Erasmus+ Kurzzeitprogramme ‚Blended‘
Mit Erasmus+ für eine kurze Zeit ins Ausland? Die neue Programmgeneration von Erasmus+ fördert internationalen Kurzzeit-Austausch im ‚Blended‘-Format.
International zusammenarbeiten – online und vor Ort
In der laufenden Erasmus+ Programmgeneration können Studierende nicht mehr nur für längere Auslandsaufenthalte, sondern auch für die Teilnahme an kürzeren Programmen (5 – 30 Tage) im Ausland finanzielle Unterstützung bekommen.
Kurzzeitprogramme im ‚Blended‘-Format – Austausch in Präsenz wird mit digitalen Lern- und Austauschphasen kombiniert – wurden eingeführt, um die Möglichkeiten von Studierenden und Mitarbeitern für internationalen Austausch zu diversifizieren. Austausch in Präsenz wird immer mit einer digitalen Komponente kombiniert, um die Erfahrung nachhaltiger zu gestalten. Die digitale Lernphase kann vor, während und/oder nach der physischen Mobilität stattfinden.
‚Blended‘ Kurzzeitmobilität ist möglich für Auslandsaufenthalte von Studierenden aller Studienzyklen, sowohl für Studien- als auch für Praktikumszwecke, wie auch für Hochschulpersonal aller Art. Es können sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen gefordert werden, die zum Beispiel zusammen an einem Blended Intensive Programme teilnehmen.
Im Kern versuchen Erasmus+ Kurzzeitaustauschformate neue Lernmöglichkeiten für Personen zu schaffen, die zuvor nicht an einem längeren internationalen Mobilitätsprogramm teilnehmen konnten. Sie richten sich insbesondere an Studierende, die aufgrund persönlicher Umstände oder aufgrund ihres Studienprogramms geringere Chancen auf einen längeren internationalen Austausch, z.B. für ein Semester, haben. Ziel ist außerdem die Förderung neuer Formen des internationalen Lernens und Lehrens, die zur Entwicklung neuer interkultureller und digitaler Kompetenzen führen können.
Blended Kurzzeitmobilität kann mit einer einzelnen anderen Hochschule oder einem Praktikumsträger im Ausland vereinbart werden. Eine besonders häufige Variante von Kurzzeitaustausch im ‚Blended‘-Format bilden jedoch Blended Intensive Programmes (BIPs). Bei BIPs kooperieren nicht zwei, sondern mindestens drei Hochschulen aus mindestens drei verschiedenen Ländern, die am Erasmus+ Programm teilnehmen. Der Vorteil von Blended Intensive Programmes ist, dass nicht nur die mobilen Studierenden und Lehrenden eine Finanzierung ihrer Heimathochschule erhalten, sondern auch die organisierende Hochschule finanzielle Unterstützung (max. 8000 Euro) für die Organisation bekommt. Die finanzielle Unterstützung kann genutzt werden u.a. für studentische Hilfskräfte, Lehraufträge, Material, Raummiete, Exkursionen, Catering oder die Erstellung von Lehrmaterial.
Bedingungen Erasmus+ Kurzzeitprogramme ‚Blended‘:
- Vorhandensein oder Erstellung einer interinstitutionellen Vereinbarung (IIA)
- Mindestens 3 ECTS
- Mindestens 5 Tage, maximal 30 Tage physische Mobilität
- Digitale Lernkomponente vor, während oder nach der Mobilität
- Keine Teilnahmegebühren
Extra Bedingungen von BIPs:
- Mindestens drei Hochschulen aus drei unterschiedlichen Ländern des Erasmus-Raums
- Mindestens 10 externe Teilnehmende, die für das BIP anreisen
Wenn Sie als Lehrende Interesse daran haben, Studierende für ein internationales Kurzzeitprogramm zu nominieren, selbst mit einer Gruppe von Studierenden an einem Programm teilzunehmen oder an der HWR ein Blended Intensive Programme zu organisieren, können Sie dies beim International Office der HWR Berlin beantragen.
Bitte melden Sie sich bei Interesse an der Teilnahme an einer Kurzzeitmobilität mindestens drei Monate, bei Interesse an der Organisation eines BIPs an der HWR Berlin mindestens sechs Monate vor Beginn des Programms.
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