin, Prof. Dr. Jens Hermsdorf, eröffnete die Tagung mit einem Grußwort an die Teilnehmenden. In seiner Begrüßung und Einführung in die Tagungsthematik bedankte sich Prof. Dr. Robert Knappe, Direktor des IVVI, bei allen Kolleginnen und Kollegen für die Zeit und das Engagement, das sie in die Aktivitäten des IVVI und auch die Arbeitstagung einbringen. Insbesondere bedankte er sich bei Prof. Dr. Benedikt Speer, der als Gründungsdirektor das IVVI maßgeblich mit aufgebaut und bis Juni 2025 geführt hat.
Lebhafter Dialog
In einem lebhaften moderierten Dialog zwischen Martina Klement, Chief Digital Officer des Landes Berlin und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, und Prof. Dr. Speer, Professor für Verwaltungswissenschaften am Fachbereich 3 der HWR Berlin, wurden u.a. die Bedeutung des LOG, Gründe für das (Nicht-)Gelingen von vergangenen Reformen, Erfolgsfaktoren für komplexe Großprojekte und der Stand der Umsetzung des LOG diskutiert.
In parallel stattfindenden Workshops wurden anschließend vier zentrale Themenbereiche des LOG und der Verwaltungsreform diskutiert: Aufgabenkritik und -neuordnung (geleitet von Prof. Dr. John Siegel); Wirkungsorientierung: Theoretische Konzepte, praktische Umsetzungsprobleme und Lerneffekte (Prof. Dr. Benedikt Speer); Juristische Dimension der Verwaltungsreform: Einigungsstelle, Konnexität, Zuständigkeiten, Bezirksaufsicht (Prof. Dr. Stephan Tomerius); Einbindung vieler Akteure im Reformprozess: eine in der Implementation wieder einsetzbare Erfolgsstrategie? (Prof. Dr. Franziska Carstensen). Die Workshopleitungen präsentierten anschließend im Plenum jeweils eine kurze Zusammenfassung der Diskussionen und Ergebnisse.
Erfahrungen aus der Praxis
Ein von Prof. Dr. Robert Knappe und von Prof. Dr. Berit Adam moderiertes Panel widmete sich einer Reihe von Fragen im Zusammenhang der Umsetzung des LOG und der Verwaltungsreform. Es diskutieren Donald Ilte, Leitung der Abteilung II Pflege, Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege; Dirk Meyer-Claassen, Leitung der Abteilung V Strategie, Steuerung, Recht und Prozesse, Senatskanzlei; Daniela Ortmann, Vorsitzende des Hauptpersonalrates im Land Berlin; und Korinna Stephan, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Reinickendorf.
Fragen der Teilnehmenden, die an das Panel gestellt wurden, bezogen sich u.a. auf die Einbindung von Mitarbeitenden und insbesondere Nachwuchskräften aber auch die Rolle von Führungskräften im Prozess der Umsetzung der Verwaltungsreform; auf die wissenschaftliche Rückkoppelung und Evaluation des Prozesses; und die Frage, ob und warum die Panel-TeilnehmerInnen die Hoffnung hätten, dass diese Verwaltungsreform – anders als gescheiterte Anläufe in der Vergangenheit – von Erfolg gekrönt sein würde.
Die Tagung endete mit dem Dank des Direktors des IVVI, Prof. Dr. Robert Knappe, an alle Teilnehmenden und Vortragenden und einem Get-together zum weiteren Gedankenaustausch.
Die nächte Arbeitstagung im November 2026 widemt sich dem Thema “Digitale Transformation der Verwaltung: Von Mythen, Chancen und Realitäten”.























