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HWR Berlin forscht zu KI und Krise

Der Berliner Senat fördert das IFAF Berlin weiter. Damit ist die Finanzierung für neue Forschungsprojekte an der HWR Berlin zu KI-gestützten Transformationsprozessen und Krisenkommunikation gesichert.

31.03.2026

Vernetzte weiße und rote Kugeln, verbunden durch dünne Linien auf dunklem Hintergrund
Foto: © koto_feja/iStock/Getty Images Plus

Der Berliner Senat hat entschieden, den gemeinsamen Forschungsverbund der vier Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) weiterhin zu fördern. Lange war die Zukunft des Instituts für Angewandte Forschung Berlin (IFAF) ungewiss. Mit der gesicherten Finanzierung kann die HWR Berlin nun zwei neue Projekte umsetzen.

Das IFAF Berlin verbindet praxisnahe Forschung mit direkter Anwendung: Hochschulen forschen gemeinsam, Praxispartner – darunter Institute der Fraunhofer-Gesellschaft – gestalten die Projekte von Beginn an mit, statt nur Ergebnisse abzunehmen.

Prof. Dr. Sabine Baumann, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der HWR Berlin, leitet eines der beiden neuen Forschungsprojekte und betont die Bedeutung des Verbunds.

Das IFAF Berlin ist für uns ein zentraler Innovationstreiber, weil es die Stärken der Berliner Hochschulen für angewandte Wissenschaften bündelt und Raum für neue, auch risikoreichere Themen schafft.

Prof. Dr. Sabine Baumann, Vizepräsidentin der HWR Berlin

KI-InnoX: KI-gestützte Transformation verstehen und gestalten

Berliner Unternehmen, öffentliche Organisationen und intermediäre Akteur*innen stehen vor drängenden Fragen: Welche KI-Lösungen sind langfristig tragfähig? Welche Plattformentscheidung schafft Handlungsspielraum – und welche erzeugt Abhängigkeiten? Besonders in Umbruchsituationen wie Unternehmensnachfolgen oder strategischen Neuausrichtungen fehlt bislang systematisches Wissen darüber, wie solche Entscheidungen getroffen werden und was sie auslösen.

KI-InnoX schließt diese Lücke: Das Projekt analysiert reale Technologie-, Plattform- und Architekturentscheidungen in Berliner Transformationssituationen und entwickelt daraus praxistaugliche Orientierungswerkzeuge.

“Mit KI-InnoX positionieren wir uns klar an der Schnittstelle von KI, Plattformökonomie und regionaler Transformation. Unser Anspruch ist es, nicht nur Entwicklungen zu analysieren, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln, die Berliner Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. unmittelbar befähigen, den Wandel aktiv und erfolgreich zu gestalten”, erläutert Prof. Dr. Sabine Baumann. Seitens der HWR Berlin wird das Projekt von ihr und von Prof. Dr. Birgit Felden geleitet, beteiligt sind auch die Alice Salomon Hochschule Berlin und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

KRIKO-BE: Krisenkommunikation, die alle erreicht

Wenn in Berlin der Strom ausfällt, zählt jede Minute. Vergangene Stromausfälle haben offengelegt, wo die Stadt verwundbar ist: Informationen erreichen nicht alle, digitale und analoge Wege greifen nicht ineinander, und Menschen mit Sprachbarrieren oder Pflegebedarf werden zu spät informiert.

Das Forschungsprojekt KRIKO-BE setzt genau hier an. Ausgangspunkt sind die Erlebnisse der Berliner Bevölkerung in vergangenen Krisen. Daraus entstehen drei Bausteine: spielbasierte und VR-gestützte Formate für die Krisenvorsorge, ein mehrsprachiger, KI-gestützter Kommunikationskanal per Telefon – auch ohne Smartphone oder Internet – sowie ein Governance-Rahmen, der Zuständigkeiten, Zusammenarbeit und rechtliche Anforderungen bündelt: das „Berlin Framework for Crisis Management".

Bezirksämter, Feuerwehr, soziale Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure gestalten das Projekt von Beginn an mit.

An der HWR Berlin wird das Projekt von Prof. Dr. Sebastian Fischer und Prof. Dr. Caterina Rohde-Abuba geleitet. Weitere beteiligte Hochschulen sind die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) , die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)  und die Berliner Hochschule für Technik (BHT).

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