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Forschungsprojekt EASYRIDE geht an den Start

Automatisierte und vernetzte Mobilitätsangebote für den urbanen Raum schaffen: darum geht es im kürzlich gestarteten Forschungsprojekt EASYRIDE.

16.11.2018

Am 1. Oktober 2018 ist das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Programm „Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr“ geförderte Forschungsprojekt EASYRIDE gestartet. Beteiligt ist auch das Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit der HWR Berlin (FÖPS Berlin), das bis Ende 2020 hierfür mit rund 177.000 Euro Drittmitteleinnahmen gefördert wird. Das Projekt befasst sich mit einer der wichtigsten Innovationen im Bereich der Mobilität: dem automatisierten Fahren. Dieses kann auch Chancen zur Erstellung neuer Mobilitätsangebote und für eine Transformation des Mobilitätssystems, insbesondere im urbanen Umfeld eröffnen, um die Belastungen durch den Individualverkehr zu reduzieren.

Am Beispiel der bayerischen Landeshauptstadt München entwickelt EASYRIDE unter Berücksichtigung städtischer Belange Ziele und realistische Entwicklungspfade für solche neuen, automatisierten und vernetzten Mobilitätsangebote. Im Projekt werden konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt und versuchsweise vorgeführt. Auf diese Weise sollen Erkenntnisse über den Betrieb derartiger Angebote und deren Nutzerakzeptanz für ihre weitere Ausgestaltung in der Zukunft generiert werden. Ziel ist es, München zu einer Modellregion zu entwickeln, wobei sich Kommune, Verkehrsunternehmen, Automobilhersteller und Forschungsinstitutionen als wesentliche Akteure an der Planung und Umsetzung aktiv beteiligen.   

Um solche vernetzten Verkehrsangebote mittels automatisierter und autonomer Fahrzeuge im städtischen Kontext zu entwickeln, ist u.a. eine Weiterentwicklung der planerischen, baulichen, technischen und organisatorischen Infrastruktur erforderlich. Beispiele hierfür sind Ein- und Ausstiegszonen auf freier Strecke, eigene Spuren im öffentlichen Straßenraum oder die Gestaltung von massentauglichen Übergängen zum öffentlichen Verkehr.

Quelle: Projektantrag EASYRIDE

Daher geht es zunächst darum, die Anforderungen der zu untersuchenden neuen Verkehrskonzepte an die Infrastruktur zu ermitteln. Diese bilden die Grundlage dafür, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen erfasst und vertieft analysiert werden können. Das FÖPS Berlin wird dabei die Anforderungen aus dem Straßenverkehrsrecht, Straßenrecht, Verhaltensrecht, Zulassungsrecht, Haftungsrecht und in anderen relevanten nationalen, internationalen und supranationalen rechtlichen Regelungen mit Blick auf die neuen Verkehrsangebote untersuchen. Sofern dies notwendig erscheint, wird das FÖPS Berlin Vorschläge für gesetzliche Neuregelungen machen.

Professor Clemens Arzt bearbeitet das Projekt gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Simone Ruth-Schumacher am FÖPS Berlin; er wird unterstützt durch die Partnereinrichtungen, u.a. die Münchener Kommunalverwaltung, die Stadtwerke München, BMW, MAN, die Bundeswehruniversität München, die TU München und das KIT Karlsruhe.

Gefördert durch das BMVI

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