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Zur International Week an die Hogeschool Utrecht

Vom 9. bis zum 13. März 2026 fand in Utrecht die Internationale Woche zum Thema „Getting aware and resilient – Safety and Security Topics in demanding times and a challenging world“ statt.

17.03.2026 — Prof. Dr. Birgitta Sticher

Gruppe von Menschen mit Regenschirmen vor dem Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofs mit blauem Schild und Waage-Logo
Foto: privat

Die Woche wurde durch eine Keynote von Birgitta Sticher eröffnet, in der es um die Umsetzung der Méndez-Prinzipien ging. Sie erläuterte die Méndez-Prinzipien. Dies sind internationale gültige, wissenschaftlich fundierte und ethische Leitlinien für investigative Befragungen, die darauf abzielen, die Menschenrechte zu wahren, Folter zu verhindern und die Zuverlässigkeit von Informationen zu verbessern. Diese Prinzipien tragen dazu bei, das Verhältnis zwischen Staaten und ihren Bürger:innen zu verändern und zu verbessern. Birgitta Sticher legte konkrete Einzelheiten dazu dar, wie die Befragung von Opfern, Zeugen und Verdächtigen („Untersuchende Vernehmung“ und „ORBIT-Modell“) gestaltet werden sollten.

Dieser Vortrag passte inhaltlich gut zu weiteren Schwerpunkten des Programms, wie z.B. dem Besuch aller Lehrenden und Studierenden im Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag.  Dort fand eine Einführung in dessen Arbeit statt und wir konnten an einer Sitzung des Appeal Chamber des ICC teilnehmen.

Krisenmanagement bei Stromausfällen 

Die Teilnehmenden waren sehr interessiert an dem Workshop, den Paul Fröhlich, Lehrbeauftragter der Führungswissenschaft des FB 5, zusammen mit Birgitta Sticher zum „Prolonged Power Outage. Consequences for the population and necessary preparations for this scenario, using Berlin as an example.“ durchführte. Paul Fröhlich konnte aufgrund seiner konkreten Erfahrungen aus polizeilicher Perspektive die Bewältigung zurückliegender Stromausfälle in Berlin (von 2019 in Köpenick bis 2026 in Zehlendorf) anschaulich vermitteln. Diese Ausführungen wurden durch die sozialwissenschaftlichen Forschungsergebnisse aus den bereits abgeschlossenen BMBF Forschungsprojekten TankNotStrom  und Kat-Leuchttürme ergänzt. Die in diesen Projekten erzielten Ergebnisse zum Bevölkerungsverhalten, zu Hilfeerwartungen und Hilfebereitschaft liegen zwar bereits 10 Jahre zurück, sind aber – wie auch aktuelle Befragungen zum Stromausfall im Januar in Zehlendorf vom Berliner Institut für Sozialforschung (BIZ) zeigen – immer noch zutreffend. 


In vielen Gespräche, Diskussionen und gemeinsamen Aktivitäten mit den Studierenden und Lehrenden aus den Niederlanden, Finnland, Belgien, Spanien und Deutschland konnten diese Themen aus internationaler Perspektive vertieft werden. Leider waren aus dem Fachbereich 5 diesmal keine Studierenden in Präsenz dabei. Diese hatten aber die Möglichkeit, online an einzelnen Angeboten teilzunehmen.

Langjährige Zusammenarbeit

Zwischen dem Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement und der Hogeschool in Utrecht besteht schon seit 2012 durch die Zusammenarbeit im Netzwerk CONRIS ein intensiver Austausch. Ganz vielen Dank an dieser Stelle an Ab Bertholet, der zusammen mit Heidi van Houten die Woche sehr gut vorbereitet und durchgeführt hat. Danke aber auch an die Unterstützung durch Frau Fürstenberg vom International Office der HWR Berlin, die im Vorfeld sehr hilfreich war, damit die Antragsformulare problemlos ausgefüllt werden konnten und somit die Finanzierung durch Erasmus+ reibungslos erfolgte. 
 

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