25.09.2026 — Pressemitteilung 29/2026Pressemitteilung 29/2026 | 25.09.2026

Presseeinladung

Demokratieschutz durch Verbote?

Verbote, Strafrecht, Zivilgesellschaft. Am 28./29. September 2026 diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis in Berlin Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen extreme Rechte.

Stuhlreihen im Audimax der HWR Berlin
Am 28. und 29. September 2026 diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis in Berlin Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen extreme Rechte. Foto: Sylke Schumann

Berlin, den 25. September 2026 – Vereins- und Parteiverbote, Strafverfolgung, Staatsschutz und zivilgesellschaftliches Engagement: Dem demokratischen Rechtsstaat und der freiheitlichen Gesellschaft stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, um auf Bestrebungen zu reagieren, die auf eine Beeinträchtigung oder Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zielen. Doch wie wirksam sind sie, wo liegen ihre Grenzen und wie greifen staatliches und zivilgesellschaftliches Handeln ineinander?

Diesen Fragen widmet sich die Abschlusstagung des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Verbundforschungsprojekts „VerRexVer – Zur Wirkung von Verboten gegen rechtsextreme Vereinigungen“ der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) und der Hochschule Düsseldorf. Die Tagung bringt Erkenntnisse aus der Forschung mit Erfahrungen aus Behörden und Zivilgesellschaft zusammen.

Den Auftakt bildet am Montag, 28. September 2026, um 18.00 Uhr eine öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Im Mittelpunkt steht das Podiumsgespräch unter dem Titel „Parteiverbot – Schutz für die Demokratie?“ mit Prof. Dr. Kathrin Groh von der Universität der Bundeswehr München und Prof. Dr. Felix Wirth Hanschmann von der Bucerius Law School.

Am Dienstag, 29. September 2026, folgt die wissenschaftliche Abschlusstagung am Campus Lichtenberg der HWR Berlin (Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin). Zwei Keynotes und vier Panels befassen sich mit Zivilgesellschaft und Demokratieschutz, Verboten als Instrument der wehrhaften Demokratie, demokratieverpflichteten Institutionen sowie Strafrecht, Staatsschutz und weiteren Instrumenten des Demokratieschutzes. Die Keynotes halten Dr. Christoph Kopke, Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der HWR Berlin, und Dr. Fabian Virchow, Professor für Politikwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf.

Weitere Referent*innen:

Prof. Dr. Gideon Botsch, apl. Professur für Politikwissenschaften und Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum, Universität Potsdam

Dr. Thomas Kliegel, Vorsitzender Richter am Landgericht Essen 

Dr. Haydée Mareike Haass, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Antisemitismusbeauftragte, Deutsche Hochschule der Polizei in Münster 

Dr. Markus Steinbrecher, Wissenschaftlicher Direktor, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam 

Dr. Jennifer Grafe, Juniorprofessorin für Kriminologie und Strafrecht, Eberhard Karls Universität Tübingen

Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum und Medienvertreter*innen. Interviews mit Expert*innen der HWR Berlin vermitteln wir auf Anfrage gern auch vorab.

Demokratieschutz durch Verbote? Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen die extreme Rechte

Montag, 28. September 2026, 18.00 Uhr
Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Revaler Straße 29, 10245 Berlin

Dienstag, 29. September 2026, 9.30–ca. 16.30 Uhr
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Campus Lichtenberg
Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin
Registrierung ab 9.00 Uhr

Anmeldung per E-Mail an: konferenz2026(at)hwr-berlin.de

Wissenschaftlicher Ansprechpartner

Prof. Dr. Christoph Kopke
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 30 30877-2828
E-Mail: christoph.kopke(at)hwr-berlin.de 

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 11 500 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in über 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin unterhält 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bei der internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen und im Dualen Studium belegt die HWR Berlin Spitzenplätze in deutschlandweiten Rankings und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Die HWR Berlin ist einer der bedeutendsten und erfolgreichen Hochschulanbieter im akademischen Weiterbildungsbereich und Gründungshochschule. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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